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 Battlestar Galactica - Der Widerstand

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Viper047
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Mi Mai 06, 2009 4:12 am

"Egal? So, war es das?"

Mehr antwortete der Admiral nicht mehr darauf. Sein Ton, er war nicht streng. Er schrie ihn nicht an oder machte Lee einem Vorwurf - so wie er es bestimmt eine Minute früher getan hätte.

Er sah seinem Sohn für einen stillen Moment in die Augen und ging ohne eine weiteres Wort mit ihm zu wechseln. Er hätte Lee am liebsten an seine Stelle gesetzt und ihn seine eigenen Worte lauschen lassen. Und wenn es möglich gewesen wäre, hätte er Kara noch an seiner Seite gehabt, damit sie seine Worte lauschen konnte.

Vielleicht wäre die Entscheidung anders ausgefallen Lee nach dem Ausstieg aus dem Blackbird zu suchen.

Adama ging ohne Begleitung seines Sohnes zurück zu seinem Raptor, um wieder auf die Galactica zurückzufliegen. Lee hatte nach seiner Meinung nicht verstanden was sein Vater ihm sagen wollte.


Zuletzt von Viper047 am Mi Mai 06, 2009 6:44 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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DeiNaGoN
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Mi Mai 06, 2009 6:23 am

Saul blickte sich um und ließ seinen Blick einige Sekunden auf der Munition und den Waffen ruhen. Zuerst war es ein Grinsen, dann ein herzhaft-spöttisches Lachen.
"Das ist alles? Tyrol, in meiner Jugend auf Arelon gab es Straßenbanden, die besser bewaffnet waren. - trotzdem, es sollte reichen, um den Toastern eins auszuwischen. Sie erwähntendie Möglichkeit eines Selbstmordattentats auf die NCP-Feier, ich habe meine Meinung dahingehend geändert. Suchen Sie sich einen Jungen, der das durchziehen will und behängen Sie in mit Benzin, Sprengstoff und Nägeln - die reißen besonders schöne Wunden. Die Störung des Toasterflugverkehrs ist erstmal nebensächlich. Haben Sie Handgranaten und schallgedämpfte Waffen hier?"
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Atlan
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Mi Mai 06, 2009 6:39 am

Diese Reaktion des Admirals traf Lee schwer, was wahrscheinlich sogar das war, was der Admiral erwartet hatte.
Manchmal regte ihn sein Vater - und gleichzeitig auf Vorgesetzter - auf.
Er hatte zwar in einigen Teilen Recht, dennoch wäre es ein unkalkulierbares Risiko für die Pegasus und auch ihre Crew gewesen, wenn man gewartet oder sogar einen Raptor entsendet hätte.
In diesem Fall war es ihm wirklich egal gewesen, wer zum Team gehörte.

Gut, man könnte sagen, er wäre nicht bei vollem Verstand gewesen oder mit der Situation überfordert, aber in dieser Situation zu warten oder einen Rettungsversuch zu starten war einfach ein viel zu großes Risiko.
Sein Vater hatte in dieser Situation zwar Recht behalten, aber wenn es nicht so gewesen wäre, wären sie vielleicht jetzt alle tot und wenn nicht, hätte es sicherlich eine nicht gerade geringe Anzahl an Toten und Verletzten gegeben.
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Viper047
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Mi Mai 06, 2009 6:41 am

Sam kam hinzu und bekam gerade noch so mit was der Colonel ansprach. Jetzt, wo es als mögliche Realisierung im Gespräch war, war ihnen sehr unwohl dabei. Aber Sam war eher dazu geneigt diesem Plan persönlich seinen Beitrag zu leisten. Nicht als lebende Bombe, das würde wahrscheinlich nicht einmal der Colonel zulassen, aber er wüßte jemaden für den Job.

"Ich kenne da jemanden. Ich könnte ihn fragen. Bin mir sicher er würde es tun." meinte Sam zu dem ganzen.

"Ich weiß nicht. Vielleicht sollten wir die Toasterfuhren zuerst angreifen. Solange unser Kontakt die Daten hat und die Toaster nicht beginnen ganz aus der Reihe zu tanzen." warf Galen gleich ein.

"Nein, der Colonel hat Recht. Die Idee war da. Also, warum nutzen wir sie nicht. Die Toaster rechnen sicher nicht mit sowas, Galen."

"Und anschließend erhöhen sie die Sicherheitsmaßnahmen und schränken uns noch mehr ein. Der Gedanke kam mir doch auch. Und entscheiden wir am Ende sogar wer stirbt oder nicht? Colonel, mit allem Respekt - wir sollten es nicht ausreizen.

Ich weiß, die Idee - aber Ideen sind nur Ideen!!"
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Ban
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Mai 08, 2009 9:40 am

Battlestar Chronos
Standort: Geheime Werft der Rebellen
Auftrag: Überwachung der Transporter; Schutz der Werft

Inmitten der acht Transporter, die sie vor gut anderthalb Stunden von den Cylonen erbeutet hatten, kreuzte der Battlestar Chronos und umrundete mit den anderen Schiffen die Werft bei langsamen Tempo. Die Raptoren des kolonialen Kampfsterns flogen zusammen mit Shuttles und schweren Raidern der Rebellen zwischen der Werft, der Chronos, den dortigen Schiffen, den Basissternen und den Transportern umher. Die Fracht der Transporter war inzwischen verladen worden und jetzt setzte die Demontage der unnützen Schiffe ein, die länger dauern würde. Das erbeutete Basisschiff hingegen befand sich weit entfernt von diesem Ort in der schwarzen Leere des Alls, weit entfernt von allen Welteninseln. Es versank förmlich in der Finsternis und wurde dort, bewacht von einem Trupp Marines und einer gleich großen Truppe von Liyans Soldaten, von Technikern der Bündnispartner instand gesetzt. Zwar hatten die Geschütze des Kampfsterns den cylonischen Träger geschont, doch waren sie nicht umher gekommen, ihn zu beschießen, um den Gedanken, dass das Schiff nicht vernichtet worden wäre, in weite Ferne zu rücken. Denn es hatte immer die Gefahr bestanden, dass einer der Raider irgendwie entkommen konnte. Glücklicherweise hatten die Maschinen keine Chance mehr dazu gehabt, nachdem ihre erste Welle zerschmettert und ihre zweite in einen aussichtslosen Kampf verwickelt worden war.
Ellin Edgars hatte noch immer die Führung der Truppen auf dem Basisschiff inne, da sie im Gegensatz zu den Offizieren der Chronos die Lage kannte. Außerdem wurde sie auf der Chronos gegenwärtig nicht gebraucht - es gab keine Verletzten. Sie war zwischenzeitlich zurückgekehrt, um Techniker zu holen und einen Gefangenen abzuliefern. Dieser schmorte inzwischen in der dunkelsten Zelle des Kampfsterns und wurde von einem halben Dutzend Marines bewacht. Weitere Wachen waren in der Nähe stationiert und die Zelle sowie ihre Umgebung samt aller Zugangsschächte wurden von Kamaras rund um die Uhr gefilmt und von Marines ausgewertet. Aber nicht dem Gefangenen galten all diese Vorkehrungen - ihn konnte selbst ein unbewaffneter Techniker notfalls im Zaum halten. Nein, diese Maßnahmen galten, so unangenehm das den Führungsoffizieren der Chronos wegen des Bündnisses auch war, Liyan höchstpersönlich, denn sie hasste diesen Mann, der dort hinter dem schweren Schott versauern sollte, abgrundtief. Es interessierte sie kein Stück, welche Informationen er zu bieten hatte. Sie wollte ihn nur töten und das möglichst qualvoll und möglichst schnell.
Eigentlich hatte keiner, der die Umstände kannte, etwas gegen diese Rache, weil es kaum eine bessere Rechtfertigung geben konnte, als die, welche galt und den Führungsoffizieren, Ellin und einer kleinen Anzahl Marines bekannt war. Aber für sie alle galt die Schweigepflicht und Duncan ließ den Soldaten über Ellin mitteilen, dass jede Zuwiderhandlung von ihm entsprechend geahndet werden würde - und das versprach harte Strafen. Erst mit Liyans Erlaubnis zur Freigabe dieser Information über ihre Vergangenheit würde er diesen Befehl aufheben, denn ein solches Detail musste nicht jedem bekannt sein, es war auf seine Weise privat. Aber dennoch konnte er Liyan, nicht gestatten, diesen Mephisto, wie der Gefangene sich nannte, zu töten, zumindest noch nicht.
Er wusste wahrscheinlich über Dinge Bescheid, die für die Rebellen und die Menschen von unschätzbarem Wert sein konnten. Sicherlich hatten er und der Computer seines Schiffs Informationen über die Situation auf Neu Caprica, verfügten über die Daten der Flottenbewegungen, Konflikte innerhalb der Cylonen und dann gab es noch die Chance, dass Mephisto die Position des Hubs kannte. Der Hub, die einzige Möglichkeit der Cylonen zur Unsterblichkeit. Und diese wiederum war längst das Zentrum der cylonischen Gesellschaft geworden: Tod spielte für die Maschinen keine Rolle mehr, obwohl sie sich in manchen Dingen den Menschen angenähert hatten. Andererseits hatten sie auch keine Wahl denn sie konnten sich nur klonen oder zusammenbauen, nicht aber neues Leben gebären.
Trotz aller Manipulation und trotz der biologischen Komponenten, trotz einer Entwicklungszeit von einem halben Jahrhundert und menschlichen Versuchskaninchen hatten die Cylonen es nicht geschafft, sich die Möglichkeit zur Fortpflanzung gegeben. Dafür brauchten sie noch immer die Menschen und die konnten zumindest die loyalen Cylonen nicht freiwillig dazu bringen. Sie mussten sie zwingen und dann als Gebärmaschinen missbrauchen, das allerdings verhinderten die Widerstandsbewegungen, wann immer sie konnten. Es war ihre größte Schwäche, dass sie ihr Leben mit der Wiederauferstehung verlieren würden. Dadurch konnten die Cylonen eventuell in eine große Krise geraten, da ihnen das genommen wurde, was sie so hart erkämpft hatten – Freiheit. Sie würden dadurch wieder zu Maschinen werden, da es ihnen jede Möglichkeit zu leben nehmen würde; der Tod würde das Ende bedeuten, wie es bei Menschen war. Aber während der Mensch zwar darum wusste, aber nur selten darüber nachdachte, weil es zu seinem Leben gehörte, wäre es dem Cylon völlig neu, denn er kannte nur diesen Schmerz, den er nach der Wiederauferstehung verspürte und der nie wieder vollkommen verschwand.
Der Hub was der Grundstein der cylonischen Gesellschaft und über Mephisto konnten sie diesen Grundstein vielleicht vernichten. Diese Möglichkeit würde er nutzen und der Cylon müsste zusehen, wie seinem Volk die Lebensgrundlage geraubt werden würde. Und danach, nachdem er das gesehen hatte, war Liyan an der Reihe. Dann sollte sie ihre Rache haben, ohne die Kameras, ohne Wachen und ohne irgendeine Beobachtung. Nur sie und Mephisto – aber erst musste sein Geist gebrochen werden und dann durfte sein Geist mit dem Körper vernichtet werden. Denn so menschlich sie auch schienen, sie blieben doch Maschinen und die hatten keine unsterbliche Seele, wie man es gemeinhin von Menschen annahm und auch hier nicht genau wusste. Und solange sollte jedes Mittel recht sein, Mephisto dazu zu bringen, den Kolonialen und den Rebellen die Informationen zu geben, die sie wollten, bis hin zur Folter.
Die Schonzeit war längst vorbei und gegenüber einer Person, die ein ungeborenes Kind getötet hatte, kannte auch Duncan keine Gnade. Vor einem offiziellen Gericht wäre Mephisto in Zeiten wie diesen zum Tode verurteilt worden und in Zeiten des Krieges war Admiral Duncan als Führungsoffizier selbst ein Gericht und er hatte eben dieses Urteil schon gesprochen, aber noch sollte es aufgeschoben werden, um noch den größtmöglichen Nutzen aus der Maschine ziehen zu können. Solange er noch etwas für die Menschen und ihre Verbündeten hatte, garantierte Duncan seinen Schutz, wenn Duncan aber der Meinung war, dass die Quelle versiegt ist, wäre das Todesurteil für den Kriegsverbrecher und Cylon gesprochen. Und niemand würde Einspruch erheben, egal wie grausam Liyan das Urteil vollstrecken würde.
„Admiral, der Chief meldet den Abschluss aller Reparaturen und Überprüfungen. Er ist inzwischen auf dem Weg zur Werft, genauer gesagt zur Alderia.“
„Wenn er nicht der Chief wäre, würde ich dafür sorgen, dass der die Alderia nie mehr von Innen sieht“, murrte Kira.
Ban konnte es seinem XO nicht übel nehmen, dann es war mehr als die Pflichterfüllung, die Faggan auf den cylonischen Kampfstern trieb. Aber dem Chief konnte man es nun einmal nicht verbieten und seinen Job machte er leider ausgezeichnet, so dass die vermutliche Beziehung zum Chief des Cystars nicht so einfach unterbunden war. Befehle waren in der Hinsicht einfach nur sinnlos und das wusste auch Duncan, obwohl er dennoch Standpauken hielt und die Gefahren von Beziehungen und besonders solchen Beziehungen erläuterte und ein wenig übertrieb. So bedankte sich der Admiral der Kolonialflotte bei seinem Kommunikationsoffizier und klopfte seinem XO auf die Schultern. „Lässt sich nicht ändern“, antwortete Duncan. „Gibt es ansonsten Neuigkeiten?“
„Jep, Luna und ihre Leute sind gerade mit unseren neuen und den cylonischen Piloten zum Übungsflug gestartet. Wenn ich das richtig sehe, hat Luna heute ein ausführliches Programm in Planung. Die Piloten, die mit ihr gestartet sind, sollen später allesamt die höheren Positionen besetzen und deswegen dürfen die jetzt auch acht Stunden im Cockpit bringen und das nur mit ein paar kurzen Pausen zum Aufmunitionieren und –tanken.“
„Klingt gut – wir laden die Rohre in einer Stunde mit Übungsmunition und Luna soll Ihre Piloten dann instruieren, dass sie einen Angriff auf uns fliegen sollen. Ziel der Übung ist es, durch das Flakfeld in die Pylonen zu kommen. Das ist zwar nahezu unmöglich, aber die müssen ihre Fähigkeiten als Piloten verbessern. Später kann es darauf ankommen.“
Kira bestätigte und gab die Meldung weiter.


Gekapertes Basisschiff
Standort: Unbekannt
Auftrag: Reparatur, Informationsbeschaffung

Seitdem die letzten Widerstandsnester ausgerottet worden waren, gab es weder für die Marines noch für Liyans Krieger viel zu tun. Die Techniker beider Seiten hatten die Kontrolle an sich gerissen und führten die wenigen Reparaturen durch, die nötig waren. Den Cylonischen Ingenieuren tat diese Abwechslung durchaus gut, denn normalerweise, in der kolonialen Werft, waren sie diejenigen, die weniger Ahnung hatten und gegenüber den Menschen zurückstecken mussten. Aber hier, auf ihren Basisschiffen, die teilweise organisch waren, kannten sie sich viel besser aus. Zwar hatten die kolonialen Ingenieure seit Beginn des Bündnisses immer wieder auf den Basisschiffen gearbeitet, doch kamen sie mit den biologischen Komponenten noch immer nicht wirklich klar. Es war für sie einfach zu ungewohnt; die mechanischen Teile der Cylonenschiffe waren ihnen vollkommen begreiflich, die organischen jedoch waren unbekanntes Terrain, an das man sich nur langsam gewöhnte. Aber halbwegs kamen sie inzwischen damit zurecht und so konnten sie ihre cylonischen Kameraden unterstützen, während die Soldaten sich über den Kampf unterhielten und debattierten, was wann die richtige Vorgehensweise wäre.
Ellin interessierte das kaum. Sie dachte über die Geschehnisse betreffend Liyan und Mephisto nach. Noch schlief der Admiral der Rebellen, doch bald würde sie aufwachen und Antworten fordern. Vielleicht wäre sie sogar noch wütend. Verständlicherweise, dennoch konnte sie ihre Rache noch nicht haben, da hatte Duncan, der die Sicherheitsvorkehrungen aus diesem Grund auf seinem Schiff angehoben hatte, Recht. Noch brauchten sie diesen Mistkerl für Informationen und die würden sie bekommen, auf die eine oder andere Art.


Colonial One
Standort: Neu Caprica
Auftrag: Keiner

Einiges an Zeilen hatte er heute durcharbeiten können, auch wenn er noch lange nicht durch war, doch das genügte fürs Erste und deswegen gönnte sich Lieutenant Gaeta eine kurze Pause, Mit einer Tasse Kaffee in der Hand und dem Blick aus dem Fenster seiner Kabine auf die Siedlung dachte Felix über die Lage nach. Wie mochte es wohl in der Flotte zugehen, die entkommen war? Hatten sich Lee und William Adama bereits gegenseitig zerfleischt, weil sie sich wie so oft nicht einigen konnten? Suchten sie nach der Erde oder nach einem Weg, die Bewohner von Neu Caprica zu retten? Eigentlich konnte er zumindest diese Frage beantworten: Adama würde die Bevölkerung des Planeten nie aufgeben und doch gab es da diesen leisen Zweifel, der Felix daran erinnerte, wie unwahrscheinlich eine Rettung aus diesem übergroßen Gefangenenlager war. Manchmal fragte er sich, ob er diesen Code überhaupt übersetzen sollte, denn er würde den Menschen auf der Flotte die Hoffnung geben, doch etwas bewirken zu können, und das könnte ein großer Fehler sein. Denn Adama konnte es sich eigentlich nicht leisten, auf sie zu warten und somit in der Nähe Neu Capricas zu bleiben. Die Cylonen könnten sie finden, auch wenn sie nicht suchten, und eine Chance auf Rettung gab es nicht.
Auf der anderen Seite waren da die Widerstandskämpfer, die sich auf irgendeine Weise an die Legende des unbesiegbaren Adama klammerten, der sie schon irgendwie auf diesem Wahnsinn herausholen würde. Selbst Tigh und Tyrol klammerten sich anscheinend an diese Hoffnung und glaubten an die heldenhafte Rettung durch den Admiral, der niemals auch nur einen Menschen zurückgelassen hatte. Ein lächerlicher Euphemismus, der bei näherer Betrachtung schnell widerlegt werden konnte – die Valkyrie-Mission sprach eine verdammt eindeutige Sprache, wie Adama manchmal zu verfahren wusste. Anstatt es auf weitere Konfrontationen ankommen zu lassen, feuerte er einfach und tötete die Gefahr für die Kolonien, obwohl diese Gefahr nun ein eigener Mann war, schließlich war die Mission von Anfang an gescheitert gewesen. Der beobachtende Techniker von damals hatte die Missionsleitung noch verflucht, weil sie einen Tarnjäger mit aktiven Triebwerken hatten fliegen lassen.
Bis heute wusste niemand, warum das geschehen war, und manche vermuteten einfach einen Verrat der kolonialen Regierung und vor allem der Flotte, die um jeden Preis einen Krieg gegen die Cylonen wollten. Aber Adama traf all das nicht, wenn man sich ansah, wie Tyrol und Tigh immer noch an ihn glaubten, ansonsten wären sie nicht im Widerstand. Doch glaubte nicht auch er immer noch irgendwie an Adama? Immerhin arbeitete er gegen die Cylonen und für einen Widerstand, dessen Chancen er sich problemlos herleiten konnte. Ja, auch er vertraute darauf, dass Adama wartete und ihnen half – und wenn sie schon nicht siegen, also fliehen, konnten, dann sollten die Maschinen wenigstens bluten, so die Logik dahinter.
Er nahm einen Schluck seines Kaffees und verschluckte sich beinahe daran, als ihm ein gänzlich anderer Gedanke wieder durch den Kopf ging: Elyse. Es war schlichtweg zu einfach gewesen, die ganze Situation schon. Sie hatte zwar stets gezweifelt und überlegt, was das für sie bedeuten konnte, dann aber doch schnell nachgegeben. Für sie war das nur ein Spiel gewesen, ein Schachzug – oder war das seine Paranoia? Sicher konnte er sich nicht sein, aber er konnte sie testen und sich dabei einer einfachen Logik bedienen. Die Widerständler brauchten keine Hilfe, denn sie kannten die Gefahr, doch die Zivilisten, die des Widerstandes verdächtigt wurden, konnten die Hilfe gebrauchen. Sie waren sich keiner Gefahr bewusst und wollten diese auch nicht haben, sonst wären sie im Widerstand.
Diesen Leuten musste er zuerst helfen und das wäre durchaus eine Absicherung, weil er so nicht den Widerstand selbst traf, wenn er scheiterte, sondern einfache Zivilisten. Das war zwar eine überaus kaltblütige Rechnung, die dennoch aufging – die Zivilisten, die sich bedeckt hielten, bewirkten weniger als die Widerständler und sie liefen sogar noch Gefahr, zu Spitzeln oder Mitarbeitern der NCP zu werden, wenn ihre Versorgung zu schlecht wurde. Stabilisierte er diese Gruppe durch erhöhte Versorgungsleistungen über falsche Listen, senkte er den Rückhalt der cylonischen Machenschaften in der Bevölkerung und den Hass auf den Widerstand. Davon abgesehen setzte er den Widerstand dadurch keiner Gefahr aus, da ein Verrat Verdächtigte und keine Schuldigen traf und bei einer Aufdeckung von Elyses Handlungen, wenn sie ehrlich waren, ebenfalls. Seine Vorsichtsmaßnahme war sogar dann noch geschickt, wenn Elyse ihn nicht betrug, da sie nicht den Widerstand schützte, dafür aber Unruhen unter den Menschen, gegen die Widerständler oder nur die Cylonen, verhinderte, bis zu einem gewissen Grad natürlich nur.
Damit hatte er jetzt wenigstens sein Vorgehen zu Ende geplant; die letzte offene Frage in seinem Plan war beantwortet. Vorsicht war das absolute Gebot, denn sein Gegenüber, Elyse, wie sie sich nannte, war hundertprozentig mehr, als sie behauptete. Er trank den Kaffee aus und machte sich wieder an den Code – je schneller der übersetzt war, desto besser für den Widerstand und desto unbedeutender sein Tod.
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Niko



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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 09, 2009 7:03 am

Präsident Baltar

Baltar's provisorische Schlafstätte


Zwei Stunden nachdem sich Baltar mehr oder weniger hingelegt hatte, erwachte er durch sein eigenes Schnarchen. Als allmählich das Leben zu ihm zurück kehrte, öffnete er langsam seine Augen. Alles war noch ziemlich verschwommen. Als er sich aufrichten wollte, knallte er mit seinem Kopf gegen ein Holzbrett. Offensichtlich war er nicht in seinem Bett. Nach einer wehmütigen Schweigeminute, kroch er unter seinem Schreibtisch hervor und setzte sich auf den Schreibtischstuhl. Ein griff zu einer Dose deren Inhalt seine augenblickliche Rettung enthielt und er würde bald wieder einigermaßen klar in seinem Brummschädel werden. Gleich zwei Pillen gefolgt von einem Glas Wasser (ja Wasser!!!), waren bitter nötig. Gaius sah sich verstohlen um und fragte sich, ob jemand sein Schnarchen gehört hatte, oder noch schlimmer, ob ihn jemand unter seinem Schreibtisch hatte schlafen sehen? Im Grunde wäre es ja nicht so verwerflich am Schreibtisch einzuschlafen. Dies würde von harter Arbeit zeugen, läge da nicht dieser Whiskey Geruch noch in der Luft. Auch der übler Nachgeschmack in Baltar's Mund, machte ihm klar, wie unvorteilhaft es für ihn gewesen wäre, wenn jemand wie Cavil, Caprica Six, Felix Gaeta oder noch schlimmer Dragon ihn so vorgefunden hätte.
Baltar's blick fiel erneut auf das Schriftstück, welches er für die Siedler verfasst hatte. Ihm wurde mulmig bei dem Gedanken die Cylonen könnten die zweideutige Botschaft entziffern, so wie Caprica Six es konnte. Dann sah er auf seinen Terminkalender, für heute war noch ein Treffen mit dem Mann geplant, dessen Position er verdankte und mit dessen Hilfe sich die Menschen auf Neu Caprica herum schlagen mussten. In Baltars Augen trug Tom Zarek einen nicht unerheblichen Teil dazu bei, dass sich die Menschen überhaupt auf Neu Caprica befanden. Doch vorher würde sich Gaius Duschen und herrichten müssen, denn so konnte er ja wohl schlecht nach draußen gehen.
Eine halbe Stunde später war er ordentlich und gepflegt gekleidet und auch sein unangenehmer Nachgeschmack war Geschichte. So verließ er in Begleitung von Sicherheitskräften die Colonial One. Mit Hut, Sonnenbrille und hochgeschlagenem Kragen wirkte er beinahe wie ein amateurhafter Privatdetektiv, war aber immerhin nicht allzu leicht zu erkennen.
Nach einer Weile kam er schließlich an der Zelle an, in der Tom Zarek saß, welche er nun betrat.
„ Ich hoffe du hast über mein Angebot nachgedacht Tom.“
„ Das hab ich durchaus und ich kann dir sagen, dass nichts draus wird Mr. Präsident.“ Die letzten Worte sprach Zarek voller Verachtung aus.
„ Ich dachte du wolltest immer oben an der Spitze sein. Jetzt hast du die Chance, wenn du mich unterstützt.“
„ Wenn ich gewusst hätte, das du uns den Cylonen auslieferst, dann hätte ich dich niemals unterstützt.“
„ Ich habe uns nicht an die Cylonen ausgeliefert, sondern das Leben der Kolonisten bewahrt.“
„ Erzähl das denen, die wegen deiner Entscheidung ihr Leben ließen und denen die hier noch sterben werden.“
„ Tu nicht so. Es war doch deine Idee, das wir uns hier angesiedelt haben.“
„ Aber ich würde mich niemals den Cylonen ergeben.“
„ Ist das dein letztes Wort?“
„ Nein. Fahr zur Hölle Gaius! Das ist mein letztes Wort.“
„ Dann kann ich nichts mehr für dich tun.“
Mit diesen Worten verließ Baltar die Zelle und machte sich auf den Rückweg.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Apr 23, 2010 7:41 am

Zurück auf der Galactica war der erste Gang des Admirals zurück in das CIC seines Kampfsterns. Auf dem Weg dorthin überlegte er ob er wohlmöglich sauer auf seinen Sohn war, oder enttäuscht - oder ein anderes Gefühl als Beschreibung seine Bestimmung fand. Während des Fluges musste er sich eingestehen dass sein Sohn auch, aus militärischer Sicht, Recht hatte. Das rote Team, welches von Shaw angeführt wurde, waren allesamt Soldaten. Sie wussten um die Risiken bescheid. Bei einer Abwägung von 6 Leben und einer Battlestarcrew.....
Er wollte diesen Gedanken nicht zu Ende denken. Der Mensch traf im Laufe seines Lebens Entscheidungen. Er hatte eine getroffen und seine Entscheidung war Kara zu vertrauen. Für dieses Vertrauen war er auch bereit Menschenleben zu opfern. Und er würde diese Entscheidung wieder treffen, wenn es sein musste. Nun würde sein Sohn sicherlich als Einwand einwerfen ob der Alte Mann für jeden in seiner Crew solch ein Wagnis eingehen würde - oder nur für spezielle Personen?
Fakt war, dass Admiral Adama zu früheren Zeiten anders entschieden hätte. Bereit gewesen wäre für die Sicherheit Leben zu opfern. Saul hielt ihm zu diesem Thema stets die Mission der Valkyrie stets zum Besten. Das er den Befehl gab einen seiner eigenen Leute abzuschießen. Um das Schiff und die Kolonien zu schützen.
Doch was war nur seitdem geschehen? Es hatte sicherlich etwas damit zu tun dass Laura ihm immer wieder ins Gewissen redete. Dass jedes menschliche Leben seit dem Angriff auf die Kolonien der 12 Stämme nur noch kostbarer geworden war. Adama musste begreifen dies in seine Entscheidungen mit einbeziehen zu müssen. Jedes Leben war so kostbar geworden, dass man Vertrauen haben musste. Die letzten Menschen vertrauten einander. Sie bauten aufeinander auf. Dass sie niemals einander im Stich ließen.

Der Alte Mann schien wohl den wunden Punkt erwischt zu haben. Niemanden im Stich zu lassen. Adamas Entscheidung, die Siedler zurück zu lassen, nagte so schwer an ihm, dass er mittlerweile an seine Entschlossenheit zweifelte. Entscheidungen vielleicht anzweifelten. Doch sie war richtig. Aber warum empfand er sich nicht als richtig? Ein kurzer Moment der Stille kehrte in seinen Kopf ein. William Adama blickte sich in seinem fast leeren CIC um sich. So viele Gesichter fehlten. Das monotone Piepsen des DRADIS war seit der Flucht das einzig wirkliche Zeichen von Leben an Bord seines Kampfsterns.
An manchen Tagen stritt er sich mit seinem XO, weil der Alte Mann das CIC als zu laut empfand. Die Auszubildenden schnatterten den lieben langen Tag über belanglose Dinge, die nichts mit dem Dienst im CIC zu tun hatte. Der Admiral tadelte daraufhin die jungen Menschen, dass ihr Dienst zu wichtig war, die Flotte ihr gesamtes Vertrauen in das Können dieses jungen Menschen legte. Erinnerte sie immer wieder an ihre Pflichten. Erinnerte Tigh stets daran dass es sein Job als XO war die Disziplin aufrecht zu erhalten.

"Admiral, der neue Flugplan für die Staffeln. Sie wollten ihn vorher absegnen."

Helo übergab ihm einen Stapel Papiere. Adama nahm sie schweigend an. Für einen Moment blickte er Agathon ins Gesicht. So als würde er in die falschen Augen sehen, das falsche Gesicht. Sich vielleicht fragen was Helo an dieser Stelle zu suchen hatte. Warum Tigh seinen versoffenen Arsch nicht aus dem Bett bekam? Und da kam es dem Alten Mann wieder. Die bittere Realität. Warum Lt. Agathon der XO seines Schiffes war, und nicht Colonel Tigh. Warum sein CIC so leer war. Für Karl war diese Situation ein wenig unangenehm. Dachte dass er etwas falsch gemacht hatte. Denn der Admiral sah ihn nach einer Weile mit einem vorwurfsvollen Blick an. Traute sich beinahe nicht zu fragen, aber tun musste er es dennoch. Schließlich wollte er wissen wenn er etwas falsch gemacht hatte.

"Stimmt etwas nicht, Sir?"

"Durchaus!" antwortete der Admiral harsch.

Karl machte sich schon für eine Standpauke bereit. Aber der Admiral ließ die Papiere fallen und eilte mit großen Schritten aus dem CIC. Dass dies wortlos geschah machte Karl nervös. Denn Adama wirkte sehr angespannt. Lag es an ihm?

William rief sich etwas in Erinnerung, was er 1 Jahr lang verdrängte. Den Grund warum er Dinge tat, die er seit dem Angriff entschieden hatte. Und er wusste wo er die Ursache für all das fand. Die Ursache warum sein CIC so leer war. Die Ursache warum er sich schuldig fühlte das Richtige getan zu haben. Das Gespräch mit seinem Sohn rief wieder etwas in ihm wach, was in stark machte die Flotte zu führen. Was ihn befähigte die Worte von Roslin Einfluss nehmen zu lassen.
Die Ursache für all das Leid, welches die Menschen seit dem Genozid erfahren musste. Mit geballter Faust, indem er den Zorn hineinpresste, suchte er die Sicherheitszelle auf, die Tyrol damals für Sharon Valerii errichtete. Denn dort saß der Grund warum er Laura, Saul und Kara zurücklassen musste. Den Traum der Kolonisten je beendete. Der Grund warum er sich in dieser Situation befand. Die Cylonen waren ausschlaggebend für all das. Sie waren der Grund. Sie machten einen großen Teil seines Zorns aus. Und nun musste dieser Zorn zurückgezahlt werden.
In seinem Wahn machte er nur sie für sein Scheitern verantwortlich. Solange sie da war, konnte er nicht klar denken. Solange sie da war, konnten weder Tigh, Kara oder Roslin zurückkehren.

Von einem Marine nahm er sich eine Handfeuerwaffe und rückte in die Zelle ein. Sharon Valerii saß auf dem Bett und blickte zu ihm auf, nachdem sie zuerst die Waffe in seiner Hand sah. Ihre Augen rissen auf. Sie zeigte Emotionen der Angst. Ihre Augen begannen zu tränen. Ihre Hände krallten nervös in die Bettdecke hinein. Ihr Atmen wurde nervöser. Das Herz schlug so stark, dass sie jedes Pochen noch mit der Halsschlagader spüren konnte. Ein Gefühl der Kälte durchfuhr. Ließ sie frösteln.
Adama lud die Waffe durch und löste die Sicherung. Aus dem Hintergrund hörte er die Stimme von Karl Agathon, der den Admiral anflehte es nicht zu tun. Der neue XO musste wohl am Ende doch geahnt haben was der Alte Mann vorhatte, bzw. ein Marine hatte sich beim XO gemeldet.
Die Cylonin blickte immer wieder nervös zu Helo. Sie hatte Angst. Suchte Schutz und Geborgenheit. Wie ein Mensch es tun würde. Noch hielt Adama die entsicherte Waffe in der Hand. Der XO und die Cylonin warteten zittrig auf den nächsten Schritt des Admirals.
Der sah sie immer noch an. Den Feind und die Vertraute in einer Person. Was war nur mit ihm los?

So schnell wie der Zorn anstieg, so schnell wich er. Also sicherte er die Waffe und übergab sie dem XO. Karl nahm sie sichtlich erleichtert an. Blies die Backen auf, als er das Klicken der Sicherung vernahm. Admiral Adama fragte sich selbst was ihn zu dieser Handlung wohl getrieben hatte. War es wirklich nur das beinahe leere CIC? Der Zwist mit seinem Sohn? Sein Zweifeln an seiner richtigen Entscheidung? Der ängstliche Blick dieser Cylonin, die ihm Vertrauen entgegenbrachte - was sie durchaus in ihrem Tun bereits bewies - öffnete ihm nun die Augen. Tigh, Laura und Kara - sie waren keine Auslöser der Wut, sondern es war die Ungewissheit über sie. Die Ungewissheit über ihr Schicksal, wie auch dass der anderen Kolonisten, blockierte ihn. Sie ließ ihn zu emotional handeln und den Blick für die wesentlichen Dinge verlieren. Er erzählte Lee etwas über Vertrauen. Das war wohl der ausschlaggebende Punkt. All diese Menschen vertrauten ihm. Saul vertraute seinem alten Kameraden, dass er so schnell wie möglich kam und sie aus den Klauen der Cylonen befreite. Die Pauke, die er seinem Sohn hielt, war wohl eher an in selbst gerichtet. Und für diese Erkenntnis musste er erst mit einer Waffe in die Zelle des "Feindes" gehen.
Saul und die Anderen vertrauten darauf dass Adama kam. So wie er den alten Säufer kannte, tat er bestimmt alles um den Maschinen kräftig einzuheizen - sofern er noch lebte. Das war nun die Ungewissheit. Und mit dieser sollte nun Schluss sein.

"Lieutenant, haben wir noch Pläne und Aufzeichnungen der Kolonie?"

"Ähem, ja Sir!" antwortete Helo angespannt, da er keine Ahnung hatte was der Admiral wollte.

Adama wusste was er wollte. Ein Ende finden. Und dieses Ende musste vorbereitet sein. Sein XO vertraute ihm und so musste er auch seinem Freund vertrauen. Dass er alles in seiner Macht stehende tat um dem Martyrium ein Ende zu setzen. William musste darauf vertrauen, wie er es damals bei Kara in ähnlicherweise tat, dass unten auf der Kolonie ein Widerstand formiert wurde. Sie versuchten Kontakt aufzunehmen, weil sie sich sicher sein konnten dass jemand da war, der auf ihre Stimmen hoffte. Und dann gemeinsam den Cylonen den Arsch aufzureißen. Schnell und ohne Vorwarnung musste dies erfolgen.
Doch konnte er nicht blind in die Stellungen der Cylonen hineinrennen. Das wusste auch sicherlich die Crew auf dem Boden.

"Rufen sie die Pegasus an. Die Piloten sollen verstärkt die Neulinge und Ersatzleute schulen. Der Commander soll heute Abend auf die Galactica kommen. Wir arbeiten einen Einsatzplan aus.

Wir holen unsere Leute da raus!"

Karl nickte den Befehl nur noch ab. Der Admiral sah seit der Flucht nicht mehr so entschlossen aus. Was war mit dem alten Mann nur geschehen? Was war da gerade geschehen? Mit dem Verlassen des Admirals stürzte sich Helo in die Arme seiner Sharon. Sie zitterte noch immer am ganzen Körper. Krallte ihre Finge in die Uniform ihres Mannes. Die feuchten Tränen weichten langsam die Schulterstücke ein. Die Acht begriff noch weniger als Helo. Verstand nicht was eben geschah. Für Adama, der sich in sein Quartier zurück zog, war dies egal. Es reichte wenn er es verstand.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Apr 24, 2010 12:30 am

Lee blickte stumm in die Zentrale der Pegasus. Die Worte seines Vaters beschäftigten ihn noch immer. Im Nachhinein war es ihm doch nicht so egal, wie es ihm erschien oder wie irgendetwas in ihm es ihm vorgaukelte. Wahrscheinlich würde er sich nun Vorwürfe machen, hätte ihn der Admiral nicht von dieser Entscheidung abgehalten. Aber was sollte er schon tun, es war geschehen und vermutlich würde er wieder so handeln.
Ebenso würde er damit leben müssen, dass der alte Mann ihm dies auf ewig immer wieder vorhalten würde. Immer und immer wieder. Bevor er seine Gedankengänge vorsetzen konnte, wurde er von einem Crewmitglied unterbrochen.
''Commander'', hörte er, ''wir haben soeben eine Nachricht der Galactica erhalten.''

Lee reagierte kaum auf die Aussage des Offiziers, signalisierte diesem aber, das er zuhörte.
''Sie sollen sich am Abend auf der Galactica einfinden. Der Admiral möchte einen Einsatzplan ausarbeiten'', er bemerkte, wie der Offizier einen Moment lang stockte, als glaube er dem, was er sagen wolle selbst nicht so ganz, ''für eine Rettungsaktion'', fügte er an. Tonlos fuhr er fort: ''Außerdem sollen unsere Piloten verstärkt Neulinge und Ersatzpiloten schulen.''

Beinahe wäre Lee ein 'Wie bitte?' über die Lippen gekommen, allerdings konnte er es zurückhalten.
''Geben Sie das an den CAG weiter und rufen Sie Lieutenant Dualla in das CIC'', begann er, ''Außerdem lassen Sie einen Raptor für 1750 startbereit machen und melden Sie der Galactica meine Ankunft für etwa 1800.''

''Aye, Sir'', bestätigte der Offizier und führte die Befehle aus.
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Ban
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Apr 24, 2010 1:48 am

Battlestar Chronos
Standort: Werft der Rebellen
Mission: Schutz der Werft

„Wie ist die Übung gelaufen, Luna?“
„Gar nicht schlecht. Sie waren jedenfalls allesamt über dem Schnitt. Einige haben sich sogar sehr gut geschlagen, wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, als sie es bis in die Nähe der Pylonen geschafft haben.“
„In die Nähe? Sie waren im inneren Kreis, aber noch lange nicht durchgebrochen.“
„Mag sein, aber bei dem Abwehrfeuer war das nahezu unmöglich“, erwiderte Luna und erinnerte sich daran, dass selbst sie nur zur Pylone gekommen war, weil sie alle Raketen ihrer Viper zur Ablenkung in einem besonders günstigen Moment abgefeuert hatte, um in die Nähe des Rumpfes zu kommen. Von da an hatte nur noch ein geringer Teil der Jägerabwehr effektiv auf sie gefeuert und es war ihr gelungen, im Pylon aufzusetzen, wenn auch mit einer „beschädigten“ – simulierter Schaden – Maschine. „Obwohl ich der Meinung bin, dass mein Manöver hätte verhindert werden können, wenn die Geschützbesatzungen schneller reagierten.“
Ban nickte zustimmend. „Das war die zweite Abteilung, aber das ist wohl kaum eine gültige Ausrede. Wir werden auch in den nächsten Tagen weitere Übungen abhalten müssen – und in der nächsten Woche erste kleinere Übungen und Einsätze der Cystars.“
„Allerdings… Unsere Geschützkontrollbesatzungen haben zwei Jahre des Einsatzes hinter sich und können sich immer noch verbessern. Was ist dann mit den unerfahrenen Soldaten der Rebellen und der Neuen Kolonialflotte, die bestenfalls Basisschiffe und Jäger genutzt beziehungsweise gesteuert haben?“ Kiras Frage war rhetorisch. Der erste Offizier des mächtigen Kampfsterns ließ dabei jedoch außen vor, dass das „Problem“, das Luna angesprochen hatte, bestenfalls Feinarbeit war. In einem normalen Gefecht, bei dem ein solch massiver und gezielter Angriff durch Jäger stattfände, wären ohne Zweifel Jägerabwehrraketen eingesetzt worden und natürlich die eigenen Geschwader. Darüber hinaus war es selbst bei einer schnellen Reaktion der Geschützkontrolle noch Glück, ob die automatisierten Geschütze schnell genug umschwenkten, um einen solchen Angreifer zu treffen oder nicht.
„Im Detail betrachtet sieht es dann doch etwas besser aus“, meinte Ban, „was aber nichts an der Notwendigkeit der Prüfung ändert, denn trotz der Übungen, die bisher stattgefunden haben, sind die neuen Besatzungen im richtigen Kampf mit diesen Schiffen komplett unerprobt. Sie müssen also zumindest mit der Theorie vertraut sein. Wie dem auch sei, gibt es Erkenntnisse von dem Gefangenen?“
„Diesem Mephisto?“, fragte Donovan nach und fuhr nach einer bestätigenden Geste Duncans fort. „Ja, in einem normalen Verhör ist er ausgesprochen schweigsam und spricht bestenfalls schwer zu deutenden Unsinn. Mit etwas härteren Methoden lässt sich jedoch etwas mehr in Erfahrung bringen, obschon sich unsere Leute noch sehr zurückgehalten haben. Nur ein paar Schläge und Drohungen, Sir. Dennoch… er verrät nicht viel und auch nichts sonderlich Zusammenhängendes, aber einige Details konnten wir herausarbeiten und teilweise sogar prüfen, mit positivem Ergebnis. Das meiste, das er von sich gibt, ist jedoch Chaos.“
„Wir müssen bei Gelegenheit unsere Verbündeten um Unterstützung bitten; sie kennen die Cylonen wesentlich besser als wir, können mit dem, was wir Unsinn nennen, möglicherweise etwas anfangen.“
„Mag sein, Ban, aber wir müssen Liyan auf jeden Fall von ihm fernhalten und das könnte sie uns übel nehmen…“
„Ja, hoffentlich erkennt sie dennoch den Wert, ansonsten wären wir gezwungen, direkt mit Inviere zu kooperieren.“ Duncan schluckte hinunter, dass eine gewisse Ironie darin lag, mit einer Verräterin der Kolonien an die Cylonen, die daraufhin die Cylonen an die Rebellen verraten hatte, nun auch noch die Anführerin der Rebellen zu umgehen, was diese als Verrat auslegen konnte. „Vorerst ist Liyan jedenfalls mit Edgars und einigen unserer Marines auf dem Basisschiff und sowohl der Major als auch die Rebellen sehen die taktische Relevanz des Gefangenen.“
„Ich sähe es lieber, wenn wir dort eine Sicherheit hätten“, meinte Kira. „Ansonsten haben wir bald noch eine Krise.“
„Wenn wir weitere Marines entsenden, ist das ein Affront gegenüber den Rebellen, der das auch bewirken kann. Im Übrigen wären wir bei einer solchen Krise ohnehin im Nachteil“, erwiderte Duncan und erinnerte sich des nuklearen Arsenals seines Schiffes. Die Cystars hatten jeweils nur sechs nukleare Raketen geladen, modifizierte cylonische Modelle, während die Basisschiffe der Rebellen in dieser Hinsicht ebenfalls nur mager bestückt waren. Wie in den Kolonien waren auch bei den Cylonen Nuklearwaffen nur in geringem Maße verfügbar, wenn man von denen absah, die einzig für die nuklearen Schläge gegen die Kolonien produziert worden waren. Dadurch gestaltete es sich ebenfalls als schwierig, die eigenen Bestände aufzustocken, denn nicht einmal jeder cylonische Basestar verfügte noch über nukleare Waffen, was allerdings angesichts gewisser Sabotageakte der Rebellen für die Cylonen eher ein Vorteil war. „Solche Konflikte sollten wir umgehen und unser Doktor kann auf sich aufpassen“, bekundete er dann. Tatsächlich traute er es Ellin durchaus zu, die Situation gewaltfrei halten zu können, aber das minderte nicht die Sorgen, was passieren konnte. Ginge es nach ihm und gäbe es keine strategisch-diplomatischen Erwägungen, hätte er die Chronos in der Nähe des gekaperten Schiffes belassen.
„Dann wäre noch über den Verlauf der Konstruktion zu diskutieren und mögliche erste Missionen nach der Fertigstellung…“

Gekaperter Basestar
Standort: Unbekannt
Mission: Reparatur und Konfliktbehebung

Während die Gespräche auf dem Kampfstern fortgesetzt wurden, sah sich die Chefärztin des Kampfsterns weit entfernt von diesem mit einem anderen Problem konfrontiert, nämlich dem, dass bald eine wütende Liyan erwachen und nach Mephisto verlangen würde. Sobald sie daraufhin die Erklärung bekäme, dass die Kolonialen diesen auf ihr Schiffe gebracht hätten, wäre der wütende Oberbefehlshaber der Rebellen ihr Problem. Nicht ohne Grund hatten sich die verbliebenen Marines im Hangar gesammelt – gut, der Hauptgrund dafür war, dass sie bald zurück auf die Chronos gebracht würden, da die Situation auf dem Basisschiff geklärt war. Auch die Reparaturen, nötig geworden durch den Präzisionsbeschuss der Chronos, der ferner das Ziel gehabt hatte, die nötigen Spuren zu hinterlassen, um die Suchtrupps des Gegners von der Zerstörung des Basisschiffes zu überzeugen, gingen zügig voran, während die Computerspezialisten beider Seiten versuchten, Verschlüsselungen zu umgehen und Daten zu sichern, die in den Speichern des Schiffes verborgen lagen.

Neu Caprica
Standort: Frachter Prometheus
Mission: Schachzüge

Es war eine ruhige Nacht gewesen, in der er zumindest einige Stunden hatte schlafen können, und auf sie folgte ein ebenso ruhiger Tag. Die Listen der Besatzer wurden fertig und die letzten Änderungen waren schnell berücksichtigt – wie in all den Gesprächen mit den Vertretern der Besatzer zeigten die sich zufrieden mit der Arbeit des Menschen. Manchmal glaubte er zu erkennen, dass sie ihn mit dem Präsidenten gleichsetzten; ein Vorwurf, den er nicht gänzlich entkräften konnte, denn viele Entscheidungen und Erklärungen des Präsidenten trugen zumindest teilweise Gaetas Handschrift, waren von diesem verändert worden, um die herrschenden Maschinen zu beruhigen. Gaeta konnte keinen Aufruhr gebrauchen, der den Präsidenten für die Cylonen endgültig nutzlos machte, denn das hätte seine Degradierung zu einem simplen, wenn auch höher gestelltem, Beamten der Besatzungsregierung zur Folge. Also stützte er Baltars Position durch Manipulationen, die angesichts des nicht vorhandenen Interesses des Präsidenten für sein Volk und seine Position ausgesprochen einfach durchgeführt werden konnten. So hatte er über Baltar auch seine Position gestärkt, aber sicherlich nicht wenig für den Hass der Kolonisten auf „ihren“ Präsidenten getan.
Das wiederum störte ihn nicht, denn die Inkompetenz des Präsidenten gepaart mit seinem Desinteresse, irgendetwas zu tun, hätte diese Wirkung auch alleine erreicht – wie es bereits vor Ankunft der Cylonen geschehen war. Im Übrigen stand er dadurch nicht besser da: Je nützlicher die Cylonen ihn fanden, desto mehr hassten ihn die Kolonien. Sollte die Rettung durch die Galactica und die Pegasus doch noch Wirklichkeit werden, stünde Gaeta ohne Zweifel offener Feindseligkeit seitens seiner einstigen Gefährten auf dem alt gedienten Kampfstern gegenüber. In dieser Hinsicht wäre es vielleicht sogar sinnvoller, wenn er während der Befreiung umkäme, bei einem Attentat zum Beispiel. Aber das war optimistische Zukunftsmusik, um deren Umsetzung er sich Gedanken machen konnte, wenn sich die Konturen eines Kampfsterns am Himmel abzeichneten, wenn Viper und Raider über der Stadt kämpften und Trümmer auf die Zelte und Schiffe fielen. Falls das jemals geschehen sollte.
Jetzt musste er sich zuerst um andere Dinge kümmern, denn der Abend nahte und auf ihn wartete der nächste Teil dieses Spiels um Neu Caprica. Ein schwaches Grinsen kam bei diesem Gedanken über seinen Lippen, als er all das, was auf dem Planeten geschah, für einen Augenblick als gigantisches Schachspiel begriff, in dem er nur eine der Figuren war. Doch der Vergleich hinkte, denn nach gültigem Wissensstand konnte er selbst entscheiden, Figur und Spieler zugleich also. Dennoch tat der Galgenhumor seine Wirkung, bis sein Gesicht wieder zu der ausdruckslosen Miene verkam, die er immer zeigte, wenn er mit den Cylonen oder den anderen Mitarbeitern der Behörde arbeiten musste – Mitarbeitern, die ihm unterstellt waren.
Wie so oft meldete er sich bei der NCP-Wache am Ausgang der Colonial One ab, wobei er in die Augen des Menschen sehen konnte und allein dadurch einen einstigen Techniker der Galactica erkannte. Der einstige Soldat erkannte ihn ebenso, beide sahen also einen Verräter an, doch erkannte Gaeta keine Abscheu in den Augen des anderen, sondern einzig Angst. Die Angst vor seinem Kollegen, der auf der anderen Seite der Tür stand und ihn verraten konnte, wenn er eine falsche Bewegung machte, die vermuten ließ, dass er auch nur im Geringsten noch an die Rangordnung auf dem Kampfstern dachte. Denn allein das konnte ein Zeichen sein, dass man zum Widerstand gehörte. Gaeta wünschte den beiden einen schönen Feierabend, denn ihr Dienst müsste bald zu Ende sein, und ließ sich nichts anmerken, schon gar nicht die Ironie in eben diesem Satz. Dann schlug er einen Weg ein, der ihn zu jenem Wald führte, in dem er des Öfteren unterwegs war, wenn sein Dienst beendet war, denn in die Stadt konnte er nicht, ohne sich der Gefahr auszusetzen, als Verräter zusammengeschlagen zu werden.
Früher war ihm das verboten gewesen, doch die Cylonen glaubten längst nicht mehr, dass Gaeta auf Spaziergängen Verrat begehen konnte, immerhin hatte er nie etwas von Bedeutung bei sich gehabt, höchstens mal ein harmloses Buch – Romane, Geschichtswerke und ähnliches. Doch selbst die Eindrücke dieser Kontrollen konnten täuschen und es gab andere Möglichkeiten, Informationen weiterzugeben – aber niemand dachte an alles, oder? Nachdem er außer Sicht der Colonial One war, änderte er die Richtung und hielt auf die Prometheus zu. Jenen Frachter, an dem er Elyse treffen sollte. Das zentrale Schott des toten Schiffes stand offen und war von außen praktisch nicht einsehbar, doch Elyse würde es nutzen, um ins Innere des Schiffes zu gelangen beziehungsweise auf ihn zu warten und dafür einen Überblick zu haben. Und dort würde Gaeta warten, der bereits eine Viertelstunde vor dem ausgemachten Zeitpunkt dort ankommen würde.
Mal sehen, ob sich die Ungewissheit wenigstens in Teilen lüftet…
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Boomer
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Apr 30, 2010 7:42 am

Neu Caprica

Cassandras Vorbereitungen waren sorgfältig überlegt. Sie musste Gaeta von ihren Absichten, den Menschen der Kolonie von Neu Caprica helfen zu wollen, überzeugen. Sie rechnete damit dass er eine gewisse Skepsis behielt. Sie würde es an seiner Stelle genauso tun. Doch am Ende würde sie ihm keine Wahl lassen. Ihr Plan war es Gaeta von sich abhängig zu machen. Ihre Informationen sollten ihn, wie einen Junkie, geradezu süchtig machen.
Gaeta war insgeheim besorgt um die Menschen. Er half weit ab jeden Verdacht so gut wie er konnte. Familien, denen die Cylonen Angehörige töteten oder in das berüchtigte Stadtgefängnis der NCP verschleppten, kamen so eine bessere Versorgung zugute. Wenigstens ein kleiner Trost, denen er ihnen spenden konnte. Ob die Menschen überhaupt wussten wem sie es zu verdanken hatten? Auf Gaeta kämen sie wohl nie im Leben. Schließlich war er in derselben Kategorie wie die Mitglieder der menschlichen NCP - Abschaum! Doch gerade diese Stellung, die linke Hand Baltars zu sein, verhalf ihm im Verborgenen und fern jeder Verdächtigung, den Kolonisten zu helfen.

Cassandra wollte genau dieses Bestreben Gaetas ausnutzen. Er würde zunächst distanziert und sehr vorsichtig ihre Hilfe "ausnutzen". Damit rechnete sie fest. Er wollte sicher herausfinden wer Elyse in Wahrheit war. Eine verborgene Agentin, was der Wahrheit entsprach, oder eine weitere Sharon. Ja, jeder Cylon wusste von Sharon Valerii Nummer 2. Sie war als Verräterin abgestempelt worden. Nur sprach es niemand laut aus. Denn Boomer und Caprica Six hatten immer noch großen Einfluss auf die Gemäßigten. Die immer noch an einen wahren Frieden mit den Menschen glaubten. Erst wenn Cavil seine Machtposition gestärkt und verfestigt hätte, wären Caprica und Boomer wieder schnell vom Tisch. Der Krieg ginge wieder mit voller Intensität weiter. Die Vernichtung der Menschheit wäre wieder das primäre Ziel der Cylonen, so wie es der Plan auch vorsah. Nicht diesen wackeligen Frieden, denen man den Menschen aufzwingen wollte, nachdem man ihre Heimatwelten im nuklearen Feuer versenkte.

Felix Gaeta, wie auch Baltar, käme es wohl sehr gelegen wenn Boomer und Six weiterhin das Sagen hätte. Hätte Cavil die volle Kontrolle, würde Neu Caprica keinen einzigen menschlichen Einwohner mehr haben. Die Cylonen waren zu zahlreich, selbst für den Widerstand. So vertraute Dragon auf den heimlichen Samariter Felix Gaeta.
Und diese Seele musste sie mit Balsam beglücken. Also musste sie überlegen wer Felix Gaeta überhaupt war. Seine Akte, die die Cylonen und die kolonialen Kräfte über ihn anlegten, beschrieb ihn als sehr loyal und pflichtbewusst. Ein zuverlässiger Offizier mit einem sehr großen Sinn für Rechtschaffenheit. Er hasst die Cylonen genauso wie die Menschen, die der cylonischen Kolonialbehörde auch noch halfen die Menschen zu unterdrücken. Gäbe sie ihm eine Waffe in die Hand, würde er sicherlich jeden Einzelnen dieser Bastarde erschießen. Keine Fragen und kein Gericht. Einfach nur das Projektil in die weiche Gehirnmasse jagen und danach ruhig schlafen gehen.
Diesen Punkt musste sie bei ihm besonders anspornen. Den Ehrgeiz Gaetas packen diesen Mistschweinen eins reinzuwürgen. Gerechtigkeit walten lassen zu können. Cassandra notierte sich im Geiste diesen Punkt Felix eine Art Waffe in die Hand zu drücken. Und ihr kam am Mittag dabei eine sehr pragmatische Idee.

Ein weiterer Punkt war die Hoffnung und der Glaube der Menschen. Lt. Gaeta schürte mit seinen geheimen Taten die Hoffnung der Menschen auf ein hoffentlich baldiges Ende. Er half ihnen zu überleben ohne selbst je Dank oder Lob erwarten zu können. Wie es sich wohl damit lebte? Schließlich würde jeder Kolonist Gaeta ans Leder wollen. Er fühlte sich sicher nicht wohl wenn er durch die engen Gassen der Zeltstadt ging. Man sah ihn bestimmt hasserfüllt an, obwohl er ihnen in Wahrheit stets nur das Beste wünschte und auch dementsprechend handelte. Jedoch war er zum Hass verflucht. Solange dies war, konnte er sein gutes Werk verrichten. Er selbst konnte dies nur tun wenn er selbst die Hoffnung nicht aufgegeben hatte eines Tages die Cylonen bezahlen zu zahlen, oder zumindest heil von dieser Kolonie zu verschwinden.
Sein Glaube, seine Hoffnung konnte leicht benannt werden. Dragon war sicher dass die Menschen denselben Hoffnungsschimmer teilten. Die Hoffnung der Menschen, den die Cylonen nicht brechen konnten, war der Fluch der Cylonen - der Battlestar Galactica!
Eigentlich nichts weiter als ein alter fliegender Schrotthaufen aus vergangenen Kriegstagen. Aber dieser Schrotthaufen, mit dem Namen Galactica, war den Cylonen bis heute ein Dorn im Auge. Wie oft war dieses Schiff tatkräftig an den größten Niederlagen der Maschinen beteiligt gewesen? Wie oft hatte dieses Schiff sicher geglaubte Operationen empfindlich gestört? Wie oft wurde die Galactica geentert, und dennoch scheiterten sie immer wieder!

Eigentlich war die Galactica nur ein Stahlhaufen mit Namen. Doch es war die Symbolkraft welches die Galactica ausstrahlte. Es hätte auch ein kleiner Frachter sein können, der Melinda hieß. Für die Menschen war dies einerlei. Allein die Hoffnung, die dieser alte Kampfstern auch heute noch vermittelte, zählte für die Menschen. Und sie wussten auch wie sehr die Cylonen dieser Kampfstern ärgerte. Auch über 40 Jahre nach dem Krieg führte dieses Schiff erneut die Hoffnungen aller Menschen an. Und die Galactica war siegreich gegen die übermächtigen Cylonen. Nur mit Wonne erzählten die Alten Geschichten aus frühen Kriegstagen bis hin zur letzten Schlacht über einem Eismond Taurons. Die Columbia wurde an jenem Tag vernichtet, aber die Galactica hielt solange durch bis die Cylonen aufgaben. Denn sie wussten dass der Kampfverband der BSG 75 bald auch die letzten cylonischen Kräfte aufgerieben hatten. Ob Felix wohl ein Lächeln über die Lippen kam wenn die Cylonen sich über die Unverfrorenheit der Menschen aufregten? Cavil jedenfalls dachte sogar daran die koloniale Geschichte in der von Roslin geleiteten Schule verbieten zu lassen, bzw. die Wahrheiten der Cylonen unterrichten zu lassen. Dass die Galactica jedes Mal nur Dusel hatte - die Menschen nur Glück hatten. Ihnen somit die Symbolkraft dieses alten Museums zu nehmen.

Neben der Galactica gab es auch noch den alten Mann - William Adama. Dieser Mann, in Verbindung mit dem Kampfstern, konnte einen Cylonen durch die Decke gehen lassen. Die Menschen glaubten dass Adama sie herausholte. Dass die übrige Flotte immer noch da draußen war und nur einen geeigneten Moment abwartete. William Adama war dafür bekannt niemanden im Stich zu lassen. Jedoch hatte seine weiße Weste auch schwarze Flecken. Die Cylonen wussten von der Mission der Valkyrie. Gaeta mochte den alten Mann. Dass hatte er in der Vergangenheit besonders Baltar spüren lassen. Caprica Six erzählte dass Felix gerne Adama zitierte, oder manchmal dessen Haltung einnahm, um Baltar nicht an die Gurgel gehen zu müssen. Es war ein Art Ventil für den ehemaligen Brückenoffizier. Natürlich blieb Felix dabei charmant und professionell. Schließlich war am Ende Baltar der Präsident und Marionette der Cylonen - also hätten die Cylonen keinen Gefallen daran dass jemand ihre Puppe auf derlei Art unterminierte.

Es war ein weiterer Punkt den Cassandra unbedingt in Betracht ziehen musste. Gaeta war sehr intelligent. Sie wollte ihm in seiner Intelligenz schmeicheln. Ihm das Gefühl überlassen er hätte alles im Griff. Sie musste sich ab und an merkwürdig verhalten. Eine zu perfekte Show würde er durchblicken und dann wäre es nur ein andauerndes Schachspiel der Beiden. Eine Pattsituation wäre wohlmöglich die Folge. Also war es von Nöten sein Vertrauen langsam und behutsam zu gewinnen. Ihn hin und wieder in die Ungewissheit zu verfrachten, aber auf der anderen Seite ein unverzichtbares Mittel für seine eigenen Pläne zu sein. Er sollte sich sicher sein in seinem Handeln. Doch diese Sicherheit sollte nur trügen.

So machte sie sich zum Treffpunkt auf. Ein alter Containerfrachter, die Prometheus, war ein sehr gutes Ziel. Gaeta verstand sein Handwerk. Dieses Schiff lag abseits und niemand hatte Interesse am alten Frachter. Auch weil, von den Menschen, niemand so dumm wäre hierher zu gehen. Ungünstigerweise musste man durch die Sicherheitszonen der Cylonen hindurch. Scheinwerfer und Wachen alle paar Meter. Doch wer sich auskannte und wusste wo und wann er hindurchschlüpfen musste - war die Prometheus ein idealer Treffpunkt. Felix wusste um diesen Umstand. Er hielt sich auf dem Laufenden über derlei Dinge.
Cassandra, oder jetzt Elyse, nutzte die Dämmerung. Umging geschickt die Patrouillen der Centurios, um dann auf den alten Trampelpfad zu gelangen. Der führte schließlich zur Prometheus.
Die Nummer 8 verfiel in ihre Rolle als cylonische Bürotippse und vergaß für den Augenblick jede taktische Herangehensweise. Etwas unbeholfen schlich sie sich durch die kalte Abenddämmerung Neu Capricas. Wie ein scheues Reh sah sie sich um. Krallte an ihrem Mantel und erhöhte ihre Atmung so, als würde sie unter ängstlicher Anspannung stehen. Sie ahnte dass Felix sie sicher beobachten würde. Weshalb sie auch den Weg nahm, welcher man hundert pro nehmen würde, wenn man vom Zentralgebäude der Kolonialbehörde zu dieser Stelle gelangen wollte. Ein gewagtes Unternehmen wenn die Wachen einen erwischten. Für Gaeta wollte sie einen Grund finden "sauer" auf sie zu sein. Es wäre ein Indiz für sie dass ihm die Infos sehr am Herzen lagen und den Eindruck vermitteln dass er wirklich eine verblödetet Tippse erwischt hatte, die mehr Glück als Verstand hatte. Noch ein Stück blöder und sie wäre den direkten Weg auch noch gegangen, quer über die Abstellflächen der anderen Schiffe.

Wenn sie ihm diesen Eindruck vermittelte, würde er ihr innerhalb der Prometheus am liebsten die Gurgel gehen wollen. Schließlich könnte sie die Wachen auch zu ihm locken. Die Raider am Himmel könnten ihn aufspüren und dann wäre der Käse für immer gegessen. Natürlich wusste Cassandra dass ihr niemand gefolgt war. Die Centurios liefen auch unverändert ihre Bahnen ab. Sie hatte nichts am Verhalten manipuliert, sonst wäre Gaeta schnell wieder weg. Er war nicht dumm und taktisch geschult. Kannte also das Vorgehen der Wachen, wie auch den Ablauf.
Nein, Felix sollte sie wie einen frischen Rekruten behandeln, dem man das Einmaleins der Grundausbildung beibrachte. Vielleicht würde er laut werden, das war im Bereich des Möglichen. Obwohl es Cassandra hasste angeschrieen zu werden. Die Cylonin musste sich demnach beherrschen, sonst ginge es Gaeta an den Kragen.
Also tapste sie Richtung zentrales Schott, welches sehr gut in einem Beobachtungsbereich für Späher lag. Sie blickte sich um und keuchte die warme Luft schnell wieder aus, die sich dann in einer Nebenschwade vor ihr abbildete. Auf ihren Schultern hatte sie ein merkwürdiges Gefühl. Das Gefühl beobachtet zu werden.

"Na dann, Felix Gaeta, mögen die Spiele beginnen!" dachte sie sich.

Dragon stöckelte unbeholfen am Schott hoch und verlor, absichtlich aber gekonnt, das Gleichgewicht. Ihr Gewicht trieb sie nach hinten und die Erdanziehung tat den Rest. Unbeholfen fiel sie auf ihren Hintern und verlor dabei die "wichtigen" Papiere aus dem Mantel.

"Verdammte Tippse!" dachte sie selbst über sich und lachte dabei innerlich.

Weiter in ihrer Rolle benahm sie sich angestrengt vorsichtig, was aber unbeholfen aus der Ferne aussehen musste. Aber dieses Verhalten würde dem entsprechen was Gaeta von ihr zu sehen bekam. Sie war sie sicher dass der erfahrene Offizier sich auch Bild von ihr machen wollte, ohne mit ihr zu sprechen. Damit seine grauen Zellen anregen ob diese Cylonin wirklich alles nur spielte oder er wirklich ein so verdammtes Glück hatte an eine vertrottelte, aber gutherzige, Cylonentippse gelangt zu sein.

Beim zweiten Versuch schaffte sie schließlich den Einstieg in die Prometheus. Nun hieß es warten. Während sie wartete, kontrollierte sie ihre kleine Fallenkostprobe. Für den ersten Lauf war die Liste echt. Einige Namen standen in Verbindung mit dem Widerstand, andere waren Opferfamilien, und wenige Namen gehörten bereits Verstorbenen. Was Gaeta aber wohl das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen sollte, waren die mit Sternchen markierten Namen. Sie entstammten aus der Rekrutierungsliste der NCP. Neue Rekruten, die bekannter Weise für die Cylonen spionierten. Es war traurig, aber wahr. Die Menschen verrieten für eine Anstellung bei der NCP ihre alten Kameraden. Aus unterschiedlichen Gründen entschieden sie sich für die begehrten Plätze. Denn sie versprachen warme Decken, Speisen, Wasser und Ruhe vor den Centurios und den Verhörmaßnahmen durch Cavils Leute.
Menschen taten ihresgleichen den Verrat an um ihre eigene Familie, oder Bedürfnisse, zu schützen und zu versorgen. An für sich ein nachvollziehbarer Grund. Aber zur falschen Zeit und falschen Ort. Die Kolonisten lynchten jeden NCP Officer, der ihnen bekannt war.
Gaeta würde sicherlich wissen wollen was die Sternchen zu bedeuten hatten. Dieser Verteilungsschlüssel war neu und nicht einmal Baltar bekannt.
Wenn Felix den Wert dieser Info erkannte, den auch sicher der Widerstand zu schätzen wüsste, würde er sicherlich Elyse dazu "zwingen" weitere Namen preis zu geben. Der Gerechtigkeitssinn sollte sich bei ihm melden und sein Hass auf die Menschen sein Urteil langsam trüben.

Wenn das geschehen sollte, wobei sie auf die Vorsichtigkeit Gaetas nicht außer Acht ließ, hatte sie ihn dort wo er sein sollt. Dann führte er sie langsam zu den Mitgliedern des Widerstandes. Sie würde jeden Menschen ausschalten, dem sie ihn preisgab. Gaeta verwandelte die Bedarfsliste in eine Todesliste - und das ohne zu merken.....

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Gekapertes Basisschiff


Nur mit größter Anstrengung konnten die Rebellen und Menschen die cylonische Anführerin Liyan von Mephisto trennen. Das Beruhigungsmittel verfehlte seine hoch dosierte Wirkung nicht. Liyan schlief und ihr ewiger Alptraum fing sie erneut ein.
Sie erinnerte sich wieder an jene Augenblicke zurück als die Cylonen, ihr eigenes Volk, ihr alles nahmen.
Dabei erinnerte sich nicht nur ihr Geist an die Schmerzen und Pein, sondern auch ihr Körper erinnerte sich an jeden Schlag und Stromstoß, der durch ihre Adern gejagt wurde.
Liyan zuckte bei jedem Erinnerungsblitz mit dem gesamten Körper. Sie begann zu schwitzen und wimmern. Immer lauter wurden ihre Schmerzlaute. Als wäre sie in diesem Schmerz gefangen und konnte ihm nicht entkommen.
Sie konnte wie damals alles riechen und schmecken, so als würde sie diese Momente auf ewig durchleben.

Erneut erlebte sie mit wie die Cylonen in das Schlafzimmer eindrangen und ihren Liebhaber drangsalierten. Wie sie ihre Kehle heißer schrie und um sein Leben flehte. Doch ihre Brüder und Schwestern kannten keine Gnade. Nicht einmal für diese Nummer 8. Sie schlugen und traten sie. Dabei verlor Liyan das Kind, welches sie von ihrem Liebhaber empfangen hatte. Anschließend erlebte sie wieder die Zeit im Gefängnis. Wie die Cylonen sie quälten und folterten. Sie schmeckte wieder das Blut, ihr Blut, welches in ihren Mund lief. Spürte die Schläge auf ihren geschundenen Körper. Dabei hielt sie ihre Arme schützend über den Bauch, im Glauben immer noch das Kind zu schützen. Doch dabei hatte sie dieses Leben längst verloren. Und irgendwie hatte sie es auch gewusste. Irgendwie hatte sie diese Leere in sich gespürt, obwohl sie dieses menschliche Muttergefühl nicht kannte. So musste sich also die aktuelle Galactica Sharon gefühlt haben. Dieses Gefühl hatten ihr die Cylonen ebenso gestohlen.

Nach den schrecklichen Szenen in der Zelle erinnerte sie sich wieder an die Bühne. An jenen Ort, wo der bewaffnete Widerstand seinen Anfang nahm. Wie ihr Mann präsentiert wurde und anschließend, nur um sie zu quälen, ein Exempel zu statuieren, eine Sechs die Waffe an dessen Schläfe hielt und vor ihren Augen abdrückte. Liyan schrie und heulte hier nicht nur im Traum. Ihre Qual war so laut, dass ihre abgestellten Elitekrieger sie hörten. Es war ohrenbetäubend und durchdringend. Schmerz und Trauer waren deutlich zu hören. Aus Sorge um Liyan sahen sie nach ihr. Zwei Achten gingen hinein und erlebten eine böse Überraschung. Liyan schlug beide Cylonen nieder. Es ging so schnell dass sie nicht einmal die Zeit hatten zu erschrecken. Eine der beiden Achten entwaffnete sie und ging hinaus. Ihr Blick war voller Zorn und Entschlossenheit.
Sie wollte denjenigen Suchen, der für ihre Qual die Verantwortung trug. Sie wollte ihn bestrafen, so wie er sie bestraft hatte. Der Foltermeister der Cylonen, der so viele Rebellen und Menschen folterte, sollte nun seine Rechnung eiskalt serviert bekommen. Und nur sie durfte sie ihm servieren.

Auf dem Weg durch das Basisschiff traf sie weitere Cylonen, bestehend aus einer Gruppe von Zweien und Sechsen. Sie fragte sie wo der Gefangene war. Und sie antworteten auch wahrheitsgemäß - schließlich war es Liyan. Er war im Hangarbereich in einem schweren Raider untergebracht worden. Und Liyan suchte nun diesen Raider auf.
Die Truppe setzte ihren Gang fort und traf wenig später auf eine cylonische Ärztin. Sie versorgte die niedergeschlagenen Achten. Eigentlich wollte sie nach Liyan sehen.

"Was ist hier geschehen?" fragte die kommandierende Sechs besorgt und aufgeregt.

Die Ärztin, ebenfalls eine Sechs, antwortete ihr prompt darauf. Es war nicht zu übersehen was hier geschehen war.

"Sie sollten die Menschen warnen. Liyan ist bewaffnet und läuft auf diesem Schiff herum!"

Die Nummer 6 erschrak. Riss die Augen erschrocken auf als ihr bewusst wurde was sie getan hatte. Liyan war auf dem Weg zu Mephisto. Sie war auf dem Weg ihn zu töten. Die Sechs informierte sofort den Rest des Teams. Eine ziemlich angepisste Liyan war auf dem Weg zu Mephisto.

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Mephisto wartete derweil geduldig im Raider. Die Menschen hatten versucht ihn zu brechen. Doch außer wertlosen Müll und ein lachen mitten ins Gesicht hatte er ihnen nicht gegeben. Es war nur eine Frage der Zeit bis sie mit einer härteren Gangart anfingen. Sollten sie doch. Mephisto war selbst Experte für Folter. Er wusste was ihn erwarten würde und wie er selbst Wahrheitsdrogen widerstehen konnte. Die Menschen hatten keine Ahnung über die cylonische Physiologie und die Wirkung von Drogen, wie Folter, auf den cylonischen Körper. Er konnte einfach den Schmerz abschalten, sich geistig zurückziehen. Darauf warten bis die Menschen ihn umbrachten. Er würde sie auch noch dabei kräftig anlachen.

Als kleine Klamauk lachte er den Wachen innerhalb des Raiders immer wieder ins Gesicht. Zeigte sich gerne überlegen und erinnerte sie immer wieder daran dass eines Tages sie auf seinem Stuhl sitzen würde. Er hatte keine Angst vor ihnen. Sie schützen ihn vor Liyan, weil sie es tun mussten. Doch wäre es für ihn von Vorteil wenn Liyan hier wäre. Auch wenn das Wiedersehen nicht so erfreulich war. Jedoch konnte er sich sicher sein dass er anschließend seinen Leuten den Standort der Rebellen nennen konnte, zumindest das Suchgebiet eingrenzen. Nachdem er in einen neuen Körper herunter geladen wurde. Als Navigationsboje würde man das gekaperte Basisschiff nutzen. Die Rebellen und Menschen taten sich also keinen Gefallen damit sein Schiff zu kapern. Ihr Glück würde sie verlassen sobald eine ganz gewisse Person.

"Oh ihr kleinen Menschen. Ihr werdet bald sterben! Hehe, dafür werde ich sorgen. Ihr seid am Ende und wisst es nicht einmal. Die kleine Rebellion unserer Brüder und Schwestern werden wir niederschlagen. Dann seid ihr dran.

Die Galactica und die Pegasus haben wir schon zerstört. Adama und seine kleinen Menschenflotte sind tot!! Und ihr kleinen Ratten werdet die nächsten sein!"

Mephisto legte es deutlich darauf an geschlagen zu werden. Dass ihm jemand den Schädel einschlug. Aber verdammt noch mal, die Wachen waren diszipliniert worden. Aber konnte er die Wut in den Augen erkennen. Zumindest einen Anfang.

"Oh, wie haben wir das genossen. Die berühmte Galactica und ihr ebenso berühmter Commander. Er hatte darum gebettelt am Leben bleiben zu können. Er war ein Verräter, müsst ihr wissen. Für sein Leben hat er die anderen Menschen verraten. Aber wir haben ihn dennoch umgebracht.

Also bitte - ein Museum gegen eine gut bewaffnete cylonische Flotte. Aber, es passt zur Armseligkeit von euch Menschen. Klammert euch an alte Geschichten. Wenn ich mir diese Gesichter so ansehe - kennt niemand die Wahrheit über den Krieg. Wir Cylonen sind freiwillig gegangen. Wir wollten es noch genießen euch die Haut vom Körper zu reißen.

Eure Welten zu vernichten. Eure Geschwister, Eltern und Freunde zu vögeln. Hmm, war dass ein Spaß. Ich glaube ich habe deine Schwester beglückt. So eine kleine Schlampe, sag ich dir!"

Es war subtil, aber es verfehlte seine Wirkung nicht. Die Menschen stauten ihre Wut an.

"Jedenfalls ist der Mythos um diesen alten Klapperhaufen Erstunken und erlogen. Ihr Menschen neigt dazu Helden zu erschaffen wo keine sind. Kann ich verstehen. Ihr bildet euch viel ein wenn der Tag lang ist. So habt ihr euch auch eingebildet gegen uns gewinnen zu können. Nun, den letzten Glauben nehmen wir euch auch noch. Und dass wisst ihr, oder?

Du, oder du, keiner kann es...."
Vor der Luke des Raiders waren dumpfe Geräusche zu hören. Mephisto schwieg abrupt. Die Wachen schienen ebenso überrascht zu sein wie die das Modell Nummer Eins auch. Als die Luke sich öffnete zeichnete sich ein sehr ungewöhnliches Bild ab. Zwei Marines lagen bewusstlos am Boden. Centurios hielten weitere Wachen, cylonische wie menschliche, in Schacht. Inmitten stand Liyan. Was war da eben geschehen?
Noch bevor die Wachen reagieren konnten, richtete Liyan ihre Waffe auf sie.

"Alle raus! Ich will niemanden verletzen!"

Die Cylonin deutete mit der Waffe an dass jeder den Raider verlassen sollte. Ihr Blick war dabei an Mephisto gefesselt. Mit erhobenen Händen gingen die Wachen hinaus. Die Maschinen der Cylonen überwachten das Verhalten der "Fleischwesen" mit Argusaugen.
Mephisto überkam dabei ein schaurig warmes Gefühl. Er würde bald nach Hause kommen. Und Liyan würde aufgrund ihres Hasswahns dafür sorgen.
Als alle draußen waren, befahl Liyan den Centurios die Waffen zu senken. Sie hatten strikten Befehl auf keinen Fall zu schießen, falls die Wachen anders reagiert hätten. Sie dienten nur zur Überzeugung, mehr nicht.
Liyan stieg auf die Luke und drückte den Schalter zum schließen des Raiders. Auf halbem Wege leerte sie ihre Waffe indem sie das Magazin entnahm und die Patrone aus dem Lauf. Alles übergab sie dann einem Marine, den sie vorher "freundlich" hinaus gebeten hatte.

"Der Sanitäter soll sich um die Beiden kümmern. Ich wollte niemanden verletzen! Sie tragen keine Schuld an all dem. Es...es...tut mir leid!"

Mit diesen letzten Worten schloss die Luke des Raiders. Liyan blockierte die Steuerung um ungestört zu bleiben. Aus ihrem Stiefelschaft zog sie ein Armeemesser, welches einst ihrem menschlichen Liebhaber gehört.

"Ich wusste dass du Schlampe kommen wirst um mich zu töten. Eure Rebellion ist bald vorbei!"

Mephisto kicherte wie ein kleines Kind und rieb sich innerlich die Hände. Die Acht würde ihren Rachedurst gleich stillen.

"Ja, unsere Rebellion wird eines Tages enden. Aber dass wirst du Schwein nicht mehr erleben. Jedoch wollen wir uns heute ein wenig unterhalten. Ich denke du willst mir sicherlich etwas erzählen und dein Gewissen erleichtern!

Kurz bevor du dann dein Leben aushauchst, in die Ewigkeit des Vergessens versinkst, wird du die Namen meiner Familie, meines Mannes und meines Kindes aus dir herausschreien. Du wirst zu Hölle fahren!"

"Hah, darauf bin ich gespannt!"

Mephisto lächelte herausfordernd. Die Cylonin Liyan nahm diese Herausforderung auch gerne an. Sie hatte schließlich vom Besten gelernt.
Als draußen eine gemischte Gruppe aus Cylonen und Menschen ankam, hörten sie aus dem Innern des Raiders grauenhafte Schmerzensschreie. Der Schreck saß tief. Denn der Raider war dick gepanzert und man hörte dennoch die Schreie Mephistos. Dabei hatte Liyan erst angefangen.....
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Apr 30, 2010 9:55 pm

Mittlerweile war der Abend angebrochen, wobei all diese Begriffe nur eben dies waren. Sie hatten nicht mehr als symbolische Bedeutung, da es im inneren dieser gewaltigen Gebilde aus Metall keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht gab, allenfalls die diensthabenden Offiziere und Soldaten änderten sich. Andererseits waren solche Begriffe eine Verbindung zur Heimat und in gewisser Weise auch ein Zeichen der Hoffnung auf bessere Zeiten.
Hoffnung auf bessere Zeiten, echote Lee in Gedanken. Es war etwas, was auch er gut gebrauchen konnte, auch, wenn diese besseren Zeiten vermutlich erst in ferner Zukunft eintreten würden. Andere Leute hatten jedoch sicherlich schon jede Hoffnung verloren oder waren gerade dabei, dies zu tun.
Und wieder andere werden sich für die Erfüllung der Hoffnung umbringen.
Mit diesem Gedanken betrat er den Backbordhangar der Pegasus und hielt für einen Moment inne, bevor er seinen Weg fortsetzte und auf einen Raptor zuging. Sein Blick schweifte für einen Moment lang nachdenklich ab. Die kolonialen Jäger erinnerten ihn an die noch nicht all zu weit zurückliegende Vergangenheit.
''Commander Adama'', hörte er eine Stimme aus dem Inneren des Raptors, die in aus seinen Erinnerungen aufschrecken ließ. ''Wir sind startbereit, wenn Sie nun aufbrechen möchten.''
Er nickte und betrat die Kabine des Fahrzeugs. Hinter ihm schloss sich die Luke, bevor der Aufzug das Fahrzeug nach oben auf das Start- und Landedeck brachte.
Der Pilot führte einen kurzen Wortwechsel mit dem LSO, bevor sich die Triebwerke aktivierten und den Raptors ins All beförderten. Bereits in gut zehn Minuten würde der Raptor im Hangar der Galactica stehen, sofern es nicht zu einen Zwischenfall kommen würde.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Apr 30, 2010 11:59 pm

Battlestar Galactica
Standort: Geheim
Auftrag: Schutz der Flotte

Nachdenklich setzte sich der alte Mann in seinen Sessel. Vor sich ausgebreitet hatte er sämtliche, noch vorhandenen, Unterlagen der Kolonie Neu Caprica. Er sah sie sich immer wieder an und grübelte über verschiedene Möglichkeiten nach. Jedoch scheiterte er immer wieder an der Ungewissheit. Seit der Flucht der Restflotte hatten die Cylonen sicher die Gelegenheit genutzt Verteidigungsmaßnahmen auf dem Planeten und im Orbit zu stationieren. Maßnahmen im Orbit könnte er nach Aufklärung sicherlich aushebeln. Es waren 2 Kampfsterne vorhanden. Doch wie sah es auf dem Planeten mittlerweile aus?
Wie gut waren die Befestigungsanlagen? Wurden die Zivilschiffe anders platziert? Nutzten die Cylonen die Kolonie als künstliches Verteidigungsschild für ihre eigenen Kräfte und Einrichtungen? Fragen über Fragen überkamen den Admiral. Und mit den Fragen auch die Erkenntnis dass er einen Lagebericht vor Ort haben müsste.
Dazu wiederum müsste Kontakt zu den Kolonisten aufgebaut werden und bestenfalls ein Team auf die Kolonie entsandt. Alleine aus zweierlei Gründen. Aus operativer Sicht um sich ein Lagebild machen zu können. Aus psychologischer Sicht die Menschen von Neu Caprica in ihrer Hoffnung zu stärken dass sie nicht alleine waren. Sie waren nicht vergessen.

Doch da kam ihm der nächste Punkt. Wen sollte er entsenden? Es käme die Frage auf wie gut die Cylonen organisiert waren. Neue Gesichter würden auffallen wenn die Notwendigkeit bestünde Truppen inmitten ins Herz von Neu Caprica zu entsenden. Das Risiko war zu hoch, vor allem wenn Menschen tatsächlich für die Cylonen arbeiten würden. Doch diesen Gedanken wollte er nicht in sich tragen. Kein Mensch würde freiwillig für die Cylonen arbeiten. Aber was wenn doch? Und zwar gezwungenermaßen? Adama hatte in der Vergangenheit oft genug erlebt was der Mensch für kleine Gegenleistungen, wie die Verschonung seines Lebens, alles tat. Dass er auch seine eigene Familie verraten würde. Doch, so weit würden die Cylonen sicherlich gehen. Also die Option Truppen innerhalb der Kolonie zu verwerfen war. Obwohl, eine Option blieb noch.
Admiral Adama holte aus seiner Aktenablage die Personalakte von Sharon Valerii hervor.
Beim Aufklappen des braunfarbenen Ordners überkam dem kommandierenden Offizier der Galactica ein seltsames Gefühl, oder eher eine Erinnerung. Beim Anblick ihres Personalfotos erinnerte er sich wie Boomer auf ihn schoss. Wie sie diesen leeren Gesichtsausdruck hatte als er ihr die Hand zum Glückwunsch entgegenstreckte. Sie dann die Waffe hervorzog und zweimal abdrückte. Er hörte wie sein Sohn schrie. Die Marines auf Boomer stürzten und er sah noch vor sich wie Colonel Tigh auf die Wunden drückte. Er konnte immer noch die Kälte spüren, die durch ihn wanderte während das Blut auf den Tisch mitten im CIC lief.

Er konnte an nichts anderes denken wenn er dieses Gesicht sah. Aber dieses Gesicht war wohl die Eintrittskarte nach Neu Caprica. Der Feind meines Feindes war wohl am Ende mein Freund, oder? Jedenfalls glaubte sein aktueller XO Karl Agathon daran. Er glaubte dass Caprica Sharon loyal zur Flotte war und ihre Vergangenheit begrub. Sie erzählte immer wieder wie anfällig die Achten für derlei Gefühle, menschliche Gefühle, waren. In der Vergangenheit hatte sie der Flotte mehr als einmal vor den Cylonen bewahrt. Sie war auf Kobol loyal zu Karl Agathon. Und sie liebte den alten Mann, obwohl sie ihm zuvor nie begegnet war. Alles nur Zufall? Sie war loyal, so wie Boomer es war. Aber es musste in der Vergangenheit gedacht werden. Boomer war loyal. Doch wie sieht es mit dieser Boomer aus?
Sie mag nicht einmal den Namen "Boomer". Sie sagte immer wieder sie trug die Erinnerungen dieser Sharon in sich, aber sie war eine vollkommen andere Sharon. Sie traf ihre Entscheidungen ganz alleine. Sie wusste wer und was sie war. Und dennoch übergab sie auf Kobol die Waffe an den Admiral. Sie schützte ihn vor Zareks Komplott. Eiskalte und berechnete Absicht? So was würde man von einem Cylonen denken, wie auch erwarten.
Sollte sie nun anders sein? Wenn ja, dann wäre sie die ultimative Waffe gegen die Cylonen. Sie könnte unbemerkt die Kolonie infiltrieren. Sich frei innerhalb der Sicherheitszonen bewegen. Selbst Kara Thrace vertraute ihr. Auf Caprica half sie dem dortigen Widerstand und verriet ihr Volk. Sie hätte nicht zurückkommen müssen. Aber diese Sharon kaperte einen schweren Raider und griff ihre eigenen Leute an.
Bei einem Gespräch gab sie zu es wegen Karl getan zu haben. War dies im Bereich des Möglichen? Sprach sie die Wahrheit? Konnten Cylonen tatsächlich wie Menschen empfinden? Zur Hölle wenn das stimmen sollte. Dann hätten die Toaster ein gewaltiges Problem. Ihre eigenen Leute wären unberechenbar!

Doch jetzt zählten nur die Fakten. Fakt war dass diese Sharon dem alten Mann vertraute. Sie tat alles um zu dieser Flotte zu gehören. Jedes noch so kleine Cylonengeheimnis offenbarte sie ihrem "Feind". Sie tat alles für ein paar Minuten mit Karl Agathon verbringen zu können. Und der Admiral dachte daran ihre Begierde nutzen zu wollen. Aus Sharon wurde eine wichtige Ressource. Sein Sohn würde zwar ausflippen, aber die Entscheidung war gefallen. Wenn sie Kontakt zur Kolonie bekamen, würde Sharon als Agentin der Flotte nach Neu Caprica fliegen. Es war gewagt, aber das Risiko musste er eingehen. Natürlich sicherte er sich ab. Wenn Sharon ihn doch betrügen sollte, würde sie mit ihrem Leben bezahlen.
Bis es nun soweit war, musste er alles tun um die Cylonen im All zu beschäftigen. Der Angriff auf Neu Caprica musste schnell und hart erfolgen. Die Schritte minutiös eingehalten werden. Leider waren die meisten erfahrenen Piloten auf Neu Caprica. So mussten die Piloten der Pegasus und Galactica so schnell wie möglich trainiert werden. Die Erfahrenen mussten die Nuggets anlernen. Sie flogen und trainierten solange bis jeder Handgriff sitzen würde. Keine Ausnahme - für niemanden!

Als er die Akte von Boomer weglegte klingelte das Com.

"Adama!"

"XO hier. Der Commander der Pegasus ist auf dem Weg zur Galactica."

"Gut. Erteilen sie Landeerlaubnis. Sie sollen ihn in mein Quartier schicken. Sonst noch was?"

"Nein. Sir!"

Admiral Adama genügte dies. Er legte wieder auf und kehrte zu seinem Geschäft zurück. Egal was er nun tat, er konnte es nur mit der Pegasus zusammentun. Die Menschen auf Neu Caprica brauchten Hoffnung, nein Gewissheit, dass sie aus den Klauen der Cylonen befreit würden. Adama würde sie nicht im Stich lassen. Und wenn er sein Leben, wie auch seiner Crew, opfern müsste. Selbst dies hatte er bedacht und holte unter seinen Unterlagen einen Umschlag hervor. Er bereitete diesen samt Inhalt vor, falls der Tag käme, um seinen Sohn Lee alleine auf die Reise zu schicken. Sein gesamtes Wissen über die Erde war darin gesammelt. Wie gesagt, William würde sein Leben opfern - aber nicht dass seines Sohnes. Eher schickte er Lee fort und die Pegasus sollte die Flotte dann führen. Doch bis dahin hatte er noch ein wenig Zeit. William Adama brauchte Fakten bevor er diesen Schritt in Erwägung zog. Lee sollte nichts davon wissen bis es eines Tages soweit war.

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Neu Caprica

Die Nacht brach langsam an. Die Männer diskutierten den halben Tag über die Möglichkeiten eines Selbstmordanschlages. Galen zog es in Betracht, schreckte aber dennoch davon eher zurück. Sam war dafür, so wie auch der Colonel. Anders hatte wohl den Colonel überzeugt. Galen konnte über den Tag reden was er wollte, Colonel Tigh fand die Idee als taktisch sinnvoll. Die Cylonen rechneten sicherlich nicht mit Selbstmordanschlägen. Aber was dann? Was geschah dann? Die Cylonen würden sicherlich paranoid werden. Welche Auswirkungen hätte es auf die Kolonisten? Welche Dinge würden die Cylonen anschließend tun? Denn die Gefahr bestünde doch dass auf einmal jeder für einen Selbstmordattentäter gehalten werden könnte. Die Cylonen würden sicherlich die Daumenschraube fester anziehen. Den Menschen schreckliche Dinge als Vergeltungsmaßnahmen antun. Das Ziel, unter den Cylonen Angst und Schrecken zu verbreiten, wäre ganz sicher erreicht. Doch zu welchem Preis? Die Menschen müssten ebenso unter dem Schrecken leiden. Und würden sie überhaupt noch den Widerstand unterstützen wenn sie auf solche Verzweiflungstaten zurückgriffen? Denn das waren Selbstmordanschläge doch! Sie spiegelten die Verzweiflung des Gegners wider. Es war bestimmt nicht im Interesse der Kolonisten, wie auch des Widerstandes, den Cylonen den Eindruck zu vermitteln sie wären am verzweifeln. Mit Entschlossenheit hätten diese Anschläge nichts gemein.

Jedoch, wenn Galen sich die Gesichter von Sam und Saul Tigh ansah, sie waren anderer Meinung. Die fixe Idee nahm Gestalt an. Was sollte Galen nun tun? Sich gegen sie stellen?
Was nützten seine Ideale alleine im Kampf gegen die Cylonen? Und eine Spaltung des Widerstandes wollte er ebenso wenig. Das hieße wohl oder übel mit dem eigenen Teufel paktieren. Wohl war ihm bei der Sache auch nicht. Denn Selbstmordanschläge bedeuteten ebenso Verluste in den eigenen Reihen und schlimmstenfalls unter der Zivilbevölkerung. War es das wirklich wert?
Galen wollte es ein letztes Mal versuchen andere Wege zu beschreiten. Er hatte ja noch seinen Kontakt innerhalb der Behörde. Vielleicht könnten sie einen Weg finden ohne hohe Verluste innerhalb der Menschen zu riskieren. Oder vielleicht sollte Galen auch einen Weg in Betracht ziehen, den er überhaupt nicht wollte. Der Weg hieße Boomer....

"Sir, mit allem Respekt - haben sie auch die Kehrseite bedacht? Die Cylonen werden mächtig angepisst reagieren. Noch mehr als sie schon auf den Widerstand reagieren.

Dann die Verluste innerhalb unserer Reihen. Wir sind nicht mehr viele. Dann sollen wir auch noch menschliche Bomben zu den Cylonen schicken? Wie meinen sie würden die Anderen reagieren, die nichts mit dem Widerstand zu tun haben? Sie würden unter unseren Aktionen leiden! Die Verlustrate wäre zu hoch, Sir.

Wir hätten noch andere Möglichkeiten, die wir in Betracht ziehen könnten. Mein Kontakt innerhalb der Behörde zum Beispiel. Oder...wenn es sein muss - ich könnte auch versuchen Boomer zu..."

Beim Gedanken an Boomer kam ihm beinahe das Essen vom Vortag wieder hoch. Doch er musste es aussprechen um die Optionen hoch genug zu halten.

"...Boomer irgendwie zu beeinflussen. Sie hat immer noch etwas für mich übrig. Das weiß ich mit Sicherheit. Es wird Cally nicht gefallen, aber ich würde die Hure spielen...wenn es Leben rettet. Denn wer weiß ob der alte Mann überhaupt jemals noch kommen wird.

Wenn er klug genug war, ist er auf dem Weg zu Erde..."

Die letzten Worte waren unüberlegt aus seinem Mund heraus gefallen. Und Tigh gefielen diese Worte wahrscheinlich überhaupt nicht. Tyrol ging davon aus dass Adama sie alle in Stich lassen würde und somit auch die Hoffnung der Menschen jemals von den Cylonen befreit zu werden.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 1:51 am

Gekapertes Basisschiff
Standort: Unbekannt
Mission: Improvisieren

Die Wachen in dem Raider, in dem Mephisto sich befand, wurden oft gewechselt, denn Edgars hatte verstanden, dass der provokante Gefangene die Leute ansonsten noch zu gewalttätigeren Handlungen brächte. Ja, ihre Leute waren gut ausgebildet und würden ihn nicht töten, aber Gewalt musste selbst im Rahmen der Folter sinnvoll angewendet werden, um den erwünschten Zweck zu erreichen. Andernfalls war es eine Quälerei, deren einziger Sinn in der Rache lag und im Vergnügen am Leiden des anderes. Ein schwaches Lächeln kam dabei über ihre Lippen, denn für eine Ärztin war eine solche Beurteilung von Folter bereits ein Eingeständnis der Fehlerhaftigkeit des hippokratischen Eids in Zeiten wie diesen – unglücklicherweise hatte selbst sie, einstmals Idealistin genannt, bereits verstanden, dass gerade Ideale schnell an ihre Grenzen gelangten. Es war erschreckend, wie leicht sich ihre Leute manchmal täuschen ließen: Sie hatten genaue Informationen von den Rebellen, dass es den Cylonen zu deren Leidwesen, und zur Freude von Kolonialen und Rebellen, noch immer nicht gelungen war, Adamas Galactica zu vernichten, dennoch ließen sich ihre Leute von den Lügen Mephistos erzürnen. Zugegeben, die Eins verstand ihr Geschäft gut.
Kurz bevor der nächste Wachwechsel im Raider bevorstand, geschah dann, was Edgars befürchtet hatte, allerdings für unwahrscheinlich gehalten hatte – fälschlicherweise. Centurios betraten, angeführt von Liyan, den Hangarraum und die Anführerin der Rebellen befahl allen, die Waffen niederzulegen, wenn sie kein Blutbad wollten. Edgars hatte Vorkehrungen getroffen, um Liyan erneut zu betäuben – auf der Galerie des Hangars gab es vier Scharfschützen, deren Gewehre mit Betäubungsmunition geladen waren, die auch Liyan erneut in die Bewusstlosigkeit versetzt hätten –, doch angesichts der Centurios konnte sie die nicht einsetzen, denn eine solche Aktion könnte das angekündigte Blutbad beginnen, je nachdem, wie mächtig und erdrückend der Hass der Acht war. So blieb dem weiblichen Major keine Wahl, als ihre Leute den Befehlen folgen zu lassen. Die Scharfschützen hatten angesichts der Bedrohung bereits auf Sprengmunition gewechselt, um die Centurios auszuschalten, denn ihre Positionen waren gedeckt, konnten nicht von unten beschossen werden. Sie standen nicht auf, verharrten stattdessen in ihren Deckungen, doch machten sie keine Anstalten, eingreifen zu wollen.
Als Liyan den Centurios befahl, die Waffen zu senken, und um die Versorgung der Verletzten bat, machte sich Ellin auf den Weg und wurde dabei von einem Sanitäter begleitet. Wie zufällig kam sie dabei direkt an der Wache vor einem der beiden Raptoren vorbei, der noch im Hangar war. Während Liyan die Tür hinter sich schloss und ihre Leute wie die Kolonialen aus- und sich mit Mephisto einsperrte, wechselte sie einen Satz mit dem Soldaten, der die Worte an den Co-Piloten des Raptors weitergab. Kurz darauf erhob sich der Raptor von seinem Landeplatz und verließ unbehelligt den Hangar, ein Sprungblitz kündigte von seiner sicheren Flucht. Anscheinend hatte Liyan ihren Verstand nicht weit genug verloren, um das Bündnis mit einem Kampf zu belasten – sie hätte ihre Leute kämpfen lassen sollen.
Bei der Behandlung der beiden Marines, die Liyan hatten aufhalten wollen und dafür die Kraft eines Centurios spüren mussten, gab sie ihre Befehle, ließ ihre Leute Sprengstoff holen, um in den schweren Raider zu gelangen. Das Schott war stabil genug, um bei einer vernünftig angebrachten Ladung wirkliche Schäden im Innern zu verhindern. Für Liyan und Mephisto, der noch gefesselt war, hätte nur der Schock Relevanz und wäre für die Menschen und die anderen Rebellen eine Hilfe, Liyan erneut zu überwältigen. Sie gab den Scharfschützen neue Positionen, von denen sie in den Raider schießen konnten, und befahl auch den anderen Marines, Betäubungsmunition zu laden, die auch bei Cylonen funktionierte – jeder Marine hatte wenigstens ein paar Patronen dieser Art. Dass zwei der Scharfschützen und einige der Marines trotzdem Sprengmunition in ihren Gewehren hatten und nur zum Schein auf dem Raider zielten, eigentlich jedoch die Centurios im Visier hatten,
Eigentlich konnte sie Liyan verstehen, hätte sie gewähren lassen, wenn da nicht die taktischen Gesichtspunkte wären, vor denen sie Duncan so sehr gewarnt hatte. Daher konnte sie es nicht zulassen, informierte mit kurzen Sätzen die anderen Rebellen von ihrem Plan und wandte sich dann den Marines zu, die an der Tür arbeiteten. Die Schreie des Cylonen hielten weiterhin an. „Ich weiß, dass Ihr es diesem Typen durchaus gönnt, aber wir können es uns wegen unserer Mission, unserem Überleben und damit unserem Sieg nicht leisten, dass er stirbt und den Cylonen berichten kann, welches Bündnis existiert.“
„Die Tür ist blockiert, Major, dagegen können wir nichts machen, aber diese Sprengladung wird funktionieren, auch wenn ich eigentlich sehr viel lieber nur zusähe, wie er stirbt“, erklärte der Sprengspezialist, der bereits eine Wache bei Mephisto hinter sich hatte und sich dessen Lügen, Beleidigungen und Drohungen hatte anhören müssen.
Ellin dachte an den Raptor, den sie entsandt hatte, um die Chronos zu informieren, um das Wiederauferstehungsschiff der Rebellen zu dem gekaperten Basisschiff zu entsenden. Denn die Wiederauferstehungsschiffe konnten die Datensendungen getöter Cylonen auffangen und, wesentlich bedeutsamer, abfangen, so dass die Cylonen nie davon erfahren würden. Da von den Rebellen kein Widerspruch gegenüber ihrem Plan kam, wandte sie sich von den Verletzten ab, die inzwischen wieder bei Bewusstsein waren und keine schweren oder bleibenden Verletzungen hatten, dennoch sollten sie im Raptor bleiben, wenn die Mission begann. „Sprengen Sie das Schott“, befahl sie.

Kurz zuvor hatte die Chronos von den Geschehnissen erfahren, als ihr Raptor zurückgekehrt war und die Besatzung des CIC informiert hatte. Duncan hatte sich umgehend mit der Werft in Verbindung gesetzt, an der das Wiederauferstehungsschiff angedockt war und auf der sich die zweite in der Kommandoreihenfolge der Rebellen befand, Gina Inviere. Der Admiral hatte diese über die Lage in Kenntnis gesetzt und darum gebeten, das Wiederauferstehungsschiff zu dem Basisschiff zu entsenden – er wusste schließlich nicht, was Edgars tat. Die Chronos wäre bereit, als Eskorte des wichtigen Schiffes zu dienen. Noch während Duncan die Lage erklärte, waren die Raptoren und Viper des Kampfsterns in Kampfbereitschaft versetzt worden – das gesamte Schiff war zu einem Kampf gegen den Basestar bereit, falls Liyan so weit gegangen war, obwohl die Besatzung des Raptors die Lage nicht als so kritisch beschrieben hatte. Die Chronos war bereits sprungbereit, wartete nur auf das Wiederauferstehungsschiff, welches unabdinglich war, um die Preisgabe der Informationen, über die Mephisto verfügte, zu verhindern. Zwar gab es die Hoffnung, dass kein Wiederauferstehungsschiff nah genug an dem Basisschiff war, so dass sich die Daten in der Hintergrundstrahlung des Alls verloren, doch die Reichweite dieser Schiffe war nicht zu unterschätzen und sie waren nicht zu weit von den Kolonien entfernt. Davon abgesehen war das Wissen Mephistos zu viel wert, um ihn jetzt schon sterben zu lassen.
„Bereit zum Einsatz, Ban“, meldete Kira seinem Vorgesetzten, während dieser auf Invieres Antwort wartete.

Die Explosion hallte durch den Hangar, die Soldaten duckten sich hinter ihre Deckungen, als die Schuttwolke über sie hinweg zog und dabei den Innenraum größtenteils verschonte. Die Schmerzensschreie verstummten, was entweder bedeutete, dass Liyan es beenden konnte oder von der Sprengung überrascht wurde. Die beiden Scharfschützen auf der Galerie waren die ersten, die etwas sehen konnten, mehr Silhouetten als Details, doch genug, um zu zielen. Die schallgedämpften Waffen peitschten ihre Patronen in den Raider. Eine der Personen ging durch die Betäubungsmunition zu Boden, die Silhouette einer anderen wurde ebenfalls getroffen, veränderte sich aber kaum, weil sie nicht gestanden hatte. „Es ist nur Betäubungsmunition“, beruhigte Edgars noch einmal, obwohl sie darauf mehrmals hingewiesen hatte. Sie schickte die Marines hinein, um die Lage zu sichern, während sie auf die humanoiden Cylonen und die Centurios achtete, eine Hand an ihrem Sturmgewehr.


Neu Caprica
Standort: Frachter Prometheus
Mission: Ist der Feind nicht dein bester Freund?

Gaeta verfluchte seine Lage, während er von seiner Position aus die Wachen der Cylonen und die Wege beobachtete, die zur Prometheus führten. Sein Verstand warnte ihn, sich mit der Cylonin einzulassen, fürchtete den Verrat und damit den Verlust des eigenen Lebens und vor allem der Möglichkeit, den Kolonisten zu helfen. Sein Leben konnte er vermutlich ohnehin in der Brig fristen, wenn die Befreiung tatsächlich gelänge, denn gerade für Tigh wäre er ein Verräter und selbst seine Unterstützung des Widerstandes stellte dann höchstens den Grund dar, die Todes- in eine Haftstrafe umzuwandeln. Er lächelte bei diesem Gedanken grimmig, denn es hieß, dass der Lohn für die Freiheit der Kolonisten seine Gefangenschaft war. Doch das war eine andere Sache – sein aktuelles Problem hieß Elyse und musste bereits auf dem Weg zu ihm sein. Sie war eine Gefahr für ihn und die Leute, die er schützen wollte, deshalb ging es darum, vorsichtig zu spielen, indirekt statt direkt zu helfen und falsche Fährten zu legen. Wie sagte ein weises Sprichwort, mit dem einstmals ein junger Ingenieur die Admiralität anklagte: „Auf deine Feinde kannst du dich verlassen, aber achte auf deine Freunde“. Wenn man nicht einmal wusste, ob der scheinbare Freund nicht vielleicht doch ein Feind war, war das doch mehr als angebracht, oder?
Während er wartete, auf eine mögliche Verbündete, die über ihm bekannte Wege zu einem ihm vertrauten Schiff gehen sollte, kreisten seine Gedanken über die Zeltstadt vor ihm und ihre Zukunft. Über einen nunmehr fünfzig Jahre alten Kampfstern und einen zweiten, den sie „Biest“ genannt hatten, die möglicherweise irgendwo in der Nähe warteten – auf jenen Zeitpunkt, am den der Widerstand ihnen zu verstehen gab, dass es noch eine Chance gab, dass die Cylonen nicht mächtig genug waren, um einem überraschenden Angriff zweier Kampfsterne widerstehen zu können. Es gab Gerüchte und Gespräche, von denen er Teile aufschnappte, wenn die cylonischen Besatzer sich unterhielten. Über eine Rebellion der Cylonen, weit weg von Neu Caprica in den nun den Cylonen gehörenden Kolonien. Doch da war noch mehr, noch etwas anderes, von dem er weit weniger hörte, weil die Cylonen nur sehr selten davon sprachen.
Die Rede war von einem anderen Kampfstern, der noch irgendwo sein musste – ein- oder zweimal hatte er davon gehört. Das letzte Mal vor einigen Wochen, als zwei Basisschiffe und ein Frachtkonvoi, die aus den Kolonien kamen und nach Neu Caprica sollten, spurlos verschwanden. Jener Kampfstern sollte es gewesen sein, oder die Rebellen. Er erinnerte sich gut daran, denn die Besatzungsregierung war damals in heller Aufruhr gewesen: Auf dem Konvoi war ihr Nachschub an Waffen, Centurios und Raidern. Es war ihnen keine Wahl geblieben, als Maschinen von den Basisschiffen im Orbit abzuziehen. Doch die Cylonen vermieden es selbstverständlich, dass die Menschen davon hörten, denn es bestand die Gefahr, dass sie dadurch Mut fassten. Gaeta jedoch verstand es, so zu agieren, dass die Maschinen ihn nicht bemerkten oder sicher waren, dass er sie nicht bemerkte. Gerade in der Besatzungsbehörde wurde er immer mal wieder unterschätzt. Es schien, als glaubten sie tatsächlich, ihn gebrochen zu haben.
Eine Bewegung auf dem Trampelpfad zu dem alten Frachter riss ihn wie automatisch aus diesen Gedanken, sofort vergrößerte er den Sichtausschnitt des Fernglases, das er eigentlich gar nicht besitzen durfte, aber die Regeln und Kontrollen der Cylonen waren nutzlos, wenn man sie genau kannte. Natürlich konnte er es nicht in seinem Quartier lassen, aber wer hätte es schon auf ihn zurückführen, wenn auf einem der gelandeten Schiffe derartiges Gerät gefunden wurde? Die Cylonen konnten ihm natürlich bis zur Prometheus folgen und diesen dann durchsuchen, doch würden sie nichts finden. Vorsicht war besser als Nachsicht, seine Verstecke lagen nicht dort, wo er sich von Zeit zu Zeit oder gar regelmäßig aufhielt. Erwartungsgemäß war der unvorsichtige Schatten auf dem Pfad Elyse, die sich panisch umsah und jede militärische Vorsicht – woher sollte sie die auch kennen? – außer Acht ließ. Er verfluchte die unvorsichtige Bürokratin und suchte die Umgebung ab, überprüfte die Posten, die er von seinem Platz aus sehen konnte, und beruhigte sich geistig, ohne dass ihm überhaupt eine Veränderung anzusehen gewesen wäre.
Die Centurios hatten nichts gemerkt und die Raider-Patrouillen waren in diesem Gebiet nicht sonderlich dicht. Der Pfad war darüber hinaus der direkte Weg von der Behörde aus – also quasi logisch für eine Schreibtischangestellte. Nur eins störte ihn daran: auf diesem direkten Weg gab es ein oder zwei gut aufgestellte Posten, denen man nur mit Glück im Grunde nicht umgehen konnte. Entweder kannte man die Schwachstellen der Routen oder man lief mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Gefahr, in die Falle zu gehen. Dass es eine so unbeholfene Person diese Posten problemlos passieren konnte, war ausgesprochen unwahrscheinlich – konnte man dermaßen viel Glück haben oder war das der Beweis, dass sie mit ihm spielte? Schwer zu sagen, außerdem musste er dennoch mitspielen.
Er sah zu, wie Elyse in ihrer Nervosität das Gleichgewicht verlor und sich hinlegte, wobei ihr die Papiere aus dem Mantel fielen – wie konnte man solche Unterlagen so offensichtlich unterbringen?! In Gedanken schlug er sich mit der flachen Hand auf die Stirn, in der Realität jedoch unterließ er die unnötige Bewegung und vergrößerte stattdessen sein Fernglas weiter, warf bereits jetzt einen oberflächlichen Blick auf die Listen, so weit es eben ging, während Elyse diese wieder einsammelte. Beim zweiten Versuch gelangte sie dann endlich in den alten Frachter. Gaeta wartete auf seinem Platz noch ein wenig ab, dachte über seine Situation nach, legte sich verschiedene Aussagen und Vorgehensweisen zurecht, verstaute das Fernglas provisorisch innerhalb des Frachters und verließ diesen dann vorsichtig. Von Raidern und möglichen Posten in der Nähe, die es ohnehin nicht gab, unbemerkt schlich er in der Nähe des Frachters umher, bis er über verschiedene Umwege, die er genutzt hatte, um sich noch einmal zu orientieren und die Lage zu kontrollieren, wieder an jenem Eingang war, den Elyse genutzt hatte. Er sah hinein, erblickte die Cylonin, die mit dem Rücken zum Schott stand und ihre Liste durchsah, prüfte unnötigerweise, ob andere Personen oder Maschinen im Raum waren, und trat dann ein.
„Guten Abend“, grüßte er in neutralem Tonfall und wartete die Antwort gar nicht erst ab, denn er wollte, auch um ein falsches Bild von sich zu erzeugen, erst einmal auf ihre Unvorsichtigkeit eingehen. Daher erklärte er, dass sie auf ihre Umgebung achten müsste, dass sie nicht die offensichtlichen Wege gehen sollte – und was es sonst noch im Bezug auf ihre Art, zur Prometheus zu gelangen, zu sagen gab. Ein wenig kam er sich vor wie ein Ausbilder, der seinen Rekruten die absoluten Grundlagen des Militärwesens erklärt und dabei wusste, dass dieses Wissen im bereits vorherrschenden Ernstfall vollkommen ungenügend war. Unwillkürlich musste er dabei an die Zeit auf der Galactica zurückdenken, als die erfahrenen Piloten teils mit Strafen davon abgebracht werden mussten, auf den Tod der von ihnen angelernten Rekruten zu wetten. Im Gegensatz zu denen – und insbesondere im Gegensatz zu Thrace – blieb er bei seinen Erklärungen allerdings sachlich und hielt sich zurück. Seine Kritik war deutlich formuliert, aber höflich; hier zeigte sich endlich mal ein Nutzen für die Umgangsformen, die er in der Gegenwart der Besatzer pflegen musste.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 2:41 am

Er spürte einen kurzen Ruck, als er Raptor auf dem Landedeck der Galactica aufsetzte und daraufhin in den Hangar transportiert wurde. Seine Gedanken kreisten kurzzeitig um die Situation auf Neu Caprica, Überlegungen, die ihm nicht gefielen, wenn er sich überlege, wie die Cylonen möglicherweise vorgingen.
Er wollte diesen Gedanken nicht weiterführen, weshalb es ihm gelegen kam, dass der Raptor soeben im Hangar der Galactica angekommen war und sich die Luke öffnete.
Lee rückte seine Uniform zurecht und trat in den Hangar hinaus.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 3:36 am

Rebellenwerft

Als Gina die Nachricht empfing fiel sie aus allen Wolken. Selbst auf Nachfragen bestätigte ihr eine andere Sechs den Inhalt der Nachricht. Vom Schock ergriffen musste sie sich irgendwo festhalten. Liyans Dämon namens Mephisto war in ihrer Gewalt. Die unterdrückten Erinnerungen Liyans trieben sie wahrscheinlich zu ihren Taten. Genau dies erschrak Gina ja. Denn sie musste sich fragen wie weit ihre Kommandeurin am Ende noch gehen würde. Wie weit würde ihr Blutdurst reichen. Denn Gina war am Ende auch nicht besser als es Mephisto war. Die Menschen erinnerten sie jeden Tag daran: Pegasus Six!
Nur sie verriet die Menschen und dann erst die Cylonen. Liyans Tat brachte in Gina selbst dunkle Erinnerungen hoch. Und ihr Dämon hieß Helena Cain.
Doch jetzt musste sie zurückstecken. Liyan hatte in dieser Zeit Blut und Schweiß geopfert um diese Allianz aufzubauen. Die Menschen waren alleine zu schwach gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen. Ihre Erfolge eher kleine, aber beständige Stiche. Die Cylonenrebellen hatten ihrerseits das Problem mit der Loyalität. Ihre Kräfte waren immer noch sehr mit dem alten System verbunden, wie auch mit der Vergangenheit. Selbst innerhalb der Rebellen erinnerte man sich nur zu gern an die Gräueltaten der Menschen an ihrem Volk.
Erinnerungen und Vorwürfe hin und her. Die beiden Kommandeure wussten um die Notwendigkeit dieses wackeligen Bündnisses.

Und Liyans Tat drohte dieses Bündnis zu stören. Gina musste es verhindern. Liyan hatte für ihr Volk zu hart um das Vertrauen der Menschen gekämpft. Sie opferte am Ende sogar ihre menschliche Familie - in gewisser Weise.
Inviere atmete tief durch. Die anderen Modelle starrten sie an. Ihre Entscheidung würde über die Zukunft entscheiden. Doch sie war sich einig. Liyans Vermächtnis sollte nicht so ausgehen. Sie musste nun gegen Liyan handeln, um sie am Ende retten zu können. Um das Bündnis retten zu können. In der Hoffnung dass auch der Kommandeur der kolonialen Kräfte es so verstand, übermittelte sie die Sprungbereitschaft ihres Schiffes. Die Abdocksequenzen wurden von ihr per Handzeichen befohlen und der Hybrid schaltete den FTL online.

"Sagen sie der Chronos wir sind bereit. Und übermitteln sie meine Entschuldigung. Ich hoffe Liyan hat niemanden schwer verletzt. Bitten sie sie um Milde. Auch wenn sie Liyan nicht verstehen mögen. Sie ist die Hoffnung auf unsere Freiheit - und Frieden. Und Mephisto ist ihr Dämon."

Das Wiederauferstehungsschiff dockte allmählich ab und entfernte sich von der Werft. Raider starteten, die über einen eigenen FTL verfügten. Das Wiederauferstehungsschiff musste nun unter allen Umständen geschützt werden...

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Gekapertes Basisschiff

Als die Luke schloss wusste Liyan dass sie nur noch wenige Augenblicke hatte. Ihre Leute und Centurios würden ihre Waffen nicht gegen die Verbündeten erheben. Sie wusste es. Aber es nun schwer einzuschätzen ob die Verbündeten es genauso sahen.
Mephisto sah sie siegesbewusst an. Er vertraute darauf dass sie ihn töten würde. In ihrer linken Hand wetzte sie das Messer hin her. Der geschwärzte Spezialstahl trug immer noch die Blutflecke von Liyans Blut. Mit diesem Messer hatte die Eins ironischerweise Liyan mehrere Stunden auf Caprica gefoltert. Um am Ende ganz sicher zu gehen dass sie nie wieder ein Kind empfangen konnte. Er wollte dass ihr Liebhaber, ihr Menschenliebhaber, eine gewisse Mitschuld trug. Er schenkte ihr das Messer als Vertrauensbeweis. Und Mephisto nutzte es um Liyan zu brechen - um sie zu vernichten.

Doch wie der ureigene cylonische Plan die Menschheit zu vernichten schlug auch dieser Plan fehl. Liyan, eine der treusten Cylonen, erhob sich wie der Phönix aus der Asche. Ihr Schmerz und ihre Trauer ließ sie gegen die Cylonen erheben. Rief andere Cylonen, die genauso wie sie dachten und fühlten, zur Rebellion auf. Bei Gott, niemals hätte ein Cylon dran gedacht dass Brüder und Schwestern gegeneinander kämpfen würden.
Doch nun war es so. Liyan bewegte sich auf ihn zu. Ihr Puls raste. Ihr Herz schlug hämmernd gegen die Brust. Der Griff des Messers spannte unter dem Druck ihrer geschlossenen Hand.
Mit kleinen Schritten näherte sie sich ihrem einstigen Peiniger. Draußen vor der Tür hörten sie wie die Soldaten sehr wahrscheinlich Sprengladungen anbrachten. Die Zeit verging schnell.

"Du solltest dich beeilen wenn du einen Plausch führen willst. Denn deine neuen Freunde werden gleich hier sein und ich werde entweder durch deine Hand, oder die deiner ekligen Nacktaffenfreunde fallen. Dann werde ich mit einer Flotte zurückkehren und euch Maden vernichten."

Mephisto kicherte leise vor sich hin. Liyan ließ dies alles kalt. Mit einer leichten Bewegung setzte sie die scharfe Klinge an seinen Hals. Die Eins drückte dagegen. Er wollte sterben. Er wollte irgendwo anders herunter geladen werden. Die Klinge ritzte sich langsam ins Fleisch hinein. Blut lief an der Klinge entlang. Warum tat sie nicht den endgültigen Schnitt? Warum gab sie ihrem Rachedurst nicht nach? Draußen stiegen die Bemühungen den Raider zu öffnen. Liyan hatte keine Zeit mehr. Sie musste handeln. Also ging sie knapp an sein Ohr und flüsterte ihm etwas zu.

"Ich habe es all die Jahre nur für dich aufbewahrt. Du gehst nirgendwo hin!"

Mephisto konnte ihren Worten keine Bedeutung beimessen. Bis er plötzlich im Genick einen stechenden Schmerz erfuhr. Sein ganzer Körper zitterte und er bäumte sich in seinen Fesseln auf. Wie ein starker Stromschlag fühlte es sich an. Mephisto schrie so laut dass seine Stimme sicher bis nach Neu Caprica zu hören gewesen wäre. Es schrecklich und laut. Doch Liyan genoss diese Sekunden bis....

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Die Sprengladung erfüllte ihren Zweck. Die Luke des Schweren Raiders fiel zu Boden. Der Schall der Explosion wirkte nach. Schutt und Rauch umgaben den Raider, als dann plötzlich Schüsse fielen. Die Menschen erkannten Ziele und schossen sofort. Die Rebellen erschraken und vermuteten das Schlimmste. Irgendwie war die Info über die Betäubungsmunition nicht bei allen durchgedrungen.
Eine aufgebrachte Acht schrie Liyans Namen aus und rannte zum Raider. Sie schubste mehrer Menschen beiseite. Centurions schoben sich dazwischen und erhoben ihre Waffen gegen die Menschen. Chaos brach aus. Rebellen wie Menschen versuchten die Situation zu beruhigen. Andere hingegen stachelten sich gegenseitig auf. Immer wieder rief jemand dass nur betäubt wurde. Doch die Stimme versiegte im Chaos.

Einige Rebellen wie Menschen rannten in den Raider und sicherten ab. Die Aufruhr vor dem Raider machte sich sichtlich nervös. Keiner schien wohl klar denken zu können. Eine cylonische Ärztin stürzte sich auf Liyan. Kontrollierte ihre Vitalfunktionen. Der betäubte Körper sah zu Mephisto. Sie hatte ein unheimliches Lächeln auf ihren Lippen während die Betäubung zu wirken begann. Mephisto hingegen wehrte sich gegen das Mittel. Etwas stimmte nicht mit ihm. Etwas war anders.

"Ich will sterben. Erschießt mich endlich ihr feigen Hunde. Kommt schon! Ich werde euch alle töten lassen!!"

Menschliche Sanitäter kümmerten sich um Mephisto und machten dann die Rebellen auf etwas aufmerksam. Eine seltsame Apparatur steckte im Genick von Mephisto. Die Ärztin sah es sich genauer an und ihr Atem stockte. Bisher gab es nur Gerüchte. Es wurde bei Foltern von Cylonenrebellen angewandt. Doch bis heute hatte niemand solch derartiges in Kleinformat gesehen.

"Das ist ein Jammer. Er verhindert das Herunterladen. Wir kennen es aus dem Hub. Aber, es dient nur dazu eine ganze Modellreihe einzusperren. Diese Geräte sind nur Gerüchte. Das ist Hubtechnologie!!"

Draußen schien die Lage sich zu entspannen. Menschen wie Cylonen bekamen ihre Kräfte wieder in den Griff. Die medizinischen Kräfte vor Ort kümmerten sich um sofort um Liyan. Bei Mephisto wirkte das Betäubungsmittel nicht wirklich. Doch als die Cylonen näher kamen und sahen was mit dem einstigen Schlächter geschehen war, wuchs nun auch der Groll der Anderen - insbesondere der Achten.

"Du Schwein gehst wohl nirgendwo mehr hin!" sagte eine Acht und schlug mit dem Gewehrkolben gegen den Kopf von Mephisto.

Beherzt zog die cylonische Ärztin, eine der Sechsen, ihre Waffe und hielt sie an den Kopf der Rebellin. Eine ungewohnte Spannung kam auf.

"Ich weiß dass wir alle eine Rechnung mit ihm offen haben. Aber, nicht so und nicht jetzt. Ich töte jeden der ihm auch nur ein Haar krümmen will. Ihr wisst was Liyan getan hat. Ihr Schmerz ist auch unser Schmerz!

Doch sie hat ihn für uns alle überwunden. Und ihr Menschen solltet euch glücklich schätzen. Dieses Gerät kann man nicht nachbauen. Es ist nur für ihn gedacht. Ich hoffe ihr wisst zu schätzen welch großen Vertrauensbeweis sie euch nun entgegengebracht hat.

Sie leidet weiterhin für euch alle. Für uns und für euch Menschen!"

Still wurde es im Hangar. Nachdenkliche Gesichter überall. Warum nahm Liyan solch ein Opfer auf sich? Warum hatte sie ihren Verbündeten oder ihren Brüdern wie Schwestern nichts gesagt? Warum den Eindruck alle in Gefahr bringen zu wollen? Vielleicht verstand das nur jemand der selbst von den Cylonen gefoltert wurde. Der von Mephisto gefoltert wurde.

"Schöne Ansprache! Aber ihr werdet alle sterben - ihr Schweine! Ihr Rebellenabschaum! Ihr glaubt doch nicht dass die Nacktaffen euch vertrauen? Ihr habt ebenso ihre Welten vernichtet und unschuldige Menschen getötet!

Ihr werdet sehen! Ich werde am Ende gewinnen! Hört ihr? Ich werde gewinnen!!!"

Ein höhnisches Lachen vom cylonischen Folterknecht. Vielleicht überdeckte es auch nur seine Scham, weil er von Liyan überrumpelt wurde.

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Neu Caprica

Es verstrichen nur wenige Minuten bis Felix Gaeta die Prometheus betrat. Ein kurzes und neutrales Guten Abend schallte durch den Raum. Cassandra stand mit dem Rücken zu ihm und zuckte zusammen. Dann nahm er sie beiseite und erklärte ihr einige Dinge über Behutsamkeit und Achtsamkeit. Eigentlich war es das Einmalseins aus der Grundausbildung. Felix blieb dabei höfflich, aber bestimmend. Wie Dragon es ahnte.

"Es tut mir leid. Ich war mir sicher dass mich niemand gesehen hat. Es passiert nicht noch Mal, versprochen. Es tut mir wirklich Leid... "

Es war mehr als natürlich nach solch einer "Rüge" nervös zu werden. Schließlich war sie in ihrer Rolle nur eine kleine Tippse, die die Endergebnisse nur entgegenprüfen sollte. Kurzum, ein etwas hübscherer Taschenrechner. Jedenfalls steigerte sie ihre Atmung. Steigerte ihre Nervosität allmählich an.

"Oh Gott! Ist mir vielleicht jemand gefolgt? Nein, das wollte ich nicht! Ehrlich! Ich sollte nicht sein. Ich sollte gehen!"

Nun folgte die natürlich Panik eines ungeschulten Individuums. Cassandra steigerte sich in diese Panik langsam hinein. Gaeta musste dann reagieren. Denn die Tippse könnte nun etwas Dummes tun. Ihr Spiel begann. Die erste Phase von Vertrau du mir und ich vertrau dir. Felix wollte bestimmt die Infos. Die Leckereien über die Neurekrutierung würden dann den Rest tun.
Die Cylonin verfiel in Panikattacken. Sie nahm sich natürlicherweise die höflichen Erklärungen von Gaeta sehr zu Herzen. Hatte nun die Angst einen Fehler gemacht zu haben.
Sie setzte nun die ersten Schritte nach draußen. Wenn Felix sie aufhielt und sie erneut beruhigen sollte, hatte Cassandra einen wichtigen Punkt gesetzt. Gaetas Verunsicherung über diese Cylonin und weitere Gründe sie wirklich für eine übervorsichtige Tippse zu halten, wie auch eine sehr wertvolle Ressource, stiegen. Dann wäre er am Zug ihr Vertrauen gewinnen zu wollen. Er hätte keine andere Wahl als dieses zu gewinnen. Nur so konnte er die Kontrolle über sie wahren und seine eigenen Absichten immer noch verstecken. Jedoch würde seine Skepsis langsam ins Wanken geraten. Spätestens wenn er den Köder schluckte. NCP Angehörige zu sammeln, so vermutete sie, war sicher ein Hobby von Felix. Sofern es ein Happy End dieser Besatzung geben sollte, was Cassandra eher bezweifelte, wären diese Namen eine mächtige Waffe in den Händen von Gaeta. Und ein Beweis seiner Loyalität zu den Kolonisten.
Nun stellte man sich vor wenn der ehemalige Brückenoffizier neue Daten und Namen erhielt. Den Widerstand vor eventuellen Ratten warnen zu können.

Also, tat Cassandra was jeder Aufgeschreckte tun würde. Der Fluchtreflex setzte bei ihr ein. Sollte sie seine starken Hände spüren, hätte sie ihn im Sack - oder er verlor mehr als die Infos.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 3:48 am

Battlestar Galactica

Der Abend begann wie der letzte Tag aufhörte. Kat, mittlerweile CAG der Galactica, schlenderte aus dem Briefingraum als ein Raptor der Pegasus landete. Sie war auf dem Weg ihre CAP mit der CAP der Pegasus zu koordinieren. Doch zuvor wurde sie vom XO mit einem Spezialauftrag gewürdigt.
Als sie auf den Raptor zuging und sah wie Lee Adama seine Uniform richtete, dachte sie sich wie dick der Commander doch geworden war. Aber das wollte sie ihm nicht auf die Nase binden - jedenfalls nicht persönlich.

"N'abend Commander. Der XO lässt ausrichten sie sollen in das Quartier des Admirals. Kann es sein dass sie ein wenig zugelegt haben?"

Gut, am Ende konnte es sich Kat nicht verkneifen. Doch herrschte bei einer eventuellen Antwort darauf ein reger Unterschied: Sie war nicht Kara Thrace, die sich solche Worte durchaus herausnehmen konnte - weil sie eben Kara war.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 4:09 am

Sein Atem stocke für einen Moment unmerklich. ''Wie bitte?'', fragte er nach, obwohl er ganz genau verstanden hatte, wie die Frage gelautet hatte. Diese Frage war eigentlich mehr als nur unangebracht und er verzichtete darauf, sie zu beantworten, zumal es ersichtlich war, dass die Antwort 'Ja' lauten würde. ''Das will ich überhört haben'', kommentierte er stattdessen und verließ den Hangar in Richtung des Quartiers des Admirals.
Als er dieses erreichte klopfte er zu erst an, wartete aber nicht auf eine Reaktion, und öffnete die Tür.
''Guten Abend, Admiral'', begrüßte er den alten Mann, ''Du solltest für ein wenig Disziplin in deiner Crew sorgen'', fügte er hinzu.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 4:36 am

Admiral Adama hörte das Klopfen an seiner Tür und kaum sah er auf stand auch sein Sohn im Quartier.

''Guten Abend, Admiral'', begrüßte Lee den alten Mann, ''Du solltest für ein wenig Disziplin in deiner Crew sorgen.''

Lees Vater zog seine Brille von der Nase und hielt die Begrüßung, die eine Aufforderung war, für einen schlechten Scherz. Seine Crew war mehr als diszipliniert. Doch natürlich wollte er wissen wie sein Sohn drauf kam.

"Dir auch einen guten Abend, Commander. Wie kommst du drauf, dass meine Crew mehr Disziplin vertragen könnte?"

William Adama erhob sich aus seinem Sessel, rückte einen Stuhl zurecht und begab sich zu seinem Schränkchen. Von dort entnahm er die Schüssel mit Süßigkeiten, welche ihm Roslin einst schenkte, und verstaute sie im Schränkchen. Danach klopfte er, wie er es damals bei Lee getan hatte, als er noch ein Kind war, auf den auffällig gewachsenen Bauch. Soviel also zur Disziplin.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 4:42 am

''Dein CAG war indiskret genug, mich danach zu fragen, ob ich ein wenig zugelegt hätte. Ich hoffe doch, dass da nicht gewisse Starbuck'sche Verhaltensweisen abfärben,'' erwiderte Lee, ''Aber ich denke, ich bin nicht hier, um über deine Crew zu klagen. Ich hörte, du wolltest eine Rettungsaktion planen?''
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 4:58 am

Adama musste schon ein wenig schmunzeln. Aber er konnte Kat nur Recht geben. Lee hatte sich gehen lassen. Aber dies sagte er ihm nicht das erste Mal.
Das Gewicht seines Sohnes war nun aber nicht das Thema dieses Abends. Sondern die Rettung der Menschen von Neu Caprica. Es musst ein Anfang gefunden werden. Der war nun heute.

"Nun, du hast auch zugelegt, mein Sohn. Aber wenn du es von Kara gerne gehört hättest, bist du an der richtigen Stelle.

Du hast nämlich richtig gehört. Wir holen unsere Leute da unten raus. Und dazu müssen wir die Sache in Bewegung bringen.

Das heißt Aufklärung, eine operative Einsatzplanung, Training unserer Kräfte....und jemanden, der sich auf Neu Caprica umsieht für die Lage vor Ort. Vor uns liegt viel Arbeit mein Sohn."
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 5:10 am

Mit Kara hatte sein Vater auf eine gewisse Weise einen wunden Punkt getroffen und vermutlich wusste der Admiral dies nur zu gut.
''Jemanden, der sich auf Neu Caprica umsieht?'', echote Lee, der sich nur zu gut denken konnte, was sein Vater damit meinte, wobei ihm dieser Gedanke wahrlich nicht gefiel, wobei auch dies dem alten Mann sicherlich bekannt war.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 5:23 am

Er rieb es ihm unter die Nase, wo es auch nur ging. Kara war für Lee ein Punkt im Leben, mit dem er mit und ohne nicht leben konnte. Es bewies wohl Lees Verhalten auf Neu Caprica, als Kara Sam Anders heiratete. Der alte Mann bekam es nur am Rande mit, wenn Dee darüber sprach. Lee und Kara waren am Vorabend alleine unterwegs und am nächsten Tag heiratete Starbuck Sam. Dualla war nicht dumm. Sie liebte Lee, aber wusste auch dass sein Herz ihr nicht ganz alleine gehört.

Doch nicht auf das Thema Kara wurde eingegangen. Lee wurde bei einem Teil hellhörig. Den Teil mit auf Neu Caprica umsehen. Er musste nun seinem Sohn begreiflich machen dass sie die Cylonin für sich umpolen mussten. Sie sollte der Agent sein, der sich auf Neu Caprica umsehen sollte.

"Wenn wir nicht wissen wie der Stand der Dinge vor Ort ist, laufen wir in das offene Messer. Aber dass brauche ich dir nicht zu erklären.
Jemanden von uns können wir nicht schicken. Wir wissen nicht was die Cylonen mit unseren Leuten gemacht haben.

Wir brauchen jemanden der sich dort in Ruhe umsehen kann. Und ich gedenke sie hinzuschicken..."

Der Admiral wusste das dieses Thema zuerst vom Tisch musste. Lee würde sicherlich seinen Ärger und Frust kund tun. Schließlich redeten sie nicht nur vo einer Cylonin, sondern von einer Cylonin, die Boomer ähnlich war - nein, Boomer sein sollte. Und Lee hatte sicher nicht vergessen was sie seinem Vater antat.
William Adama konnte sich vorstellen dass diese Tatsache ebenso wichtig war. Doch die Fakten sprachen für sie. Sharon konnte unbemerkt Fakten sammeln, die wichtig für einen Angriff wären. Nur ging es bald um die Frage ob man ihr auch vertrauen konnte.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 5:38 am

''Dieses Ding ist ein Toaster, du willst einem Toaster vertrauen? Sie alleine nach Neu Caprica schicken? Wie wäre es, wenn wir gleich große Zielscheiben auf die Schiffe der Flotte malen, hm? Was sagt dir, dass es uns nicht verraten wird, wie es es einst getan hat? Vielleicht hat es einen freien Willen, vielleicht verrät es uns, weil es nicht anders kann. Es ist ein Cylon, ein Cylon bleibt eine Maschine, egal, wie menschlich es ist. Eine Maschine kann immer irgendwelche Unterprogramme haben, eingeprägte Befehle, die die Loyalität erzwingen.''
Lee missfiel diese ganze Situation, aber sein Vater hatte Recht. Es war tatsächlich die einzige und wohl auch noch die beste Möglichkeit, aber noch wollte er es nicht wahrhaben. Er wollte es nicht wahrhaben, dass es die einzige Möglichkeit war, die Bewohner Neu Capricas zu retten, ohne Selbstmord zu begehen.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 5:50 am

Wie Lees Vater es ahnte. Dem Commander gefiel die Idee nicht. Was von einem gewissen Standpunkt aus mehr als vrständlich war. Jedoch sollte Lee seinem Vater nicht unterstellen wollen er setzte sein Vertrauen blind in den Toaster. Er vertraute Sharon keinesfalls. Aber sie vertraute ihm, weshalb auch immer. Obwohl, Boomer brachte ihm dieses Vertrauen entgegen. Jedoch war sie nicht Boomer!!

"Denkst du tatsächlich ich hätte diese Dinge nicht unlängst erwogen? Ich traue ihr nicht. Sie aber vertraut mir. Selbst nach dem Tod von Hera vertraut sie mir immer noch.
Dieses Vertrauen will ich ausnutzen, aber nicht ohne mich abzusichern.

Fakt ist, dass sie dieser Flotte mehr als einmal geholfen hatte - oder siehst du das anders, Lee?

Fakt ist dass sie auf Caprica und Kobol geholfen hatte. Kara hatte ihr vertraut. Zu Agathon hat sie mehr als nur Vertrauen aufgebaut.

Fakt ist auch, dass sie alles tun würde, um Teil dieser Flotte zu sein. Wir beide hätten unlängst erkannt wenn sie uns auspielen wollte. Aber die Cylonen mussten hohe Verluste in Kauf nehmen seit sie uns immer wieder warnte - und half.

Jedoch glaube ja nicht ich wäre blind. Dieses Modell und ich haben eine Vergangenheit. Was mich aber nicht abhält sie zu benutzen. Also Commander, wenn du einen besseren Vorschlag hast, dann immer raus damit! Nenne mir eine bessere Alternative!"
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Mai 01, 2010 6:05 am

Neu Caprica

Widerstand

Saul starrte Tyrol mit seinem verbliebenen Auge an, während er redete. Wie zu erwarten war, kam nur weibisches Gewäsch. Doch was er am Ende sagte, schlug dem Fass den Boden aus. Tighs Züge entgleisten vor Zorn, als er diesen Mist hörte. Er packte Tyrol mit der rechten Hand am Hals und warf ihn zu Boden.

"Das nächste Mal, wenn Sie so einen Mist behaupten, Chief" - dieses Wort spuckte er beinahe aus wie ein verfaultes Stück Obst - "dann wird es das letzte sein, was Sie jemals gesagt haben. Der Alte Mann würde uns niemals hier zurücklassen, er würde niemals ohne uns zur Erde fliegen. Lassen Sie sich das gesagt sein."

Dann drehte sich Tigh um, er meinte, er hätte hier noch irgendwo eine Flasche stehen. Anders half währenddessen Tyrol wieder auf die Beine, der sich den Staub von der Kleidung klopfte und Tigh mit vor Zorn funkelnden Augen durchbohrte.
Saul fuhr fort, nachdem er sein Glas gefüllt und einen Schluck genommen hatte.

"So wie ich das sehe, ist das Blödsinn. Wir können uns verhalten wie die Lämmer und den Schwanz einziehen. Dann passiert nichts, und wir können zusehen, wie wir langsam als Toasterhaustiere dahinsiechen, die nicht mal kacken gehen können, ohne vorher die Bleckkübel um Erlaubnis zu fragen. Das ist kein Leben, das auch nur irgendwie wert wäre, es zu leben.
Wir befinden uns immer noch im Krieg, meine Herren, selbst wenn das manch einer schon zu vergessen haben scheint." Er funkelte Tyrol böse an. "Menschen, die mit den Toastern kollaborieren, sind der Feind. Und wir werden mit allen Mitteln gegen den Feind vorgehen. Lieber sterben wir stehend, als uns versklaven zu lassen! Anders, bereiten Sie Ihren Mann darauf vor. Behängen Sie ihn mit Sprengstoff, Nägeln und - falls vorhanden - mit Benzin. Ich will ein Gemetzel, der Gestank von verbrannten Leichen soll diesen Schweinen in der Nase liegen. Chief, ich will, dass Sie mit dem, was wir haben, Sprengfallen improvisieren. Was immer Ihnen auch für eine Schweinerei einfällt, nur her damit. Ich will, dass die Cylonen keinen Schritt mehr aus ihrem Betonbunker machen können, ohne Angst haben zu müssen, zu verrecken. Wenn sie sich nicht mehr in der Kolonie bewegen können, dann werden sie verlieren. Das war noch in jedem Partisanenkrieg so. Des Weiteren will ich Pläne, wie wir Baltar ausschalten können.

Noch Fragen?"

Tigh leerte mit einem Zug sein Glas.
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