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 Battlestar Galactica - Der Widerstand

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Boomer
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BeitragThema: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 4:53 am

Zitat :
Neben den Hauptcharakteren auch Nebencharaktere möglich:

Viper047 - Admiral William Adama Very Happy

DeiNaGon - Colonel Saul Tigh

Ban - Ban Duncan/Felix Gaeta

Atlan - Commander Lee Adama

Boomer - Modell Nummer Acht

Niko - Präsident Gaius Baltar






INTRO


1 Jahr war vergangen als wir die Menschen auf Neu Caprica fanden. Wir sprangen mit unserer Flotte in den Orbit des Planeten. Unsere Ankunft blieb nicht lange geheim. Die Galactica, Pegasus und ihre übrige Flotte floh vor uns. Denn sie hatten keine Chance gehabt, wenn sie hätten kämpfen wollen.
Sie zogen es vor zu fliehen. Und sie ließen sie zurück. Sie überließen die Menschen auf der Planetenoberfläche ihrem Schicksal - den Kindern der Menschheit.

Als wir die neue Kolonie betraten, schworen Caprica Six und ich das Versprechen, welches wir auf Caprica uns einander gaben, einzulösen. Wir schworen uns das Leid und Schmerz, den unserer beider Völker auf schrecklichste Art und Weise ertragen mussten, ein Ende zu setzen. Nie wieder sollte es unter uns ein Opfer geben müssen. Wir wollten den Frieden. Aber nicht alle Cylonen wollten den Frieden. Sie wollten keinen Frieden weil sie nicht das kannten was wir in unserem Leben erfuhren. Etwas was ihnen fremd war und in dem ganzen Leid, was wir den Menschen zufügten, ständig wuchs.

Es war die Liebe. Ein Begriff für viele Augenblicke eines Lebens. Caprica fühlte dies während ihrer Zeit bei Gaius Baltar. Und ich? Ich fühlte das was Liebe ebenso ist. Schmerz und Wut. Ich habe Menschen, die ich liebte, schreckliche Dinge angetan. Einen geliebten Menschen erschossen und eine Liebe verraten.

Doch nun sollte sich alles ändern. Wir waren bereit einander zu verzeihen und für einen Neubeginn. Aber als wir ankamen, wusste ich bereits im Voraus das wir dieses Ziel nie erreichen würden. Wir kamen nicht als Befreier, sondern als Besatzer. Wir lebten nicht in Koexistenz, sondern unterdrückten.
Ich erkenne heute noch den Hass in ihren Augen, die Verzweiflung in ihren Gesichtern, als wir kamen. Ich sehe heute noch wie sie links und rechts von uns standen - Männer, Frauen und Kinder. Ich kann ihre Blicke heute noch auf meiner Haut spüren.

Als wir zu Präsident Baltar kamen und er gleich die Kapitulation aussprach, legte er zugleich den Grundstein für den traurigen Höhepunkt unseres Krieges. Er sprach davon das die Menschen sich fügen würden, sich nicht erwehren und ihr Schicksal ohne Widerstand annahmen.
Wir hatten es in der Hand. Wir hätten es verhindern können, hätte nur einer von uns etwas gesagt.

Heute, 5 Wochen später, sollte genau dieser Widerstand, den sich die Menschen nicht hinreißen wollten, seinen Lauf nehmen und uns für immer im Gedächtnis haften bleiben.
Den Traum, den Caprica und ich hatten, wurde zu einem Alptraum, der einen nie wieder los läßt und mit sich in die schwarze Tiefe reißt....


Battlestar Galactica - Der Widerstand





HEUTE

Freilassung des Gefangenen 47372 - Colonel Saul Tigh......


Zuletzt von Boomer am Do Jan 08, 2009 10:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Viper047
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 9:54 am

Inro : Battlestar Galactica - Der Widerstand

Battlestar Galactica


Das Ticken der Uhr war schwach zu hören im Quartier des Admirals. In seinem Kopf zählte er jedes Ticken. Jeder neue Schlag des Sekundenzeigers war ein verlorener Moment. Ein Moment wo er nichts tun konnte um die Menschen von Neu Caprica zu retten.
Mit halbvollen Glas Whiskey saß er an seinem Schreibtisch und las immer wieder die Berichte seiner Aufklärer durch. Sie beobachteten im Stillen die Basisschiffe, wie sie im Orbit der neuen Kolonie hinein und heraussprangen. Er versuchte ein Muster zu erkennen. Doch sein Verstand sah nichst womit er was anfangen konnte.
Die Cylonen verwandelten den Planeten in eine Festung. Sie änderten in unregelmäßien Abständen ihre Patrouillen rund um Neu Caprca. Mal waren es 3 Schiffe, in der nächsten Stunde waren es 7 Schiffe.
Die Situation schien hoffnungslos. Adama wollte etwas tun, aber konnte nicht.

Und genau das brachte den Zorn in ihm hoch. Warum ist er geflohen? Warum hatte er nicht versucht die Menschen zu retten? Aber schon im nächsten Augenblick konnte er sich die Antwort darauf selbst geben. Wäre er nicht geflohen, wären die Pegasus, die Galactica und die restlichen Flottenschiffe zerstört und ihre Trümmer über ganz Neu Caprica verteilt. Den Menschen auf der Oberfläche hätten schließlich garkeine Hoffnung mehr gerettet zu werden.

Verzweifelt und nach einer greifbaren Lösung ringend warf der alte Mann die Papiere auf seinen vollen Schreibtisch und wollte seinen Frust mit Alkohol ertrinken. Auch nur ein Gedanke an die ganzen Seelen machte ihn traurig. Wie mochte es ihnen ergehen? Sein Freund Saul - oder Laura?
Er würde so gerne einen Raptor hinunterschicken und ihnen sagen das sie nicht alleine waren. Vielleicht versuchten sie auch von ihrer Seite aus Kontakt aufzunehmen. Diese Ungewissheit machte ihm jeden Tag aufs neue ungeheure Schuldgefühle.

Wenn die Cylonen bloss nicht den Planeten hermetisch abgeriegelt hätten, wenn sie nur eine einzige Nachricht hätten senden oder empfangen können. Er wollte ihnen sagen das sie da waren und sie ausharren sollte. Sie würden kommen. Sie sollten den Glauben nicht verlieren. Aber die Hoffung sinkt mit jeden Tag mehr. Die Cylonen stören den Funk, Athena kann auch nicht weiterhelfen was den Code betraf, ohne den Schlüssel zu haben, die Raptor erkannten keine Lücke, die nicht in der nächsten Stunde wieder geschlossen war. Stunde um Stunde nur schlechte Nachrichten. Doch William wollte und konnte nicht aufgeben. Er war es ihnen schuldig - ihnen alle. Er würde sie eines Tages nach Hause holen. Und wenn es sein Leben kostete.

"Haltet durch! Wir werden kommen!" sprach Adama bevor er sich vom Sessel erhob um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.


Zuletzt von Viper047 am Mo Jan 12, 2009 3:46 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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DeiNaGoN
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 10:45 am

Die verrosteten Tore des Gefängnisses schwangen mit einem unheilvollem Knarzen auf - dem Klang der Freiheit. Nach endlos scheinenden Tagen in der Dunkelheit konnte er endlich dieses feuchte Rattenloch verlassen, in dem er eingepfercht worden war, misshandelt worden war, in dem sie ihm sein Auge genommen hatten.
Links und rechts von ihm standen Wächter. Menschen, keine Cylonen. NCP - New Caprica Police nannte sich dieser Haufen von Defätisten, rückgratslosen Verrätern am eigenen Volk, Toasterhörige.
"Saul?" - eine bekannte Stimme empfing ihn unter dem trüben Licht Neu Capricas. "Saul!"
Ellen rannte auf ihn zu und fiel ihm, der darauf nicht gefasst war, in die Arme. Sie umklammerte ihn fest, er erwiderte das eher zögerlich, dann umarmte er sie jedoch auch inniger.
"Ellen...", sagte er etwas entgeistert.
"Saul, ich habe dich vermisst." Sie küsste ihn leidenschaftlich auf den Mund. Sie roch eigenartig, aber vielleicht bildete er sich das auch nur ein. In den letzten Wochen bekam seine Nase keine großartige Abwechslung.
Ihre Lippen trennten sich und sie betrachtete prüfend den blutigen Verband der sich um sein Schädel wand und das rechte Auge bedeckte.
"Saul, was haben sie dir angetan?!"
"Das willst du in Details gar nicht wissen, glaub mir!"
Er hielt inne und blickte sich um, auf schmutzigen, matschigen Boden stehend.
"Wir verschwinden" - er blickte sich um und sah zu den Wachen, wobei er lauter sprach - "Hier ist mir zuviel schlechte Gesellschaft!"
Als sie etwas weiter weg waren, in dunkelene Seitengässchen zwischen den einfachen Blechhütten und gelandeten Schiffen einbogen, sah Saul sie ein weiteres Mal mit seinem verbliebenen Auge und wisperte ihr zu.
"Ellen, erzähl es mir. Was in der Zwischenzeit passiert ist, der Widerstand!"
Er wirkte unheimlich auf sie, als er das sagte. Er erinnerte sie in diesem Moment an einen Wahnsinnigen, von Paranoia getrieben. Schließlich begann sie zu erzählen...
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Ban
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 10:57 am

Battlestar Chronos
Standort: Zwischen den Kolonien und der Red Line
Auftrag: Schutz der Anlagen

Neben einer alten Werft der zwölf Kolonien kreuzte neben sieben cylonischen Basisschiffen und einem Wiederauferstehungsschiff auch ein Kampfstern der verwüsteten Kolonien. Auf diesem Schiff und der Werft, die es umkreiste, lebten und arbeiteten die letzten freien Menschen im Weltall, abgesehen von den Menschen, die in den Kolonien auf verlorenem Posten kämpften. Davon abgesehen gab es natürlich noch die Flotte der Galactica, doch der Großteil dieser litt auf Neu Caprica unter den Besatzern, den Cylonen. Die wenigen, die entkommen waren, befanden sich an einem unbekannten Ort und warteten vermutlich auf ihre Chance, die Eingeschlossenen zu befreien.
Das alles wusste die Crew dieses Schiffs – des Battlestars Chronos - nur durch ihre neuen Alliierten – eine Gruppe rebellierender Cylonen um eine Version des Modells Nummer Acht, die sich selbst Liyan nannte. Diese war mit ihren Anhängern vor einer großen cylonischen Streitmacht geflohen, die sie in einen Hinterhalt gelockt hatten, und hatte sich auf die Suche nach dem dritten überlebenden Kampfstern gemacht. Das hatte einen simplen Grund – die Position der Flotte um die Galactica war unbekannt und die Chronos hatte sich einen gewissen Ruf erarbeitet. Während die Galactica mit den meisten Überlebenden geflohen war, hatten sich sowohl die Pegasus als auch die Chronos zum Guerillakrieg gegen den Feind entschieden. Die Pegasus hatte auf ihrem Weg, der sie letztlich zur Galactica geführt hatte, drei Basisschiffe vernichtet und sich dann deren Suche nach der Erde angeschlossen.
Die Chronos jedoch hatte mehr als zehn Basestars auf ihrem Weg ins Ungewisse vernichtet. Immer wieder hatte sie den Cylonen Fallen gestellt und diese waren immer wieder hinein getappt und unterlagen dem Kampfstern in jeder Schlacht aufs Neue. Längst war die Chronos zum wichtigsten Ziel der Cylonen geworden, aber der Kampfstern war ihnen immer wieder entkommen und hatte den Cylonen erneut Verluste beigebracht. Als Liyan und ihre Verbündeten oder Kameraden dann die Rebellion begannen, galt ihnen die Chronos als Vorbild und nach der vernichtenden Niederlage von Liyans Streitkräften wurde sie zu ihrer Hoffnung.
Irgendwie schafften es Liyan und die ihren, exakt an den Ort zu springen, an dem die Chronos sich zum selben Zeitpunkt zwecks Tyliumbeschaffung aufhielt. Liyans Basisschiffe hatten die Chronos umzingelt, während diese ihre Waffen aktiviert und die Flucht vorbereitet hatte, doch es sollte anders kommen. Liyan kontaktierte die Chronos und erklärte ihre Situation, die Rebellion und die Tatsache, dass sie einen gemeinsamen Feind hatten, dass sie Verbündete sein könnten. Aber all dies konnte die Menschen auf der Chronos nicht überzeugen – zu viel hatten sie erleb. Sie kannten inzwischen alle sieben Modelle, von jedem war ein Exemplar auf ihrem Schiff gewesen und dort letztlich gestorben. Zwei von ihnen konnten ihren Auftrag vollenden und dem Kampfstern schaden, die anderen fünf wurden bei dem Versuch getötet.
Trotzdem gelang das Schmieden eines Bündnisses, als sich der menschliche Teil von Liyans Kameraden einschaltete und mit dem Commander der Chronos sprach. Dieser zweifelte zwar immer noch, konnte aber überzeugt werden, als ihn Liyan und Hamilton – Anführer der menschlichen Verbände – auf die Chronos begaben und dort ein Gespräch mit dem CO und seinem XO führten. Seitdem war es für beide Seiten bergauf gegangen – zusammen hatte man zuerst den Verfolgerverband vernichtet, ohne auch nur einen Raider überleben zu lassen.
Dann war man in die Kolonien zurückgekehrt, denn der CO der Chronos kannte eine alte, längst verlassene und vergessene Werft der Kolonialflotte aus dem Cylonenkrieg. Eigentlich war diese noch vor der Geburt des Commanders verlassen wurden, doch war sein Großvater dort stationiert gewesen und hatte dem Kind, das inzwischen zum Commander gereift war, damals von der Werft erzählt und vom Krieg. Er hatte die Geschichten nie vergessen und nicht einmal dieses eine Mal, an dem sein Großvater den Standort der Werft genannt hatte und so hatten die Rebellen und die Crew der Chronos diese Werft wieder in Betrieb genommen.
Inzwischen verfolgte sie wieder ihre alte Aufgabe und in den drei Hauptdocks wurden drei neue Schiffe für die Flotte der Rebellen und Menschen gebaut. Es waren ursprünglich Kampfsterne der Columbia-Class, aber den Verbündeten fehlte das Material für die Panzerung, also vermischten sie koloniale mit cylonischer Panzerung. Das Ergebnis war eine Legierung, die die Columbia-Battlestars widerstandsfähiger machte und die Stärke der Panzerung dem Niveau der Mercury-Klasse näher brachte. Diese Variante eines Kampfsterns hatte von beiden Seiten einen neuen Namen bekommen, der das Bündnis bestätigte und die Botschaft dieser Schiffe deutlich verbreiten sollte: Cystar.
Noch zwei Wochen waren es bis zur Fertigstellung der kolossalen Kampfschiffe, die die Flotte unter dem Kommando von Liyan und dem CO der Chronos kampfstärker machen würden als jemals zuvor. Zwei der Cystars gingen an die Kolonialflotte, einer unter dem Kommando von George Bennett, die andere unter dem Kommando von Steven Vigp– die Avenger und die Phoenix. Letztere hatte jedoch keine rein menschliche Crew wie die Chronos oder die Avenger, sondern eine Crew aus Cylonenrebellen und Menschen. Sie symbolisierte das Bündnis und das drückte auch der Name des Kampfsterns aus, der eine Wiedergeburt aus der Asche – den verwüsteten Kolonien – verkündete. So war auch die Führungscrew aus beiden Parteien zusammengesetzt worden, natürlich erst nach der Zustimmung beider Seiten und Crews. Der Commander war ein Mensch, sein XO ein Cylon, doch die beiden waren bereits jetzt ein gutes Team und die Probleme der Vergangenheit – der grausame und vernichtende Krieg – schienen hier bereits beigelegt.
Der dritte Kampfstern ging an die Rebellen und würde unter dem Kommando von Liyan selbst stehen, die auch den Namen bestimmt hatte: Alderia. Auch er hatte sein Symbol, wie auch die Phoenix und die Avenger stand er für die Wiederauferstehung der kolonialen Flotte und für den Frieden zwischen Todfeinden. Liyan wünschte sich bereits seit Wochen den Tag herbei, an dem die Schutzfolie der Beschriftung entfernt werden würde, denn dann ginge ihr Traum in Erfüllung, der sich dieses Schiff von ganzem Herzen wünschte. Das war auch den Kolonialen nicht verborgen geblieben und, obwohl sie den Grund für Liyans Verhalten nicht kannten, so ging es ihnen doch genauso – auch sie wünschten sich die Indienststellung der Kampfsterne herbei. Sie waren das Sinnbild kolonialer Kampfkraft und sollten den Cylonen die Vernichtung bringen, die sie den Menschen brachten.
Aber das war nicht das Hauptproblem der Rebellen und der Menschen, denn die Cylonen kannten weder diese Werft noch den Mond, den sie umkreiste. Obwohl dieser Mond der perfekte Standort für eine Werft und ihre Versorgung war, denn er besaß eine eigene Atmosphäre und beherbergte alle nötigen Ressourcen zur Produktion und Versorgung eines Kampfsterns und der nötigen Produktionsanlagen und Werften. Diese Anlagen waren sogar noch vorhanden und einsatzbereit gewesen, als die Verbündeten hier aufgetaucht waren, daher war es ihnen nicht schwer gefallen, sie wieder in Betrieb zu nehmen und den Schiffsbau zu beginnen.
Das wesentliche Problem der Rebellion war ihre Gesamtsituation: noch immer waren es nur sehr wenige Cylonen, die die bestehenden Verhältnisse in Frage stellten, zu wenige für eine wirkliche Rebellion. Das wussten auch die Rebellen und die Menschen, doch beide hatten ihren Weg aus Notwendigkeit und meist auch aus freiem Willen gewählt und würden bis zum Tod nicht von ihm abweichen. Außerdem hatte die Galactica bewiesen, dass es immer eine Chance gab, also gab es keinen Grund, von einer unabwendbaren Niederlage auszugehen, schließlich konnten sie auch Unterstützung durch weitere Rebellen erhalten. Doch solange hatten beide Parteien ein und dasselbe Ziel – die Galactica und die Pegasus, die Flotte der Flüchtlinge. Sie wollten sie finden und helfen, die Menschen aus der Gefangenschaft auf Neu Caprica zu befreien. So schwer diese Aufgabe auch schien, so nötig und richtig blieb sie in den Augen beider Parteien und so sicher war man sich, es zu versuchen. Die vier Kampfsterne sollten – nach Fertigstellung der drei Columbias – in die Nähe von Neu Caprica springen und dort nach der Flotte suchen.
Den Standort der Kolonie und die in der Nähe eingesetzten Schiffe waren den Rebellen über Spione und Agenten in der Kolonie bekannt. Diese Unterstützer der Rebellion leiteten Nachrichten manchmal direkt über Neu Caprica und die Patrouillenschiffe der Kolonie, manchmal über die angebrachten Relaisstationen und manchmal über das Kommunikationsnetzwerk der Cylonen bei den Kolonien Kobols und der Heimatwelt. Über die gleichen Wege erhielten die Rebellen laufend Informationen über die Flottenbewegungen der Cylonen, was sie in die Lage versetzte, Transporter und Kampfverbände überfallen zu können, ohne in Fallen zu tappen. Außerdem war es ihnen so möglich, sich auf etwaige Angriffe vorzubereiten, obwohl diese noch unmöglich waren, da der Gegner den Standort der Werft nicht kannte. Darüber hinaus ermöglichten ihnen diese Informationen das effektive Umgehen von Feindverbänden.

Im CIC der Chronos herrschte seit Tagen die gleiche Situation und eigentlich störte das die Crew des Schiffes nur wenig. Personal kam zum Schlafen und für die Ruhepausen und ging wieder, um auf der Werft zu arbeiten oder dem Personal der drei neuen Kampfsterne den Umgang mit den Systemen eines solchen Schiffs zu lehren. Schließlich waren die meisten künftigen Soldaten und Offiziere ehemalige Cylonen oder menschliche Zivilisten, die nicht wussten, wie man einen Battlestar einsetzte und bediente. Das lehrte daher die Crew der Chronos, die in den Übungen vor dem Überraschungsangriff und den Monaten danach mehr als genug Erfahrung in diesem Bereich gesammelt hatte.
Inzwischen war es mehr als eineinhalb Jahre seit der Vernichtung der Kolonien und in den Köpfen so manches Besatzungsmitgliedes der Chronos waren die Erinnerungen noch so frisch wie am Tag des Geschehens. Das Schiff lag an einer Geheimwerft nahe Scorpia und wurde zwecks Indienststellung aufmunitioniert und mit Vorräten versorgt. Der Prozess war gerade so abgeschlossen, als der Angriff erfolgte und die Cylonen auch zu der Werft Schiffe schickten. Die beiden Defender, die den Bereich sichern sollten, wurden augenblicklich mitsamt ihrer Geschwader vom Cylonenvirus außer Gefecht gesetzt und schnell vernichtet. Dennoch genügte die Zeit bis zur Vernichtung noch für ein letztes Gespräch zwischen dem damaligen XO und dem ehemaligen CO des Schiffs, der auf einem der Defender starb.
In diesem Gespräch ernannte er den XO zu seinem Nachfolger und vertraute ihm die Chronos an, dann wurde der Defender von einer Nuklearrakete zerrissen. Währenddessen hatten Raider die Zivilschiffe angegriffen und vernichtet – die Chronos hatte nicht eingreifen können. Nachdem man gemerkt hatte, dass die Cylonen einen Virus nutzten, hatte der XO das Netzwerk abschalten lassen und alte Software installieren lassen. Beides hatte er selbst installiert und ermöglicht, da es sein ewiges Misstrauen geradezu verlangt hatte – er hatte Netzwerken und der Sicherheit derselben nie vertraut. Doch dieser Prozess dauerte seine Zeit und betraf auch die Viper, die auf ein älteres Navigationssystem umgerüstet wurden und nachher darüber hinaus noch im Bezug auf die Hardware umgebaut wurden, um gegenüber Viren vollends unempfindlich zu sein, ohne die Leistungsfähigkeit der Jäger wirklich einzuschränken.
Die Raider und das Basisschiff hatten die Zivilschiffe und die Defender problemlos vernichtet und wandten sich nun dem scheinbar schutzlosen Titanen und der Werft zu. Aber dafür war es dann zu spät gewesen; die Chronos hatte ihre Systeme reaktiviert, als die ersten Raider in Feuerreichweite kamen, und nahm diese und später das Basisschiff problemlos unter ein vernichtendes Feuer. Nach dem Sieg lagerte man so viel von den Vorräten der Werft wie irgend möglich auf dem Kampfstern ein, trotz der eigentlich bereits gefüllten Lager. Daher hatte man Ersatzteile und Panzerungsplatten auf Gängen und nicht genutzten Teilen der Hangarräume gelagert, um in den wirklichen Lagerräumen mehr Platz für sensiblere Komponenten, Waffen, Munition und Lebensmittel zu schaffen. Aber auch das sorgte nicht für einen unbegrenzten Frachtraum und irgendwann waren alle Kapazitäten erschöpft. Daraufhin verließ man die Werft und zerstörte sie mit der Munition und den Raketen, die man nicht mitnehmen konnte.
Aufgrund des letzten ausgegeben Befehls ging es für die Chronos dann nach Picon, was jedoch wenig brachte, da die Flotte inzwischen nahezu vollständig vernichtet war und den Cylonen nichts mehr entgegensetzen konnte. So erging es auch der Atlantia, die noch kämpfte, als die Chronos ankam, aber für ihre Rettung war es dennoch zu spät – ihr FTL war zerstört. Die Chronos jedoch griff an und vernichtete im ersten Anflug mit Raketen und Schiffsbewaffnung zwei der vier in Reichweite befindlichen Basisschiffe. Nur um kurz darauf zu erfahren, dass die Atlantia nicht gerettet werden konnte, dennoch war Tanaka für diese Chance dankbar und evakuierte einen Teil seiner Crew mit den verbliebenen Raptor und Viper auf den neuen Kampfstern. Außerdem beförderte er den heutigen CO der Chronos offiziell zum Commander, weil er den Mann als kompetenten Offizier einschätzte und weil ein Kampfstern einen Kommandeur brauchte. Zuletzt befahl er dem Schiff die Flucht, jedoch befolgte man dort den Befehl nicht und wollte Ersatzteile für den FTL auf die Atlantia bringen. Tanaka wusste, dass die Zeit dafür nicht reichen würde und wählte die einzige Möglichkeit, die Chronos zur Flucht zu bewegen. Nachdem seine Raptor und Viper auf der Chronos gelandet waren, ließ er sie nicht erneut starten, sondern kam ihnen mit seiner Crew zuvor und steuerte sein Schiff in einen der Basestars.
Als der CO der Chronos das bemerkte, ließ er sein Schiff den Sprung vorbereiten. Das letzte, was die Sensoren vernahmen, war die Explosion der Atlantia und eines Basestars, dann war der Sprung ausgeführt und der Kampfstern befand sich jenseits der Red Line. Von da an begann die Chronos ihren Rachefeldzug in Form eines Guerillakrieges gegen die Cylonen, bis man auf Liyan traf und mit dieser in die Kolonien zurückkehrte, um eine vollkommenere Rache zu nehmen.
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Ban
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 10:59 am

Ich hasse diese Postlängenbegrenzung.
_______________________________________________________________

Seitdem hatte sich in den Einstellungen der beiden Parteien eine Menge getan und aus einer Zweckgemeinschaft wurde ein wirkliches Bündnis, was letztlich zur Folge gehabt hatte, dass es nicht einen Oberkommandeur geben konnte, stattdessen musste es zwei geben. Diese waren auch schnell gewählt und von der Gegenseite akzeptiert worden. Auf der einen Seite war es Admiral Liyan für die Flotte der Rebellen, auf der anderen Seite stand der damalige Commander Ban Duncan – CO der Chronos. Damit die beiden Offiziere auf einer Ebene standen und auf eben dieser Ebene ihre Vorgehensweise und Aktionen planen, besprechen und entscheiden konnten, war es nötig gewesen, Duncan in den Rang eines Admirals zu erheben. Dabei war der Offizier keine zwei Jahre zuvor noch XO und Colonel gewesen und darüber hinaus gerade einmal zweiunddreißig Jahre alt, dennoch hatte er das Vertrauen der Menschen des Bündnisses und wurde von den Cylonen akzeptiert. Schließlich hatte die Chronos unter seinem Kommando einige große Siege gewonnen und einige mindestens genau so große Schlachten geschlagen.
Und da war er nun, Admiral Ban Duncan, mit der Aufgabe, die Cylonen zu bekämpfen und gleichzeitig mit ihnen zusammen zu arbeiten. Aber inzwischen war er daran gewöhnt und ihm war längst klar, dass diese Cylonen nicht die Feinde der Menschen waren. In diesem Wissen arbeitete er momentan auch an einem für die Cylonen wichtigen Projekt, obwohl er den Inhalt des Projektes in gewisser Weise verabscheute. Denn durch diese Arbeit senkte er den Wert des Lebens für die Cylonen noch weiter, schließlich waren diese inzwischen daran gewöhnt, im Regelfall wieder aufzuerstehen und lebten in diesem Wissen. Das senkte für sie den Wert eines Lebens, derer die Menschen nur eins hatten, was Ban nicht nur einmal auf den Gedanken brachte, dass dieses ewige Leben nicht richtig sein konnte. Aber welches Recht hatte er, über die Rebellen zu richten? Würden nicht auch die Menschen diese Wiederauferstehung wählen, wenn sie könnten? Nein, dieses Recht hatte er nicht – und ja, auch viele Menschen wollten das ewige Leben. Außerdem handelte es sich bei Liyan und ihren Rebellen um Verbündete, deren Tod er ohnehin genauso wenig dulden konnte wie den eines Menschen.
Also arbeitete er weiter an diesem Projekt und langsam kam er seinem Ziel näher – es zeigte sich erneut, dass es nicht schadete, ausgebildeter Ingenieur zu sein. Liyan hatte ihn vor einigen Tagen angesprochen und zwar auf die Problematik der Wiederauferstehungsschiffe, die das schwächste Glied der cylonischen Flotten darstellten, ihre Achillesferse. Sie wollte diese Schwachstelle loswerden und suchte nach einem Weg dazu, aber ihre Ingenieure fanden keine effektive Lösung. Die hatte Ban aber inzwischen gefunden, indem er die neuen Kampfsterne als Plattform nutzte, da diese große Frachträume hatten, von denen einer problemlos ausreichte, um Wiederauferstehungsbecken und die nötigen Anlagen zur Auferstehung zu beherbergen. Einziger Nachteil waren die geringeren Kapazitäten, die auch der Anzahl der verfügbaren Körper auf dem Schiff limitierte, Andererseits sollten auch nicht so viele Cylonen sterben, denn dieser Fall bedeutete die Vernichtung eines Basisschiffs oder sogar eines Kampfschiffs. Aber sein Projekt war ein Anfang und machte zumindest bei kleineren Einsätzen die Auferstehungsschiffe überflüssig.
Während sein XO die Berichte über die Ausbildung und die Arbeiten durchging, arbeitete Ban die Details des Wiederauferstehungsraumes für Kampfsterne aus. Sowohl die Phoenix als auch die Alderia sollten mit so einem Raum ausgestattet werden, was hieß, dass er spätestens in einer Woche fertig sein musste. Damit stand für ihn fest, dass er das auch sein würde, wobei er hoffte, bereits in zwei oder drei Tagen die Arbeit abschließen zu können.
„Immer noch diesen Auftrag von Liyan, Ban?“
„Sie ist unser Alliierter und diese Becken sind auch für die Rebellen von größter Wichtigkeit.“
„Jaja, ich weiß, sie garantieren das ewige Leben! Es wäre vielleicht besser, wenn sie auch sterben müssten, dann schätzten sie das Leben mehr.“
„Zum einen haben wir wohl kaum das Recht darüber zu richten und zum anderen wären wir kaum Soldaten, wenn wir unser Leben allzu hoch einschätzen würden.“
„Na gut, dennoch heiße ich es nicht gut.“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass die auch nicht alles gutheißen werden, was wir so machen.“
„Stehst du neuerdings auf deren Seite?“
„Meines Wissens stehen wir auf der gleichen Seite – aber ich weiß, was du meinst. Nein, tue ich nicht, aber ich denke, dass wir als Verbündete auch einige Fehler des anderen akzeptieren sollten. Ansonsten dürfte dieses Bündnis längst sein Ende gefunden haben.“
„Das lasse ich gelten, Ban. Aber eigentlich geht es um etwas anderes.“
„Und zwar?“
„Die letzten Testberichte der Crews für die Kampfsterne – unsere Leute bescheinigen endlich volle Kampfbereitschaft.“
„Sehr gut. Weder die Menschen noch die Rebellen werden jetzt schon informiert, es bringt mehr, wenn sie bis zum Ende hart an sich arbeiten.“
„Das sind nur noch zwei Wochen, vielleicht etwas Ruhe?“
„Eine Woche noch Vorbereitung, die letzte können sie sich ausruhen, sofern es auch weiterhin so ruhig bleibt.“
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Boomer
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 11:12 am

New Caprica City
Das von den Cylonen besetzte Neu Caprica

Inmitten der neugegründeten Stadt New Caprica City stand das gefürchtete Gefängnis der Besatzungsbehörde. Ein grauer Betonblock. 4 Stockwerke hoch, quadratisch angelegt, ragte es über den Zelten der Stadt. Einige Fenster waren vergittert, dort waren u.a. Gefangenenräume oder die Bettenstationen. Im Ostteil des Gebäudes waren die meisten unvergitterten Fenster. Einige davor waren verziert, andere hatten Vorhänge an den Fenstern. Es waren Wohnungen der Cylonen. Sie wohnten in gut ausgebauten und geheizten Appartments während die Menschen unter den widrigen Bedingungen lebten. Hinter eines der Fenster lebte auch Kara Thrace mit Leoben. Und Boomer hatte auch hier ihre Wohnung. Sie konnte durch ihr Fenster auf die Stadt hinab sehen. Sie beobachtete jeden Tag die Menschen dort unten. Die Menschen, mit denen sie einst auf der Galactica diente, aß oder Karten spielte. Sharon erkannte viele Gesichter wieder. Sogar einige Namen kannte sie noch.

Obwohl sie so viel zu sehen hatte, ohne sich wirklich zu zeigen und im Geheimen still und regungslos zu beobachten, war ihr Blick stets nur auf ein Zelt gerichtet. Sie konnte nur das Dach erkennen, das Zelt von den Tyrols. Jeden Tag hielt sie Ausschau. Ausschau nach ihm - Galen. Sie wusste nicht warum, schwor sich auch jeden Tag damit aufzuhören und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Umsetzen konnte sie es aber nicht.

Wenige Meter über Boomers Fenster wusste eine andere Person von ihrer Obsession. Eine andere Acht. Sie wusste genau wann Boomer die Menschen beobachtete und dachte sich ihren persönlichen Teil dazu. Sie hielt Sharon Valerii für schwach weil sie sich ihren Gefühlen und Erinnerungen hingab.
Anders als sie. Sie war gnadenlos, hatte nichts für die Menschen übrig. Sie waren nur Vieh, die darauf warteten auf die Schlachtbank geführt zu werden. Und sie war einer der Schlächter.
Und so blickte dieser Schlächter hoch oben vom Dach hinunter. In ihrer schwarzen Kampfuniform, eingehüllt in einem Mantel, saß die berüchtigste Killerin der Cylonen. Ein eiskalter Mörder, der effizient und gnadenlos tötete. Es war ihre Leidenschaft das töten. Und deshalb war sie auch unter den Menschen wie auch den Cylonen gefürchtet.

Denn diese Frau kannte in ihrer Leidenschaft kein Freund oder Feind, sondern nur den Auftrag und das Ziel.
Sie lebte um andere zu töten. EinSchatten, der sich bedrohlich über den Widerstand der Menschen legte, der langsam aufkeimte und eine größere Bedrohung wurde für die Cylonen. Und diese Frau sollte den Widerstand im Keim ersticken. Unter den Cylonen war sie als Cassandra bekannt, unter den Menschen als Dragon.

Genau diese Frau saß auf dem Dach als Saul Tigh das Gefängnis verließ. Sie beobachtete sein Verhalten, studierte seine Bewegungen. Selbst als diese Frau auf ihn zukam und in den Arm nahm, erkannte Cassandra diesen unerbitterlichen Stolz. Sie hatten ihn nicht gebrochen. Das war für sie amüsant und herausfordernd zugleich. Dieser Mann war ein lohnendes Ziel.

Hinter sich vernahm sie schon früh Schritte. Sie wusste wer es war. Erkannte am Gang den Cylonen Cavil, der die Behörde leitete.

"Ich hätte dich bereits auf 12 verschiedene Arten töten können. Du solltest vorsichtiger sein!" ermahnte sie ihn, ohne den Abgang von Saul zu verpassen.

"Ist Tigh ein Problem für dich?"

"Soll ich ihn töten?"

Cavil ärgerte sich über diese Frage. Aber wollte seinen Ärger nicht vor ihr kund tun. Cassandra war zu unberechenbar in ihrem Verhalten. Das ließ er außer Acht, da sie hervorragende Ergebnisse in den Aufträgen erzielte.

"Noch nicht. Du folgst ihm und den Leuten, mit denen er sich unterhält. Ich habe zwar meinen eigenen Mann in seiner Nähe, aber sicher ist sicher. Finde den Widerstand und schalte sie aus."

"Kein Problem. Wer ist dein Mann?"

"Das geht dich nichts an, Dragon! Was hast du mit den anderen Menschen von gestern gemacht? Ich dachte der Befehl wäre eindeutig gewesen!"

Der Ton mit dem Cavil mit ihr sprach gefiel ihr überhaupt nicht. Sie bewegte sich verärget auf ihn zu und fasste in ihre Manteltasche. Cavil bekam ein wenig Angstschweiß auf die Stirn, da er ihr Vorgehen nicht einschätzen konnte. Als sie ganz nahe bei ihm war und diese eiskalten Augen des Todes anstarrten, dieses böse Lächeln ihm entgegengeworfen wurde, wurde es der 1 plötzlich ganz anders.
Sie nahm seine Hand und sie legte ihm 4 blutige Erkennungsmarken in die Hand.

"Sie sind alle tot. Ihr habe ihnen die Hälse aufgeschlitzt und unten am Fluss kopfüber aufgehangen. Die Menschen dürften sie finden, ganz leicht sogar. 4 Widerständler weniger, Cavil. Ruf mich, wenn du mich brauchst."

Lächelnd zog sie an ihm vorbei und warf die Kapuze ihres Mantels über den Kopf. Cavil schlotterten schon die Knie als sie vor ihm stand. Aber sie hatte kein Interesse an ihm.

"Es ist die Frau, Cavil!" sagte sie noch bevor Cassandra das Dach verließ.

Immer wieder von ihren Fähigkeiten begeistert blieb er auf dem Dach zurück. Für heute war er zufrieden. Auch wenn Cassandra die Menschen nicht herbrachte. Aber die Kolonisten da unten würden ihre Handschrift erkennen, da war er sich sicher. Und der Widerstand würde wissen das niemand vor Dragon sicher war - absolut niemand!
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Niko



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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 8:45 pm

Der Planet Neu Caprica
Präsident Gaius Baltar


Baltar saß an seinem Schreibtisch und lauschte mit halbem Interesse den führenden Cylonen, die in diesem Augenblick über die erst kürzlich stattgefundene Explosion diskutierten. Eigentlich hatte Gaius Baltar kaum noch was zu tun, seit er vor etwa fünf Wochen beim auftauchen der Cylonen eine bedingungslose Kapitulation anbieten musste. Er war der Präsident, wenn es darum ging den Siedlern den Anschein einer friedlichen Koexistenz zu wahren, in dem er Erlässe unterzeichnete oder öffentlich auftrat, was in der letzten Zeit aber seltener vorkam. Die Siedler hingegen ließen sich längst nicht mehr täuschen. Die Kapitulation kostete Baltar sein letztes bisschen Ansehen. Dies wahr auch einer der Gründe, warum der Widerstand gegründet wurde.

Die führende Cylonen bestanden aus 2 Einsen, 2 Fünfen, einer 3, Caprica 6 und Boomer. Die Diskussion spitzte sich allmählich zu, als Cavil betonte, dass die Siedler nur noch die Sprache der Furcht kennen würden als Kernstück des Glaubens, wie er es nannte. "Am besten wir fangen damit an, indem wir Gaius Baltar exekutieren." Gaius, der gerade in einem Buch las, schreckte nun auf. Hatte er richtig gehört? Er tat stets was die Cylonen von ihm wollten und nun das. Völlig schockiert brachte er nur ein entsetztes "Was? Was?" heraus. Hilflos blickte er links und rechts hin und her. Caprica 6 schaltete sich ein. " Das wird niemals geschehen." Doch Cavil war anderer Meinung. " Nur weil er dein persönliches Spielzeug ist, kann er noch lange nicht zum Mittelpunkt aller werden." Nun stand Baltar auf. " Ich war immer Kooperativ aber das geht entschieden zu weit." Auch Caprica 6 war nun stinksauer. " Gaius gehört mir und wer sich mit ihm anlegt bekommt es mit mir zu tun." Jetzt mischte sich auch einer der Fünfen ein. " Ich bin auch dagegen, dass Baltar eliminiert wird. Das bringt nichts." Das war Musik in Baltars Ohren. Die Fünf fuhr fort. " Hätten wir das früher gemacht, wäre es kein Problem gewesen." Baltar war sichtlich gerührt. Die andere Fünf vervollständigte die Aussage des anderen. " Aber wenn wir ihn jetzt töten, tanzen die Siedler auf den Dächern, da sie in ihm einen Verräter sehen." Jetzt war Gaius vollends beruhigt, naja in Wirklichkeit schockierte ihn diese Aussage. " Ich darf doch sehr bitten." Die beiden Einsen und Fünfen sahen gleichzeitig zu Baltar hinüber und blickten ihn eiskalt an, sodass Baltar sich verlegen wieder hinsetzte. Um ein Haar hätte er sein Todesurteil unterzeichnet, so kam es ihm in diesem Moment zumindest vor.
Doch dann wandten sich die vier wieder der Diskussionsgruppe zu und Cavil ergriff wieder das Wort. " Schön dann treiben wir die Anführer der Aufständischen zusammen und eliminieren diese. Allmählich wurde die Diskussion aufgelöst und die Einsen und Fünfen verließen den Raum, was Baltar nur recht war.

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PS: @Boomer: Ich gab diesem Treffen keine Zeitliche Angabe, so kannst du die Situation aus Deiner Sicht beschreiben wenn du willst.


Zuletzt von Niko am Fr Jan 09, 2009 4:58 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Boomer
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Do Jan 08, 2009 10:50 pm

New Caprica City
Das von den Cylonen besetzte Neu Caprica

Boomer wohnte einer Debatte in der Colonial One bei. Die führenden Cylonen unterhielten sich über das weitere Vorgehen in Bezug auf die Menschen - insbesondere gegen den Widerstand. Die Besatzer waren aufgebracht. Mit solch derartigen Aktion hatten sie nicht gerechnet. Sie waren der Meinung das man die Menschen in den Griff bekam und baute da auf den Präsidenten Baltar. Doch die Menschen fühlten sich von ihm verraten.
So wurde der Vorschlag, Präsident Baltar als Mahnung für die Kolonisten hinzurichten, schnell wieder verworfen. Die Fünfen machten klar das die Siedler es eher begrüßten statt in Trauer und Angst zu verfallen. Nein, mit Baltar gewannen sie keinen Blumentopf.

Caprica konnte sich somit wieder beruhigen. Sie setzte sich für ihren Geliebten ein - oder ihr persönliches Spielzeug, wie ihn die anderen Cylonen nannten. Sie verstanden nicht wie sehr Caprica ihn liebte und auf ein Wiedersehen erpicht war all die Zeit. Sie verzeihte ihm seine Fehler oder Ansichten nach der Ankunft, alles weil sie ihn liebte. Neu Caprica veränderte die Cylonen, das konnte Boomer bei dieser Diskussion feststellen. Der letzte Anschlag des wachsenden Widerstandes brachte das Fass zu überlaufen.
Sie zerstörten einen Schweren Raider, der gerade von Sechsen und Achten bestiegen wurde, indem sie C6 Sprengsätze an den Nachfülltanks unter der Plattform befestigte und zur Explosion brachten. Alle Cylonen starben - vorerst.

Es dauerte nicht lange und Cavil befahl die Anführer der Aufständigen zusammenzutreiben. Er wollte ein Exempel statuieren. Doch wer waren ihre Anführer? Nicht einmal er wusste es. Der Zorn ließ ihn unüberlegter werden. Boomer wusste das Cavil Saul Tigh an diesem Tage frei ließ. Er sprach sich zuvor in der Behörde für ihn aus. Ein plötzlicher Sinneswandel. Das dachten auch einige hier in der One, doch sprachen es nicht aus. Selbst Caprica Six wusste das mit der Freilassung Tigh's nur weiter Tylium ins Feuer gegossen wurde, das eh schon lichterloh brannte. Oder tat er es weil er mit dessen Frau das ein oder andere Schäferstündchen hatte ?

Für Boomer erst einmal weniger von Interesse. Sie wollte nur nach Hause. Weg von diesem jämmerlichen Rest von Mensch, der sich Präsident schimpfte. Auch weg von Six, bevor sie über die Cylonen herzog. Denn Boomer würde nur mitmachen und der Tag würde so in Wut zu Ende gehen.
So ging sie mit den anderen Cylonen und ließ Caprica bei Baltar zurück.
Sharon ging wie jeden Tag denselben Weg zu ihrer Unterkunft. Sie ging durch die matschigen Straßen, vorbei an den Menschen die sie mit Verachtung ansahen. Sie hörte schlimme Worte. Sie spürte die Verachtung in den offenen und versteckten Blicke der Kolonisten. Ob sie wussten wer sie war? Wussten sie das sie Boomer war, die Admiral Adama im CIC der Galactica erschoss?

Sharon schaltete innerlich ab. Sie wollte diese Gedanken jetzt nicht haben. Mit großen Schritten suchte sie ihren Heimweg auf. Schloss die Jacke um sich vor der Kälte zu schützen und blickte zu Boden. Sie wollte die Verachtung durch die Menschen nicht mehr sehen. Valerii konnte sich dennoch verstehen. Und wie sie sie verstehen konnte - nur zu gut. Kurz bevor sie die letzte Abzweigung nahm, kam sie an jenem Zelt vorbei, welches sie von ihrer Wohnung aus täglich beobachtete. Sie blieb daraufhin stehen und sah hinein. Es war offen und sie konnte nach innen beobachten. Sie sah wie Cally Tyrol mit ihrem Baby am Ofen stand und ihren Sohn in den Schlaf wiegte. Cally so zu sehen tat ihr weh. Es hätte sie sein sollen, die Galens Baby in den Armen hält. Sie sollte es sein die auf Galen wartete bis er von der Arbeit kam.
Sie verspürte Neid während sie in das Zelt hineinstarrte. Sie war neidisch auf die Frau, die Galen genauso liebte wie sie. Cally hatte das von dem Sharon und Galen einst sprachen. Ein Heim, eine Familie.

"Dreckiger Cylon! Verpiss dich!!" entgegnete ihr ein Kolonist.

Boomer sah nicht hin. Wollte sein Gesicht nicht sehen um ihn später nicht melden zu müssen. Sie setzte ihren Weg fort und blickte wie immer zu Boden. Als sie am Zelt der Tyrols vorbei war, achtete sie nicht auf ihre Umgebung und stieß mit jemanden zusammen. Sharon sah nur noch die Arbeitstiefel und wich aufgeregt zurück.

"Entschuldigung!" sagte sie und blickte auf.

Nun war ihr die Situation noch peinlicher. Sie lief dem Mann entgegen den sie all die Zeit von ihrem Fenster aus beobachtete. Peinlich berührt sagte sie nichts mehr und lief an Galen Tyrol vorbei. Sie blickte einige Meter von ihm weg nochmal zurück und schnell wieder nach vorne. Denn er sah ebenso ihr nach. Wusste er wer sie war? Hatte er sie erkannt?
Für Sharon ein unerwarteter Augenblick. Sie wollte jetzt nur noch Hause um wie jeden Tag in sicherer Entfernung Galens Zelt zu beobachten.

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PS: @Niko, zeitlich bist du schon am Ende. Fünfte Woche aktuell.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 1:04 am

Fröstelnd eilte Galen zu seiner Unterkunft. Er wollte so schnell wie möglich zu seiner Frau und seinem Sohn. Er wollte sie noch sehen bevor er sich mit Sam Anders traf. Denn in den Straßen verbreitete sich schnell ein Gerücht, welches er nachgehen wollte. Auf den Straßen erzählte man sich das die Cylonen Colonel Saul Tigh frei ließen. Für den Widerstand ein unerwarteter Schachzug seitens der Cylonen. Galen wollte mit Sam, beide selbst im Widerstand, zu Tigh, falls er wirklich draußen war.

Er wollte ihm sagen das der Widerstand weiter wuchs. Zusammen mit Sam sprengte er zuletzt eine Landeplattform samt Schweren Raider und einen Haufen Sechsen und Achten. Die Cylonen erschreckte dieser Akt der Gewalt. Es war in diesen Ausmaßen bisher der schwerste und gewagteste Anschlag auf cylonische Einrichtungen.

Mit diesen und jenen Gedanken eilte der ehemalige Chief der Galactica zu seinem Zelt. In einem Moment der Unachtsamkeit stieß er gegen jemanden. Galen wollte sich sofort entschuldigen, doch der Gegenüber kam ihm zuvor.

"Entschuldigung!" ertönte eine weibliche Stimme.

Tyrol wollte antworten, verschlug es ihm aber die Worte. Eine Acht sah ihn an als hätte sie einen Geist gesehen. Sie bekam glasige Augen und konnte kein Wort mehr sagen. Es schien ihr peinlich zu sein. Ohne weitere Gesten oder Worte lief sie an ihm vorbei. Er sah ihr nach. Denn Galen glaubte diese Acht zu kennen. Er kannte diese Augen. Er kannte diesen Blick. Er sah ihr nach und bemerkte das diese Cylonin sich einige Meter entfernt nochmal umsah. Wie vom Blitz getroffen blieb er stehen und wollte den Namen ausrufen den er seit einer langen Zeit nicht mehr ausgesprochen hatte.

"Sharon?" fragte er flüsternd als sie zurückblickte.

"Galen?"

Hinter ihm erklang die Stimme seiner Frau. Cally stellte sich neben ihm und wollte sehen warum er so versteifte und er nach einem Geist in der Menge zu suchen schien.

"Alles klar mit dir?" fragte sie sicherheitshalber nach.

Ihr Mann nickte und wandte sich seiner Frau zu. Sie hatte den Sohn auf den Arm. Der stolze Vater nahm den Nachwuchs, den sie Nicolas Steven Tyrol nannten, in den Arm und kehrte mit seiner Frau in das Zelt zurück.

"Vorhin hat einer dieser Boomer in das Zelt gesehen. Ich glaub die wollte was von mir!!" beschwerte sich Cally.

Natürlich blieb ihr der Blick von Sharon nicht verborgen. Sagte aber nichts.

"Nein, glaub ich nicht. Ich muss noch mal weg. War Sam hier?"

Cally bereitete eigentlich das Essen für die Familie vor und dachte das sie heute zusammen essen würden. Das Galen wieder weg wollte passte ihr überhaupt nicht. Sie ahnte bereits das es mit dem Widerstand zu tun hatte und sie machte sich immer mehr Sorgen das ihrem Mann etwas zustoßen konnte. Ihre Sorge wollte sie nicht offen vor ihm zeigen, da es ihn im Kampf gegen die Cylonen nur verunsichern und unvorsichtig machen würde.

"Wo willst du hin?" fragte sie ihren Ehemann.

"Es geht das Gerücht um das sie Colonel Tigh freigelassen haben. Ich gehe mit Sam zu ihm. Wir müssen mit ihm sprechen. Denn so langsam müssten wir Kontakt zu Galactica bekommen. Adama sollte wissen das wir noch leben und kämpfen."

Cally konnte nicht einmal Aufwiedersehen sagen. Kaum hatte Galen seine Arbeitssachen in eine Ecke geschmissen war er auch schon wieder weg. Nicolas lag in seinem Bettchen und gähnte bereits vor Müdigkeit.
Der Widerstand machte aus Galen einen völlig anderen Menschen. Sie erkannte ihn fast nicht wieder. Dieser Krieg veränderte fast alles und jeden - am Ende würde man sehen wohin all dies dann führen möge und wer man sein wird. Aber bestimmt nicht der Mensch der man am Anfang dieses Widerstandes war.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 1:40 am

In der Wohnsiedlung West stand Sam an einem Zelt und pustete in die Hände. Mit der Abenddämmerung wurde es kälter, als es ehe schon war. Er stampfte mit den Füßen auf und rieb mit den Händen an den Oberarmen. Er wartete schon so lange in der Kälter, das er ganz rote Wangen und Nasenspitze bekam. Der warme Atemhauch vermischte sich mit der kalten Luft. Er sah nach links und nach rechts. Er fragte sich wo sein Besuch bliebe. Er hatte Neuigkeiten und musste sie unbedingt loswerden.

Endlich sah er ihn in der Menschenmenge auf sich zukommen. Galen war spät, aber Anders war froh dass das Warten nun endlich ein Ende fand. Er steckte seine Hände in die Jackentasche und vergrub sein Kinn unter dem Schal, damit sein Hals auch weiterhin warm blieb. Unauffällig schloss er sich Galen an, als er an ihm vorbei lief. Sie hatten höchstwahrscheinlich sogar das gleiche Ziel.

"Tigh ist frei!"

"Ich weiß. Unser Kontakt hat es bestätigt!" antwortete Galen.

Sam sah ihn fragend an. Seit einigen Tagen hatte Galen einen Insider. Er versorgte den Widerstand gezielt mit brisanten Informationen, direkt vom Tisch des Präsidenten oder der Besatzungsbehörde.
Sie hatten in der Nähe einen toten Briefkasten. Ihr Erkennungssignal war zu einem ein umgedrehter Hundenapf und eine Markierung am Briefkasten, welche mit Kreide gemacht wurde. So wusste Galen wann der Unbekannte mit ihm in Kontakt treten wollte bzw. konnte sich so mit ihm unterhalten. Jedoch wusste er nicht wer der geheimnisvolle Kontakt war. Er wusste nicht ob Cylon oder Mensch. Sam fragte öfters nach wer er war, doch Galen konnte bis heute keine Antwort geben. Und vermutlich war es auch gut so - und zwar für alle Beteiligte.

Den fragenden Blick von Sam kannte Galen bereits. Aber auch heute konnte er ihm keine Antwort geben. Und es war auch nicht die einzige Nachricht, die er ihm bringen wollte. Sam hatte noch eine weniger positive Nachricht. Nein, eher eine ganz schlechte Nachricht. In der letzte Nacht starben 4 Widerständler, die Sam und Galen mit dem Sprengstoff beliefert hatten und ihnen diesen Anschlag erst ermöglichten.

"Smith und die anderen sind tot. Sie wurden am Fluss gefunden. Man hatte ihre Hälse aufgeschlitzt und kopfüber aufgehangen. Diese verdammten Schweine. Man sagte das sie übel zugerichtet waren. Besonders Smith, der eigentlich ein Bär von einem Mann ist. Verdammt, der war Nahkampfspezialist!" fluchte Sam.

Beide kamen am Zelt des Colonels an. Sie hörten Ellen und den Colonel reden. Es war also wahr. Die Cylonen hatten Tigh freigelassen. Bevor er mit Sam anklopfen wollte, sah er ihn an. Tyrol brauchte nicht lange zu überlegen. Diese Handschrift war eindeutig. Das Gerücht schon länger bekannt unter den Anhängern des Widerstandes.

"Das war ihr Killer!" meinte Galen.

"Das ist nur ein Märchen, die die Cylonen verbreiten. Dragon existiert nicht!"

"Scar war auch nur ein Gerücht, bis ihn Kat und Starbuck erledigt haben. Wir werden es dem Colonel sagen müssen. Mal sehen was er über ihren Killer weiß, ob er was weiß. Wieviele hat er auf dem Gewissen?"

"Mit den 4 von gestern - 26!" antwortete Sam leise und trauernd um die Männer und Frauen, die Dragon bisher erledigte.

"Sagen wir es dem Colonel, er wird wissen was zu tun ist!"

Galen erhob seine Hand um Einlass zu erbitten, als Sam ihn kurz unterbrach. Er hatte noch etwas auf dem Herzen.

"Starbuck? Hast du etwas von Kara gehört?"

Galen schüttelte den Kopf, so leid es ihm auch tat. Sam's Frau war kurz nach der Ankunft der Cylonen verschwunden. Leoben kam zu ihm, als Sam mit einer Lungenentzündung im Bett lag, und fragte nach seiner Frau. Seitdem war sie verschwunden und er wusste nur das sie im Gefängnis festgehalten wurde.

"Colonel Tigh? Anders und Tyrol hier! Dürfen wir rein!" fragte Galen bevor er das Zelt betreten wollte.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 4:41 am

Battlestar Pegasus


Inmitten der kleinen Flotte befand sich einer der beiden letzten Kampfsterne der Kolonien – die Pegasus oder wie man in der Flotte sagte 'das Biest'.
Die Pegasus war ein Battlestar der Mercury-Class und nur durch Glück der Vernichtung durch die Cylonen in den zwölf Kolonien entkommen.

Es ist bereits einige Wochen her, dass die Cylonen mit einer Übermacht über Neu Caprica auftauchten und den wenigen Schiffen im Orbit nur die Flucht blieb.
Die Menschen auf Neu Caprica überließ man ihrem Schicksal – den Cylonen.

Die Cylonen hatten Neu Caprica abgeriegelt.
Im Orbit patrouillierten drei bis sieben Basissterne, zudem wurde anscheinend der Funkverkehr von und zu dem Planeten gestört.

Der kommandierende Offizier des Schiffes war Commander Lee ''Apollo'' Adama, er war bereits der vierte Kommandant des Schiffes nach Admiral Helena Cain, Commander Jack Fisk und Commander Barry Garner.

Es war ruhig im CIC der Pegasus, einzig und alleine das monotone Piepen des DRADIS war zu hören.

Lee wusste, dass sein Vater nicht aufgeben würde, sondern irgendwann einen Rettungsversuch starten würde.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 4:47 am

Saul saß auf einem braunem Holzschemel und betrachtete seine verkrustete Augehöhle in einem blank polierten Messer. Sie sah nicht gut aus, der Dreck in ihr hatte sie entzünden und eitern lassen.
"Ellen, hast du meinen Schnaps noch? Den hochprozentigen?"
Ellen blickte ihn missmutig an. Sie wusch gerade über einem Zuber voll Wasser die wenigen Teller, Messer und Gabeln, die sie in diesem Zelt besaßen. Zur Feier seiner Freilassung wollte Ellen nach ihrem Gespräch über die aktuelle Situation des Widerstandes, zu der sie nicht viel sagen konnte oder wollte, ein festliches Essen vorgeschlagen. Das beste, was sie entbehren konnte. Viel war es zwar freilich nicht und sie hätte es auch gut aufsparen können, aber das war es ihr wert.
"Saul, du willst dich doch nicht jetzt betrinken?"
"Quatsch, ich brauch das Zeug, um mein Augenhöhle zu desinfizieren! Hast du noch ein sauberes Tuch?"
Sie legte den Teller zur Seite und brachte ihm beides aus einem alten Möbel, das auf dem erdigen Boden langsam Feuchtigkeit zog und an der Unterkante zu faulen begann.
Er träufelte auf das Tuch etwas von dem hochprozentigen Alkohol und tupfte es sich an die Wunde.
"Arghh, verdammt!"
"Schatz, hast du dich verletzt?"
Saul wandte sich zu ihr um legte ein halb zynisches, halb komisches Lächeln auf.
"Nein, ich hatte nur in diesem NCP-Loch vergessen, wie sehr das Zeug brennen kann..."
Tigh machte weiter, es brannte, wie wenn ihm jemand einen glühenden Eisenstab in den Schädel rammte, aber der Dreck musste raus. Er biss knirschend die Zähne zusammen und fluchte leise auf, wenn er sich mit dem immer dreckiger werdenen Tuch über die noch dünne, schorfbedeckte und dreckbedeckte Haut seiner leeren Augenhöhle fuhr.
Er tat das vorsichtig, schließlich wollte er nur den Schmutz, nicht jedoch den Schorf entfernen. Die ganze Region um Region um sein rechtes Auge rötete sich, und brachte das linke zum Tränen.
Warum, bei den Göttern von Kobol, muss das so weh tun?!
Schließlich war es geschafft. Saul tunkte die sauberne Hälfte des Tuches in den Bottich mit dem Trinkwasser, und wusch sich den Rest des Alkohols aus der Wunde, um sich etwas Linderung zu verschaffen und den Bereich zu kühlen. Da hörte er von draußen Geräusche, mehrere Männer sprachen miteinander. Leise zwar, aber er hörte sie dennoch. In der Finsternis des Gefängnisses sind deine Ohren diejenigen Sinnesorgane, die zuerst schärfer werden.
Instinktiv umklammerte er das Messer fester und stand auf, um einen Blick durch einen Zeltschlitz zu werfen, wer da draußen war.
Noch ehe er dort war, hörte er eine vertraute Stimme, die schon viel zu lange nicht mehr gehört hatte:
"Colonel Tigh? Anders und Tyrol hier! Dürfen wir rein?"
Saul legte das Messer zur Seite und schob den Stofffetzen beiseite, der hier die "Tür" bildete.
"Kommen Sie rein.", sagte er kurz und knapp, ohne ein Wort der Begrüßung.
Anders und Tyrol blieben aber erst stehen und blickten ihn sprachlos an.
"Was?"
Erst da wurde ihm bewusst, dass er keine Augenklappe oder einen Verband trug und seine gerötete rechte Augenhöhle musste furchterregend aussehen. Selbst Ellen hatte es während des Abwasches vermieden, ihn allzu genau anzusehen.
"Das waren die verdammten Toaster", brummte er zur Erklärung. "Jetzt kommen Sie endlich rein, aber wischen sie sich den Schlamm und Dreck an der Zeltplane ab. Hier drinnen ist sowieso schon zu viel davon!"
Während sich die beiden mit erstauntem Gesichtsausdruck die Schuhe vom Gröbsten befreiten, legte Tigh eine Augenklappe an, die noch von seinem Großvater stammte. Er hätte nie gedacht, das er sie einmal selbst brauchen würde.
"Jetzt sollte es besser sein", brummte er für sich.
Anders und Tyrol traten währenddessen ein.
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Niko



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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 6:07 am

Präsident Baltar
Neu Caprica


Als Gaius nun mit Caprica 6 allein war, schlossen sich beide in die Arme. Es kam ihm so vor als wär es Gestern gewesen und nicht bereits 5 Wochen her, als Caprica 6 die Colonial One betrat. Es war bereits ein Jahr her das er Gina auf der Cloud 9 verlor, nun stand Caprica 6 vor ihm, die er zuerst noch nicht erkannte. Gaius hatte immer noch die Worte Capricas in den Ohren. " Ich weis wer du bist Gaius." Von da an war ihm klar, dass sie es war.
" Gaius ich lasse nicht zu, das dir jemand was antut ganz egal wer. Hörst du? Ich liebe dich Gaius. Niemand kann uns jetzt noch trennen. Liebst du mich?" Gaius sah ihr tief in die Augen. Liebst du mich! das hatte sie ihn vor langer Zeit mal gefragt. Damals hatte er keine derartigen Gefühle, aber seit dem hat sich viel geändert. " Ja ich liebe dich." Caprica zerrte Gaius auf eine Couch. Nun begann der Teil in dem sich die Imaginäre Kamera zur Seite bewegt. Baltar entkleidete seine 6 mit raschen Handgriffen. Auch Caprica 6 schien es eilig zu haben Gaius von der lästigen Hose zu befreien. Dann vertrieben sich beide etwas die Zeit.


Zuletzt von Niko am Fr Jan 09, 2009 7:05 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 6:58 am

Sam und Galen traten ein. Sie mussten zuerst runterschlucken was sie sahen. Die entzündete Augenhöhle war wahrlich kein Geschenk der Götter. Und Saul machte keine Anstalten sich selbst zu bemitleiden oder zu fluchen. Er war ruhig, zu ruhig irgendwie.

Tyrol schloss den Vorhang während Sam Ellen skeptisch beobachtete. Sie verhielt sich ein wenig unruhig. Aber das war wahrscheinlich normal. Ihr Mann durchlebte die cylonische Hölle und niemand wusste ob er je wiederkommen würde.
Der mürrische ehemalige XO der Galactica prüfte ein letzte Mal die Augenklappe, die er über sein verletztes Gesicht stülpte und wandte sich den beiden zu. Galen und Sam sahen sich an wer nun zuerst anfangen sollte. Anders deutete mit einer Kopfbewegung auf ihn.

Der Chief wischte kurz über seine tropfende Nase. Der Übergang von der Kälte in die Wärme machte sich bei den Gästen nun bemerkbar. Tyrol knöpfte seine Jacke auf und ging auf den XO zu. Er stellte sich neben den Tisch, wo Ellen das Essen aufstellen wollte, und begann zu berichten.

"Sir, sie kommen genau zum richtigen Zeitpunkt zurück. Wir haben den Cylonen mächtig zugesetzt. Sie haben bestimmt die Explosion gestern gehört. Das waren Sam und ich. Wir haben deren Schweren Raider, samt Toaster und Tanks, in die Luft gejagt.

Und es gibt weitere gute Nachrichten. Aber die will ich ihnen nicht hier sagen - Sir!!"

Galen blickte zu Ellen. Er wusste nicht ob man ihr trauen konnte. Aber das wollte er vor Colonel Tigh nicht offen aussprechen.

"Wir versuchen weiterhin Kontakt zur Galactica herzustellen. Bisher ohne Ergebnisse. Die Cylonen schirmen den ganzen Planeten ab. Wir bräuchten den Codeschlüssel.

Und wir haben ein ernstes Problem. Die Cylonen unterhalten einen sehr effektiven Killer. Er hat gestern Sgt. Elias Smith erwischt, samt dem Unterstützungskommando. Sie wurden übel zugerichtet, Sir. Sie nennen ihn Dragon und keiner hat ihn je zu Gesicht bekommen. Weil keiner es überlebte. 26 von uns starben in den letzten Tagen. Nach jeder Aktion hat er welche vom Widerstand getötet.

Die Schweine von der NCP reden von ihm. Wir wissen nicht ob er nur ein Gerücht oder was wahres dran ist.
Ich kann es sowieso nicht verstehen wie die für die Cylonen arbeiten. Am liebsten würde ich sie dafür büßen lassen. In ein paar Tagen ist die Abschlussfeier dieser Verräter. Ich weiß, ich sollte nicht so reden, aber am liebsten würde ich da eine Bombe hochgehen lassen.
Auf der anderen Seite, sie gehören zu uns - sind Menschen.

Naja, tut mir leid, Sir. Sie wären jetzt der ranghöchste Offizier. Oder wollen sie sich raushalten? Wir könnten es verstehen!"

Sam und Galen warteten gespannt ab wie sich Tigh entschied. Niemand vermag sich vorzustellen was Saul in dieser Zelle alles erleben musste. Es war ein Geschenk der Götter das er überhaupt lebend da rauskam.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 8:22 am

Neu Caprica – Colonial One

Felix Gaeta saß bereits seit sechs Uhr in der früh in seinem Zimmer auf der Colonial One an seinem Arbeitstisch und beschäftigte sich mit der Arbeit des heutigen Tages. Denn die hatte seit der Besetzung der Kolonie durch die Cylonen nicht abgenommen, eigentlich war sie in großen Teilen sogar gleich gewesen. Um die friedliche Koexistenz zu heucheln, hatte man die menschliche Administration beibehalten und diese hatte auch nie an einen Widerspruch gedacht. Sie alle verrichteten brav und feige ihren Dienst für die Besatzer und verrieten ihr eigenes Volk – Gaetas Verachtung für seine Kollegen wuchs jeden Tag weiter. Doch gerade deshalb wusste er um sein Ansehen bei ehemaligen Kameraden und den Zivilisten – er war so verhasst die die Mitglieder der NCP, Baltar und der Rest der Administration.
Als Ausgleich hatte sich Gaeta als Assistent und Vertreter des Präsidenten Baltar etabliert und galt den Cylonen als kooperatives Mitglied der menschlichen Administration, die sie als Exekutive nutzten. Eigentlich hatte dieser Schachzug das Ziel gehabt, Koexistenz und Frieden zu heucheln, aber das war voll und ganz gescheitert und hatte nur dafür gesorgt, dass die menschliche Regierung und ihre Helfer so verhasst waren wie die Besatzer selbst. Für ihn als zweithöchsten Mitarbeiter der Regierung bedeutete das Mitarbeit an den für die Menschen relevanten Entscheidungen wie der Essensverteilung oder der Zuteilung von anderen Ressourcen. Das hieß letztlich zwar nur, dass sie entscheiden durften, wer wie viel erhielt, während die Cylonen die Gesamtmenge vorgaben. Außerdem entschieden die Maschinen letztlich, ob die von der menschlichen Verwaltung ausgewählten Zahlen akzeptabel waren. Hier setzte Gaeta ein: Er erledigte seine Aufgaben so gewissenhaft wie möglich und arbeitete so hart wie möglich daran, einen Vorteil für die Menschen herauszuschlagen. Gleichzeitig achtete er jedoch auch daran, dass sich diese Aktionen nicht bemerkbar machten und er seinen Ruf bei den Besatzern behielt. Denn dieser Ruf verschaffte ihm Informationen, die für den Widerstand lebenswichtig waren, und diese Informationen leitete er über einen toten Briefkasten an Tyrol weiter. Dabei achtete er genau darauf, nicht aufzufallen, und seine Identität nicht preiszugeben, um sowohl den Widerstand als auch sich selbst zu schützen.
Seine Arbeit als Mitarbeiter der Scheinregierung war bereits seit zwei Stunden und damit überpünktlich wie immer fertig und die Listen und die restlichen Daten sowie Unterschriften hatten die Besatzer längst erhalten. Natürlich galt dies nur, wenn man von den wichtigsten Bescheiden und Erlässe sowie Berichte absah, die bereits vor der Besprechung auf dem Tisch des Präsidenten gelegen hatten. Dennoch bezweifelte Gaeta, dass sie inzwischen unterschrieben waren, denn der Präsident arbeitete nur noch unter Aufsicht und selbst dann leistete er kaum etwas und schon gar nichts Sinnvolles.
Baltar war eine Enttäuschung, ein Feigling, ein Verräter und ein Versager und niemals ein Präsident. Immer öfter bereute Gaeta, dass er damals die Wahlmanipulation entdeckt und damit Baltar zum neuen Präsidenten gemacht hatte. Damals hielt er es für richtig, die Gesetze der Kolonien zu achten und die Wahrheit zu verteidigen, heute war es ein Fehler, der die Menschen in die Hände ihrer Feinde gespielt hatte. Aber daran konnte er nun leider nichts mehr ändern, auch weil Baltars Tod völlig sinnlos wäre, denn die Cylonen würden dann einen neuen an seine Stelle setzen und diese Person würde sich höchstwahrscheinlich nicht besser machen. Also galt es die Situation zu nutzen und das tat Felix, indem er seine Stellung ausnutzte und dabei ein unauffälliger und vertrauenswürdiger Mitarbeiter der Administration blieb.
Sein Monitor sprach dabei allerdings eine andere Sprache und das war die des Verrats. Insgesamt hatte er sechs Fenster geöffnet. Zwei davon waren Berichte, die er angeblich noch lesen musste, eins war ein Dokument mit Informationen über den Killer, den die Cylonen Cassandra und die Menschen Dragon nannten und eines enthielt Informationen über die Pläne der Cylonen gegen den Widerstand. Die letzten beiden Fenster waren sein aktuelles Projekt: Der Störcode und der entsprechende Codeschlüssel der Cylonen. Allerdings war beides verschlüsselt und brachte daher dem Widerstand nichts, das konnte Gaeta aber ändern und so saß er bereits seit mehreren Wochen immer wieder an diesen Codezeilen. Mit der Verschlüsselung hatte er seine Probleme und mit Sharon als Unterstützung wäre er sicherlich wesentlich schneller vorangekommen, aber die war mit der Galactica irgendwo, nur nicht hier.
Doch auch so kam er voran und hatte inzwischen einen großen Teil des Codes entschlüsselt und in eine von den Kolonialen verwendete und leicht nutzbare Sprache umgeschrieben. Er hoffte, den Code in wenigen Tagen dem Widerstand zuspielen zu können, aber noch war er nicht fertig und andere Informationen hatten Priorität. Ein Blick aus dem Fenster verriet ihm, dass es dafür langsam Zeit wurde und so druckte er den Bericht und die Informationen über Casandra aus und steckte die beiden Zettel in die Innentasche seiner Jacke. Dann speicherte er den Code auf einem Datenträger und versteckte diesen am üblichen Ort, natürlich mit eigens entwickelter Verschlüsselung.
Er zog sich seine Jacke über und zog den Reißverschluss zu, dann griff er nach dem Schlüssel seiner Tür und schloss diese auf. Denn im Gegensatz zu den anderen Mitarbeitern der Administration – abgesehen von Baltar – war er der einzige, der seine Tür abschließen durfte und konnte. Der Grund dafür lag ironischerweise an den wichtigen Informationen, die Felix als Baltars Assistent erhielt. Sie waren nur für vertrauenswürdige Augen bestimmt und mussten daher vor möglichen Verrätern der Besatzer geschützt werden. Gaeta hatte den Cylonen nie einen Anlass oder Grund gegeben, seine Loyalität und Ergebenheit zu hinterfragen und das sicherte ihm auch gewisse Privilegien zu – gleichzeitig war es natürlich ein großer Fehler der Cylonen.
Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss und er sicherte sich und sein Zimmer, indem er beide Schlösser zuschloss. Dann ließ er seinen Raum und später auch die Colonial One hinter sich und ging durch die Straßen von Neu Caprica zu dem toten Briefkasten, der ihm zur Informationsübermittlung diente. Wie jedem Cylon schlug auch ihm diese Welle des Hasses entgegen, an die er sich mit den Wochen längst gewöhnt hatte. Sie prallte an ihm ab wie ein Kieselstein an einer Mauer, Gleiches galt für die Beleidigungen, die der stillen Abneigung und den stechenden Blicken folgten, er hörte sie kaum mehr und ging einfach weiter. Er erkannte viele der Stimmen wieder, Soldaten der Galactica und der Pegasus, die ihn noch vor zwei Monaten als Kameraden kannten.
Heute war er ihnen ein Verräter und er konnte es ihnen nicht einmal verübeln, denn er war nichts anderes – scheinbar. Insgeheim war er ein Verräter derjenigen, für die er scheinbar die Menschen verraten hatte. Auch wenn er für Baltar gearbeitet hatte, so war er immer Soldat der Kolonien geblieben und genauso hatten sich seine Ideale nicht geändert. Noch immer wollte er das Beste für die Menschen und das waren weder Baltar noch die Cylonen, was ihm zum einzig logischen Schluss führte: Sowohl Baltar als auch die Cylonen mussten sterben. Letzteres war zwar kaum möglich, aber zumindest konnte man viele von ihnen mitnehmen, während man unter dem Feuer der Pegasus und der Galactica floh. Aber dafür brauchten sie Kontakt, für diesen wiederum die Störcodes und diese musste er beschaffen.
Inzwischen hatte er den „Briefkasten“ erreicht und drehte zuerst den Napf des Hundes um, dann markierte er die Zeltstange, also den Briefkasten, selbst mit dem üblichen Zeichen und versteckte die beiden gefalteten Zettel in ihr.
Sie waren von enormer Relevanz für den Widerstand, schließlich enthielten sie die künftigen Pläne der Cylonen gegen den Widerstand und Informationen über eine spezielle Cylonin des Modell Acht – Cassandra. Die Verfolgung und Eliminierung der Anführer gehörte zu ihrem Plan und Tigh war das erste Ziel, auf das sie ihre beste Agentin eingesetzt hatten. Das war selbstverständlich Cassandra, über die Felix inzwischen einige Informationen gesammelt hatte. Vieles hatte er bei den Treffen der Cylonen mit Baltar aufgeschnappt, anderes stand in Berichten, die er bekam, und zusammen ergab es das, was der Widerstand nun bekam – einige Informationen über Cassandra.
Kaum war die Nachricht deponiert, verließ er den Ort und blieb wie immer unbemerkt. An diesen verlassenen Ort kamen nur selten Menschen und erst recht keine Cylonen, also ein perfekter Platz für diese Aktivitäten. Er kehrte auf die Colonial One zurück und setzte sich nach einem kurzen Umweg über die Schiffsküche wieder an seinen Schreibtisch, um die freie Zeit für Arbeit am Code zu nutzen. Schließlich war der Raum sicher, da abgeschlossen, und er durfte niemanden einlassen, der nicht vorher angeklopft und sich identifiziert hatte.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 10:50 am

Präsident Baltar
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Im Schweiße seines Angesichts bekleidete sich der geschundene Baltar wieder, Caprica 6 tat es ihm gleich. Anschließend setzte sie sich auf seinen Schreibtisch. Gaius dagegen setzte sich auf seinen Sessel am Schreibtisch. Er nahm sein Stift in die Hand und startete die Suche. War da nicht noch etwas zu tun? 6 bemerkte, dass er etwas zu suchen schien. Auf seinem Monitor stand eine Nachricht, dass er noch etwas zu unterschreiben hatte.
" Suchst du etwas bestimmtes Gaius?"
" Ja da müssten noch Papiere rumliegen, die ich noch nicht unterschrieben hab."
Jetzt suchte auch 6 so gut sie konnte, ohne aufstehen zu müssen. Nach geraumer Zeit kam Baltar auf eine Idee.
" Würdest du mir einen Whiskey holen?" Caprica stand auf, lief zum Kühlschrank, holte den Whiskey heraus, lief zu einem Schrank, holte zwei Gläser raus, kam zurück und wollte sich wieder auf den Schreibtisch setzen. Doch unmittelbar bevor sie auf jenem aufsetzte, konnte Gaius gerade noch rechtzeitig die Papiere unter ihrem wohlgeformten etwas hervorziehen.
" Ah da sind sie ja. Die Papiere die ich die ganze Zeit gesucht habe."
Caprica 6 legte ein etwas gequältes lächeln auf, schenkte aber dann beiden zu trinken ein. Da Gaius aber in einem der Zettel vertieft war, ging sie enttäuscht in das Badezimmer um sich wieder frisch zu machen. Baltar bemerkte es noch nicht ein mal. Währenddessen griff er mit einer Hand nach dem Glas, ohne den Blick von dem Zettel zu lassen. Leider war Baltar etwas ungeschickt so dass er das Glas umschüttete und zwar genau auf die anderen Zettel. Sofort versuchte er die anderen Zettel zu trocknen und wischte mit einem Lappen hektisch darüber, wobei er einige der Buchstaben und Zahlen verwischte. Er versuchte das irgendwie Geheim zu halten und blickte hilflos umher. Caprica war noch immer weg. Er breitete Taschentücher auf den Schriftstücken aus, nachdem sich diese vollsaugten hielt er sie hoch, pustete und hauchte sie verzweifelt an. Doch es half nichts die würden noch ne Weile nass bleiben. Er öffnete seinen Schreibtisch und verstaute die Feuchten Papiere erst mal darin und schloss sorgfältig ab. Dann schenkte er sich nochmal Whiskey ein und kippte diesen mit einem mal in seinen Hals. Gaius unterschrieb den einen noch heilen Zettel und rief seinen Assistenten Gaeta herein.


Zuletzt von Niko am Fr Jan 09, 2009 1:46 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 11:27 am

Mit einigen Scheiben Brot und entsprechendem Belag hatte Felix inzwischen eine weitere Stunde vor dem Bildschirm verbracht und den Code entschlüsselt, der von den Cylonen absichtlich in einer Neuschöpfung aus kolonialer und cylonischer Sprache geschrieben worden war, um eine Entschlüsselung zu verhindern. Doch inzwischen begann er das angewandte Verschlüsselungssystem zu verstehen und kam schneller voran. Während er das letzte Stück Brot aß, ging er einen weiteren Codeabschnitt durch und übersetzte ihn aus dem Kauderwelsch der aktuellen Programmierung in deutliche und verständliche koloniale Ausdrücke.
Als er mit dem nächsten Abschnitt beginnen wollte, hörte er einen nervigen und bekannten Ton, der durch den Lautsprecher in seinem Zimmer eben dieses durchströmte. Er verkündete, dass der Präsident mit seinem Assistenten sprechen wollte - eigentlich funktionierte das anders, aber der durch das Schließen der Tür schalldichte Raum des ehemaligen Lieutenants verhinderte ein Rufen effektiv. Erneut speicherte er den Fortschritt auf dem Datenträger und versteckte diesen, nachdem er eine weitere virtuelle Sicherung eingebaut hatte: Eine Selbstlöschung direkt vor dem Öffnen des Datenträgers.
Danach griff er seine Aktentasche, die neben einem Ordner mit den Sicherungskopien der dem Präsidenten vorgelegten Akten auch einen Laptop enthielt. Ersteres diente als Sicherheit, falls Baltar sich aufgrund seines Rausches so daneben benähme, dass die Originale beschädigt würden. Zweiteres war für den Fall vorgesehen, dass er außerhalb seines Büros schnell Zugriff auf weitere Daten brauchte, außerdem war der Laptop in Sitzungen dem sonst üblichen Block überlegen. Schnell war die Tür aufgeschlossen und hinter ihm wieder verschlossen, dann ging er zum Büroraum des Präsidenten und seufzte dabei - er arbeitete für einen Mann, der zum Vollidioten mutiert zu sein schien. Bereits auf der Türschwelle konnte er den Geruch von Alkohol bemerken, der den gesamten Raum durchzog, aber das war ja nichts Neues mehr. Er trat ein und sah sich um - der Präsident saß tatsächlich an seinem Schreibtisch und wirkte, als hätte er gerade eine weitere Dummheit großen Kalibers begangen, der er sich gerade bewusst wurde. Die zur Hälfte geleerte Whiskyflasche auf dem Schreibtisch vor Baltar und die Tüte mit dem Kokain neben dessen Bett sprachen eine deutliche Sprache und machten Felix klar, dass sich hier nichts geändert hatte. Eigentlich fehlte nur noch eine möglichst attraktive und halbnackte Frau, die in Baltars Bett schlief oder sich in seinem Badezimmer frisch machte, dann befänden sich alle Vorlieben des Präsidenten in diesem Raum.
"Was gibt es, Herr Präsident", erkundigte sich Gaeta mit Blick auf Baltar an seinem Schreibtisch und mit seinem betretenen Gesicht. Aber selbst jetzt war in den Augen dieses Mannes, der wie ein kleines Kind wirkte, dass irgendetwas kaputt gemacht hatte, noch seine Arroganz zu erkennen und spätestens jetzt wollte Felix ihn wieder tot sehen - ihn und am besten alle Cylonen auf diesem Planeten. Mit einer Mischung aus Enttäuschung, Hass und Langeweile sah er auf seinen Vorgesetzten und dachte daran, dass er ihn noch brauchte, um den Widerstand mit Informationen versorgen zu können.


Zuletzt von Ban am Mi Jul 20, 2011 2:44 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 11:50 am

Präsident Baltar
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Felix Gaeta kam langsamer als sonst auf Baltar zu. Vermutlich deshalb, weil er ungläubig das Chaos auf dem Schreibtisch beäugte. Vielleicht hätte Gaius zuerst die Sauerei aufräumen sollen, doch dafür war es nun zu spät. Gaeta blickte Gaius ziemlich respektlos an, oder war es einfach nur die Müdigkeit.
"Ah ja Mr. Gaeta ich habe da ein Unterschriebenes Dokument. Ähm Die anderen muss ... ich ... äh ... erst noch genauer durchlesen."
Sowohl Baltars und Gaetas blick fielen in diesem Moment auf die Restpfütze auf dem Schreibtisch. Gaeta schloss für einen Moment seine Augen er schien zu ahnen was geschehen sein könnte.
" Möchten Sie ein Glas Whiskey?"
In diesem Augenblick kam Caprica 6 aus dem Badezimmer und als sie näher kam sah sie schon das Chaos auf dem Tisch. Zuerst dachte sie die beiden hätten sich geprügelt, doch keiner der Beiden hatte einen entsprechenden Gesichtsausdruck, obwohl der von Gaeta ziemlich nahe dran war.


Zuletzt von Niko am Fr Jan 09, 2009 2:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 12:57 pm

Gaeta erinnerte sich in diesem Moment an Saul Tigh, über den er in früheren Tagen nicht viel des Lobes hätte sagen können. Tigh war ein Alkoholiker gewesen, der seine Pflicht nicht selten nur begrenzt erfüllt hatte, dennoch hatte er, wenn es nötig wurde, seine Arbeit gemacht und in der letzten Zeit auf der Galactica war er sogar wieder verantwortungsbewusster geworden. Dennoch war Tigh für Gaeta eines der absoluten Negativbeispiele gewesen, das hatte sich inzwischen geändert, denn Tigh war ein pflichtbewusster Mann verglichen mit den Mann, der gerade vor ihm an einem Schreibtisch saß, der eindeutig nicht für ihn bestimmt war. Diese Extravaganz und Arroganz war einfach unbegreiflich, wenn man bedachte, wie jämmerlich diese Figur Gaius Baltar doch war. Das konnte man allein schon durch den Gesichtsausdruck und seine Verlegenheit gegenüber sowie seine Angst vor Gaeta erkennen.
Ohne ein Wort zu verlieren, griff Gaeta nach dem Whisky, verschloss die Flasche und stellte sie in den Mülleimer neben dem Schreibtisch Baltars. Daraufhin fokussierte sein Blick wieder Baltar, der immer noch die gleiche Mimik aus Feigheit und Angst hatte. Er sah aus, wie ein kleines Kind, dass die Strafe seiner Eltern fürchtete, weil es zu lange aufgeblieben war oder sich geprügelt beziehungsweise gerauft hatte oder so etwas. Andererseits war das vielleicht gar nicht so unpassend, denn Baltar war nicht dazu in der Lage, sich gegen irgendwen zu verteidigen, schon gar nicht gegen einen ausgebildeten Offizier der kolonialen Flotte. Unglücklicherweise würde das Gaeta und auch den Menschen auf der Kolonie langfristig nichts bringen, also musste er auf seine persönliche Genugtuung verzichten.
"Das ist nicht Ihr Ernst, Herr Präsident??! Obwohl - warum frage ich überhaupt? Es ist ja klar, dass das Ihr voller Ernst ist, um das zu wissen, muss ich mich nur hier umsehen." Während Gaeta das sagte, betrat Caprica den Raum durch das Badezimmer und Gaeta bemerkte sie beim Eintritt in den Raum. Er drehte sich um und seufzte leise, als er die cylonische Agentin als solche erkannte und ihm das Verhältnis zwischen den beiden einmal mehr in Erinnerung kam. Diese Beziehung war nicht nur ein weiterer Beweis für Baltars Verrat, sondern brachte endlich Licht in die Geschichte mit dieser Godfree zu Beginn ihrer Flucht. Denn bei dieser handelte es sich ebenfalls um ein Modell Sechs, welches Baltar mit falschen und absichtlich gefälschten Aufnahmen belastet hatte. Jetzt war natürlich klar, dass das von den Cylonen so geplant worden war, damit blieb nur noch die Frage nach dem Warum und die hatte Felix bisher nicht beantworten können. Außerdem komplettierte die Cylonin das Bild von Baltar und dessen Vorlieben durch ihre Anwesenheit, was die Laune Gaetas nicht gerade verbesserte.
"Bei diesen Dokumenten, die Sie anscheinend ruiniert haben, handelte es sich um die Nahrungsmittelzuteilungen sowie verschiedene andere Vorratszuteilungen der nächsten zwei Wochen für die Kolonisten und um die Bestätigung der NCP und ihrer Handlungen. Durch die Zerstörung dieser Papiere hätten Sie diese Lieferungen vermutlich verzögert, was das Leid auf Seiten der Menschen vergrößert hätte. Sie sind immer noch der Präsident dieser Menschen - also kümmern Sie sich wenigstens ansatzweise um sie!"
Es mochte ja sein, dass Gaeta Kopien der Zuteilungslisten und der wichtigen Berichte der NCP in der Aktentasche hatte, aber das würde er Baltar erst gleich sagen, sollte sein Gegenüber doch erst einmal versuchen, sich aus der Situation herauszureden. Diese Form der Genugtuung konnte und wollte er sich gönnen und durch die Anwesenheit der Cylonin wurde die Genugtuung nur noch größer, weil sie dieses jämmerliche Bild ihrer Liebschaft mit ansehen musste.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 1:37 pm

Präsident Baltar
Baltars Büro


Anstatt höflich abzulehnen wie Gaius gehofft hatte, es wäre auch ok gewesen wenn er es angenommen hätte, nahm diese Respektlose Person Gaeta die ganze Flasche und stellte diese verschlossen in den Mülleimer. Gaius folgte der Flasche mit einer Kopfbewegung und stellte mit Erleichterung fest, das jener erst kürzlich gelehrt wurde. Trotzdem war er zutiefst empört.
" WA wa was ..." Er wollte eigentlich sagen Was machen Sie denn da? aber seine Verblüffung war zu groß. Doch nun kam Gaeta zu Wort.
"Das ist nicht Ihr Ernst, Herr Präsident??! Obwohl - warum frage ich überhaupt? Es ist ja klar, dass das Ihr voller Ernst ist, um das zu wissen, muss ich mich nur hier umsehen."
Der Präsident war völlig sprachlos. Hörte er etwa richtig? War das der Gaeta den er kannte der ihn Gaius Baltar einst zutiefst respektierte? Aber daran waren nur die Besatzer Schuld, was mussten die auch die rechte der Menschen derartig beschneiden. Er selbst Baltar konnte aber nichts tun. Immer wenn er Einwände hatte wurde er sofort bedroht. Konnten die nicht erkennen, das er das Werkzeug Gottes war? Doch Gaius wurde aus seinen Gedanken herausgerissen. Caprica 6 kam zurück und als ob Felix Gaeta darauf gewartet hätte fuhr er fort.
"Bei diesen Dokumenten, die Sie anscheinend ruiniert haben, handelte es sich um die Nahrungsmittelzuteilungen sowie verschiedene andere Vorratszuteilungen der nächsten zwei Wochen für die Kolonisten und um die Bestätigung der NCP und ihrer Handlungen. Durch die Zerstörung dieser Papiere hätten Sie diese Lieferungen vermutlich verzögert, was das Leid auf Seiten der Menschen vergrößert hätte. Sie sind immer noch der Präsident dieser Menschen - also kümmern Sie sich wenigstens ansatzweise um sie!"
" Gaius was ist hier los?" Wollte Caprica 6 wissen, doch statt einer antwort öffnete Baltar verlegen den Schreibtisch und zog die durchnässte Dokumente heraus. Er wollte es möglichst verbergen, aber er wollte auch nicht, dass die Nahrungsverteilungen ins stocken kämen. Er wollte nicht alles noch schlimmer machen als es war. Doch nun da Caprica 6 wieder da war, fürchtete er sich mehr davor ihr gegenüber als Schlappschwanz dazustehen. Dies bedeutete auch, das er nun den Spieß umdrehen musste, wenn er nicht den Respekt und die Liebe seiner Caprica 6 aufs Spiel setzen wollte.
" Da ist wohl ein kleines Malheur passiert. Ich möchte, dass Sie das wieder in Ordnung bringen." Baltar hielt diese Mr. Gaeta entgegen, der nun vollends vor Wut schäumte. Das war mehr als Deutlich zu sehen und kurz bevor Felix Gaeta zu explodieren drohte, versuchte Baltar sich noch zu entschuldigen um ihn etwas zu besänftigen.
" Es tut mir leid Mr. Gaeta, das war nicht ganz fair von mir."
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Fr Jan 09, 2009 11:08 pm

Verlegen holte der Präsident die in Alkohol getränkten Papiere aus einem Fach seines Schreibtischs und legte sie dann auf denselben. Damit war es aber nicht getan und der Präsident verlangte, dass Gaeta das in Ordnung brachte - vermutlich tat er das, um sich nicht vor seiner Geliebten als absoluter Versager zu deklassieren. Für Gaeta war das allerdings der Gipfel und mit wütendem Blick sah er sein Gegenüber an und machte dieses sichtlich nervös. Obwohl die Wut in Teilen nur gespielt war, erreichte sie problemlos ihre Wirkung und führte zu einer Entschuldigung des Präsidenten ohne Rückgrat. Felix jedoch hatte von diesem Schauspiel genug und die bisherige Demütigung der Person Baltar, die auch noch vor dessen cylonischer Liebschaft geschah, hatte ihm bereits Genugtuung verschafft. Noch mehr Genugtuung empfand er, wenn er daran dachte, wie Baltar von seiner Liebschaft zur Rede gestellt werden würde und seine Feigheit irgendwie erklären und entschuldigen musste.
Damit war für ihn der Zeitpunkt gekommen, dieses Gespräch zu einem Ende zu führen und dafür zu sorgen, dass die Cylonen rechtzeitig die unterschriebenen Listen und Berichte erhielten. Denn die Menschen der Kolonie hatten Vorrang, schließlich war er ihnen als ehemaliger Soldat und Mitarbeiter der Regierung, auch wenn sie nur eine Marionette war, verpflichtet. Außerdem wollte er wegen der Anwesenheit der Cylonen dieses Gespräch nicht mehr allzu lange weiterführen, da es seine Position dann leicht gefährden konnte, was er mit Rücksicht auf seine Tätigkeiten nicht riskieren wollte. Zumal Felix nicht riskieren konnte und schon gar nicht wollte, wegen Baltar seinen Posten zu verlieren, denn das würde heißen, dass Baltar einen Sieg errungen hatte.
Also öffnete er die Aktentasche, die er sich umgehängt hatte, und holte den Ordner mit den Papieren heraus. Im Stehen blätterte er durch die Kopien und suchte die heraus, die er dem Präsidenten am Morgen des heutigen Tages gegeben hatte. Nachdem er sie gefunden hatte, heftete er sie aus und packte den Ordner wieder in die Aktentasche, dann legte er die Papiere auf eine Kante des Schreibtischs, die möglichst weit von der Whiskylache entfernt war.
"Zur Sicherheit habe ich eine Kopie der Papiere ausgedruckt, die sie unterschreiben mussten, damit es nicht zu den eben erwähnten Problemen kommt. Wenn Sie jetzt unterschreiben könnten, damit ich das Ganze innerhalb der Frist zu den cylonischen Vertretern bringen kann..." Gaeta legte dem Präsidenten einen Kugelschreiber auf das oberste Papier und wartete darauf, dass dieser endlich unterschrieb.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Jan 10, 2009 12:38 am

Langsam aber sicher gewann die Nacht die Oberhand und der dunkle Schleier legte sich über die Kolonien. Die Lichter auf den Straßen gingen an. Mit der Dunkelheit kam auch die Angst wieder zurück. Angst vor neuen Anschlägen, Angst vor neuen Toten, Angst vor neuen nächtlichen Durchsuchungen und Verschleppungen seitens der Besatzungsbehörde. Und mit der Angst kam auch die Wut, die stetig wuchs auf die Cylonen und den Präsidenten samt Mitarbeiter. Denn mit der einbrechenden Nacht wurde auch nach unvorsichtigen Mitgliedern der NCP Ausschau gehalten, die ihre Maske im Schutz der Dunkelheit abzogen und sich in Sicherheit fühlten.
Sie waren genauso begehrte Ziele des Widerstandes wie der Feind selbst. Sie waren keine Menschen mehr, sie waren Cylonen, Verräter und Attentäter.

Von all demGrauen auf den Straßen in der aufkommenden Dunkelheit bekam Kara kaum etwas mit. Seit dem Tag des Einmarsches der Cylonen war sie mehr oder minder eine Gefangene. Sie lebte in einem goldenen Käfig, zusammen mit dem Cylonen Leoben. Sie lebten wie ein Ehepaar. Denn der Cylon liebte Kara so sehr, das er ihr alles verzieh und drohte ihren Mann umzubringen wenn sie versuchte ihn zu verlassen. Dies war die einzige Bedingung. Sie durfte nicht gehen. Und alles was in der Wohnung geschah blieb in der Wohnung. Er vertraute darauf das Starbuck ihn eines Tages lieben würde. Und solange würe er warten. Er würde warten und ihr jede Tat verzeihen, da er den Prozess für sie sehr schwierig hielt - ihre Liebe und schicksalhafte Verbindung zu ihm zu erkennen.
Ja, Leoben glaubte an Karas Schicksal. Er sah in ihr mehr als ein gewöhnlicher Mensch. Sie würde das Schicksal aller lenken und beeinflussen. Sie war etwas besonderes und er sah sich durch Gott gepriesen sein Schiksal mit ihrem verbinden zu dürfen.

So lebten sie Tag ein und Tag aus das Leben eines Ehepaares. Leoben kam abends von seiner Arbeit zurück und brachte Essen und Kleidung für Kara mit. Er erzählte mit ihr wie es ein Ehemann tun würde wenn er nach Hause von der Arbeit kam. Er tat wirklich alles um sie glücklich zu machen.
Aber Kara Thrace bedankte sich anders als erwartet. Schon 6 mal hatte sie ihn kaltblütig ermordet. Erwürgt, erstochen - sogar enthauptet mit der Notfallaxt der Feuerwehr, die Leoben versehentlich aus in die Wohnung abstellte - und heute war es das siebte Mal. Der tote Körper Leobens lag vor ihr auf dem Teppich. Sie hatte aus der Zahnbürste eine Waffe gebastelt und den Griff angespitzt. Als Leoben am Tag vorher von der Arbeit kam, wollte er mit ihr tanzen. Weshalb auch immer. Sie wusste nicht warum er so gut aufgelegt war. Als sie in der Mitte des Wohnzimmers begannen sich näher zu kommen, Leoben sie anlächelte und seine Arme um sie schloss, ergriff Kara ihre Chance.

Sie zückte die Zahnbürste und rammte diese mit Kraft in seine Halsschlagader. Leoben ließ sie los. Seine Augen wurden groß. Sahen sie mit einem " Wieso " an während das Blutz aus seinem Hals lief. Doch Kara wurde daurch nur noch wütender. Sie ging auf ihn zu und rammte wie besessen die selbstgeachte Waffe mehrmals in den Hals. Das Blut des Cyloenn spritze auf ihr weißes Oberteil, auf den Boden und auf die Couch. Selbst als er zu Boden ging stach sie immer wieder auf ihn ein. Sie wollte nicht aufhören ihn zu verletzen. Sie wollte ihm das Leben heraussaugen, nur das sie nochnal die Gelegenheit bekam hn zu töten. Sie hasste ihn, sie wollte ihn nicht. Nicht ihr Körper, nicht ihre Seele sollten je ihm gehören.

Als er kurz vor dem Tode stand, sah er sie an und sagte seine berühmten Worte: "Ich komme wieder".
Und Kara wusste das und wartete wie immer auf ihn. So auch heute. Sie lag auf der Couch. Hielt ein Glas Rotwein in der Hand und starrte auf den toten Körper des Cylonen. Sie blickte irgendwie abwesende, verrückt und von einem anderen Wesen besessen. Ihr Blick war unheimlich. Nicht der lebendige und fröhliche Blick, den man von ihr gewohnt war.
Schließlich ging die Tür auf. Sie hörte schon vorher seine Schritte, die Schlüssel zur Tür. Sie blickte hinauf. Leoben kam herein und blickte sie mit einem Lächeln an. Er sah auf seinen toten Körper und schmunzelte.
Kara freute es das er so munter war. Denn nun begann ihre nächste Runde und der nächste tote Leoben stand bereits auf ihren Plan.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Jan 10, 2009 1:33 am

Tigh blickte die beiden an, dreckig vom schlammigen Weg und mit laufender Nase. Auf der Galactica hätte er die beiden zurechtgewiesen, in so einem Aufzug würde ihm keiner vor die Augen des Admirals treten. Aber sie waren nicht auf der Galactica und der Admiral war weit weg.
Er blickte hinüber zu Ellen, die immer noch Geschirr wusch und sich bemühte, möglichst unbeteiligt auszusehen. Saul wusste, dass sie versuchte, möglichst viel aufzuschnappen, um dieses Wissen irgendwann mal dazu einzusetzen, ihre eigene Position zu verbessern. Dieses Verhalten hatte er noch sehr gut von diversen Vorkommnissen von früher in Erinnerung. Und die nicht ausgesprochene Anspielung hatte er durchaus bemerkt. Schließlich war es ja auch zu ihrem eigenen Schutz, wenn sie nicht zuviel wusste.
"Ellen? Was hälst du davon, eine deiner Freundinnen zu besuchen?"
"Aber Saul, es ist schon kalt und dunkel da draußen, du willst..."
"Ellen!", sagte er mit Nachdruck.
Sie verstand, um was es ging, aber trotzdem warf sie den Lappen, mit dem sie die Teller säuberte, wütend in den Bottich. Niemand schickte eine Ellen Tigh ungestraft weg, nicht mal ihr Ehemann! Sie zeigte ihm seine Verachtung und stolzierte mit hoch erhobenem Kinn aus dem Zelt heraus.
Saul vergewisserte sich, dass sie wirklich weg war und nicht irgendwo heimlich lauschte, dann sprach er mit den beiden anderen weiter.
"Wankelmütig wie immer. Wissen Sie, manchmal hasse ich sie. Aber sie ist meine Frau. Drink?"
Die beiden nickten. Saul nahm den Schnaps und schenkte in drei verschiedene Gläser ein und reichte sie den beiden. Dann forderte er sie auf, sich hinzusetzen. An einem improvisierten Tisch nahmen sie auf drei Schemeln Platz.
Er stieß mit den beiden an und leerte das Glas.
"Auf die Beschränktheit der Toaster! Mit diesem Killer spielen die uns doch noch nur in die Hände, für jeden, den der umbringt, treten drei weitere dem Widerstand bei. Hass ist stärker als Furcht!"
Bei der Bombe bei der Abschlussfeier der NCP war er sich noch nicht sicher - die könnte sie sowohl demoralisieren als auch aufbauen. Und bei Aktionen gegen Mensch könnte die Stimmung sich schnell gegen den Widerstand wenden. Aber er fasste schließlich eine Entscheidung.
"Und das mit der Bombe will ich überhört haben, Soldat! Auch wenn es feige Schweine und Kollaborateure sind, wir bringen die Toaster um, nicht die Menschen! Und jetzt klären Sie mich über die Situation auf!"
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Jan 10, 2009 2:01 am

Galen fühlte sich zurechtgewiesen. Tigh hatte recht, wenn auch unrecht in seinen Augnen. Die Kollaborateure, die für die NCP arbeiteten, waren in seinen Augen feige Verräter. Sie hätten eine Bestrafung in seinen Augen verdient, aber auf der anderen Seite waren es wieder die eigenen Leute. Die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischten allmählich. Man konnte sich nicht einmal in der eigenen Familie oder Clique sicher fühlen. Man sah jeden automatisch mit Misstrauen an. Er könnte ein Verräter sein. Sprach man nur 1 falsches Wort, hatte nur einen einzigen falschen Gedanken, könnte das bereits das Todesurteil für jemanden sein. Die Ohren des Feindes waren seit einiger Zeit nicht nur cylonisch. Ein Mann könnte mit seiner Frau flüstern und am nächsten Morgen würde ihn die NCP mitnehmen, wegen Hochverrats oder anderen Verbrechen. Aber der wirkliche Hochverrat fand im heimischen Ehebett statt, wenn die Frau, aus Liebe, den Mann an den Feind verriet.

Mit dem Getränk in der Hand nahm Galen Platz. Sam und er suchten nun die Nähe zum Colonel. Denn die nächsten Worte konnte ihr eigenes Todesurteil sein. Der Widerstand wurde stärker und die Cylonen reagierten mit drastischen Maßnahmen. Sie quälten Familien um an die Hintermänner heranzukommen. Sie missbrauchten Baltar um ihre Gesetze legitim durchsetzen zu können. Alles in allem wandelte sich dieser zunächst gepriesene Ort in die persönliche Hölle eines jederman.

"Sir, wir haben in den letzten Tagen einen Unterschlupf ausgehoben. Gut ageschirmt von den Cylonen. Wir haben unter ihrem Zelt, meinem und einigen anderen Punkten Tunnel in Akkord gegraben. Im Notfall können wir unter ihrem einen Durchbruch machen. Haben wir bisher nicht getan, um sie nicht in Gefahr zu bringen.

Wir versuchen Kontakt mit der Galactica aufzunehmen um unsere Lage, sowie taktische Positionen der Toaster durchzugeben. Uns dürfte in absehbarer Zeit, ohne Hilfe von Außen, die Luft ausgehen. Die Cylonen verstärken ihre Bemühungen uns auszuschalten.

26 gingen auf das Konto des Attentäters. Die NCP macht nächtliche Durchsuchungen. Baltar tut wie immer garnichts. Alleine in der der letzten Nacht wurden 50 Männer und Frauen von den Toastern und der NCP verschleppt. Sie rekrutieren Ehefrauen um ihre Männer auszuhorchen. Gerüchte zufolge auch Kinder, die ihre Eltern ausspähen und für eine Tafel Schokolade alles an die Cylonen verraten.
Der Raider war unser persönlicher Höhepunkt. Denn kurz darauf haben sie die Patrouillen verstärkt.

Nichts desto trotz haben wir Zulauf. Gerade die Angst treibt die Leute zu uns. Sie wollen helfen den Cylonen eins in den Hintern zu treten. Jedoch sind wir vorsichtiger geworden wenn wir zu uns lassen. Agenten der NCP sind überall.
Die Situation ist folgende, Sir - verdammt kritisch. Die Blechköpfe fahren allmählich die schweren Geschütze auf. Was wir immer auch tun, wir müssen uns bedeckter als je zuvor halten.

Das ist die Situation, Sir!"

Sam leerte das Glas und tat seinen Job bei solchen Meetings. Er stand auf und ging vor das Zelt. Niemand konnte sich sicher das jemand ungebetenes zuhörte. So stellte er sich hin und tat so als würde er die hereinbrechende Nacht genießen. Er streckte sich und sah sich unauffällig um. Als niemand als Verdächtiger erschien, ging er zurück, nachdem er sich die Schuhe vor dem Zelt vom Matsch befreite.
Anders nickte kurz. Die Luft war rein.

"Sir, wenn sie wollen können wir ihnen zeigen wo wir unser Lager aufgebaut haben." schlug Galen vor.
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BeitragThema: Re: Battlestar Galactica - Der Widerstand   Sa Jan 10, 2009 3:11 am

Cystar Alderia
Versteckte Rebellenwerft

In einem kurzen und engen Sportoutfit machte Liyan ihren alltäglichen Rundgang durch das Schiff. Mit dem Handtuch, welches lässig auf ihren Schultern lag, trocknete sie sich die nassen Haare. Kurz zuvor hatte Liyan mit ihren zukünftigen Elitekriegern Kampfübungen absolviert. Diese Krieger würden bald die gefährlichste Arbeit der Rebellen übernehmen. Alle samt verdeckte Operationen hinter den feindlichen Linien. Und Liyan scheute sich auch nicht davor sie selbst anzuführen.

Aber nun war ihre Aufmerksamkeit auf ihr zukünftiges Schiff gerichtet. Sie kam in den Hangar, wo ihre Leute die späteren Cylonenversionen der Viper Mk VII aufstellen würden. Überall wurde geschweißt, genietet oder heftig diskutiert wie wo welche Schraube zu sein hatte. Tja, es herrschte Uneinigkeit zwischen cylonischen und menschlichen Ingenieuren. Doch das war harmlos und Liyan beachtete es nicht weiter. Obwohl sie sich stritten, machten sie auf der anderen Seite große Fortschritte mit den Schiffen. Deshalb ließ es die Rebellenführerin auch zu da sie stritten. Es förderte den späteren Konsens und brachte die Cylonen mit den Menschen näher.
Und genau das war auch ein Problem für Liyan.

Auf ihrem Weg zum späteren CIC, vorbei an den Kabeln, Technikern und anderem Personal, machte sich der Admiral Gedanken wegen der immer enger werdenden Zusammenarbeit. Am nächsten Tag hätte sie eine andere Acht in ihrem neuen Quartier auf der Alderia. Sie wurde von Cylonen und Menschen, einem Technikerteam, mit einem menschlichen Piloten bei einem Schäferstündchen erwischt.
Nun überlegte Liyan bei ihrem Gang an herunterhängenden Kabeln und Lötgeruch, der in den Gängen stand, wie sie dagegen vorgehen sollte. Verbieten konnte sie es nicht. Nahezu die Hälfte der Rebellen wussten das Liyan selbst einen menschlichen Gefährten hatte und Kinder mit ihm wollte. Diese Acht liebte den Menschen und er auch sie, laut den Menschen, die wahrscheinlich Admiral Duncan den Vorfall gemeldet hatten.

Sollte sie warten? Sollte sie erst abwarten was der menschliche Anfüher tun würde? Ahnden musste sie es. Den keiner der beiden Anführer wollte eine Durchmischung ihrer Crews. Aber das sahen die Crews leider anders. Sehr zum Leidwesen der Admiralität. Denn das Verhalten derjenigen trug auch dazu bei Schaden bei der Zusammenarbeit zu verursachen. Es gab immer noch Menschen und Cylonen die die Gräueltaten der jerweilig anderen nicht vergaßen und diese enge Zusammenarbeit nachher als Anlass für Streitereien und schlimmeren Dingen nutzten. Nicht um die jeweilig andere Partei zu schaden - nein, ihren eigenen Leuten.

Cylonenschmuser, Menschenliebhaber waren noch die niedlichsten Beschimpfungen. Und sollte diese Zusammenarbeit nicht darunter leiden, mussten Maßnahmen ergriffen werden.
Im CIC der Alderia arbeitete momentan nur eine Technikerin, die Cylonin Talea. Die Chefingenieurin der Adleria. Und genau die Frau mit der Liyan reden wollte. Sie war froh dass das CIC leer war. Ungebetene Ohren waren damit ausgeschlossen.

"Chief Talea!"

Die Cylonin schreckte auf. Sie war gerade unter der Feuerleitkonsole der Alderia beschäftigt als Liyan hereinkam. Sie hatte sie mit ihren leisen Sporttretern nicht gehört. Verschmutzt und mit zerzausten Haar kam die Cylonin unter der Konsole hervor und richtete sich auf.

"Sir! Ich hatte sie nicht gehört. Die 4. Konsole wird bald online gehen. Ich warte auf den Chief der Chronos. Er besorgt mir noch einige Ersatzteile."

"Das sind gute Neuigkeiten, Chief. Aber wegen dem bin ich nicht hier!"

"Ach,nein?" fragte Talea stutzig.

Der cylonische Chief sah nervös um sich. Hatte sie etwas getan? Der Blick Liyans verriet nichts Gutes.

"Habe ich etwas falsch gemacht, Sir?"

"Chief, wie ist ihre Beziehung zum Chief der Chronos?"

"Ich versteh nicht, Sir!"

"Sie wissen wahrscheinlich über den Vorfall auf meinem Schiff. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Und mir kam zu Ohren das sie und der Chief der Chronos recht häufig zusammenarbeiten."

Der Admiral sah sie nun ernst an. Was sollte Talea nun antworten? Das sie und der Chief der Chronos häufig zusammen waren mochte stimmen. Aber was sollte sie der Rest angehen?

"Natürlich, Sir. Wir arbeiten zusammen. Und unsere Beziehung, Sir, ist rein beruflich! Er ist ein Mensch, mehr brauch ich dazu nicht zu sagen!"

"Dann belassen sie es auch bei der beruflichen Zusammenarbeit. Die Zeit der Heimlichkeiten sind nun vorbei. Unsere enge Zusammenarbeit sollte sich allein auf den Kampf gegen die Cylonen beziehen. Und nicht bis in die Schlafbereiche meiner Crew. Weiter machen!"

Admiral Liyan verließ das CIC. Talea äffte Liyan nach. Wer glaubte sie zu sein? Sie selbst war mit einem Menschen zusammen und begann wegen ihm einen Krieg gegen die Cylonen. Das war bei Gott kein Geheimnis für sie. Denn sie war von anfang an dabei und würde Liyan bis in den Tod folgen und für die Werte die sie vertritt. Aber wenn Talea in ihr Bett ließ, war nur ihre Angelegenheit. Schließlich war sie frei und ihr Admiral musste nicht alles über ihr Privatleben wissen.
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